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Musikstreaming: So einfach hören Sie online Musik mit Spotify & Co.

Apple Music, Youtube, Spotify: Auf Musikstreaming-Plattformen gibt es Millionen Songs, Hörbücher und Podcasts für die ganze Familie. Wir verschaffen Ihnen einen Überblick über die facettenreiche Streamingwelt und zeigen Ihnen, wie auch Sie Musik streamen können.

Musik-Streaming auf Apple Music, Spotify und Deezer

Immer und überall Musik hören – Streaming macht's möglich. (Bild: Feodora Chiosea, iStock, Getty Images Plus)

Musik im Internet im MP3-Format zu downloaden ist Schnee von gestern und einen MP3-Player haben die meisten von uns bereits seit Jahren in die dunkelste Ecke der Schublade verbannt. Heute ist das Smartphone unser treuster Begleiter. Auch wenn es um Musik hören geht. Dabei behilflich ist uns «Streaming», das heisst übersetzt soviel wie Strömung oder Datenstrom. Weltweit hören gemäss einer Studie über 85 Prozent der zwischen 16- und 64-jährigen Musik ausschliesslich in Streaming-Portalen. Musik zu hören über eines dieser Portale kann eine Bereicherung für die ganze Familie sein. 

Welche Möglichkeiten sich dahinter verbergen, wie viel die verschiedenen Musik-Streaming-Dienste wie Spotify, Apple Music oder Google Play Music kosten und was Sie bei deren Nutzung beachten sollten, erfahren Sie hier.

Musik-Streaming? Was ist das?

Als Musik-Streaming bezeichnet man die Übertragung von Musikangeboten zur Wiedergabe auf Ihrem Computer oder auf Ihrem Handy. Im Gegensatz zum Herunterladen der Musik, erhält der Nutzer beim Streaming keine Musikstücke zur privaten Nutzung, sondern kann Songs nur im sogenannten «stream» abspielen.

Mit dieser Methode lassen sich auch Hörbücher und Podcasts ganz einfach auf dem Handy abspielen. Um zu streamen brauchen Sie lediglich eine Internetverbindung und einen Anbieter, der Ihnen das gewünschte Medium zur Verfügung stellt. 

Solche Streaming-Dienste lassen sich auf jedem Smartphone als App verwenden. Die meisten Anbieter verfügen über Familienabos, mit denen mehrere Familienmitglieder gleichzeitig Musik hören können und einzelne Musikstücke oder Playlists untereinander geteilt werden können. 

So hat alles angefangen

Als Vorreiter in Sachen Streaming konnte sich bereits im Jahr 1999 die Plattform «Napster» einen Namen machen. Über Napster tauschten damals Millionen Internetnutzer ihre digitalisierte Musik aus.

Als 2005 «Myspace» aufgeschaltet wurde, gab es für Streaming-Dienste kein Halten mehr: Diese Plattform erlaubte den Musikern, ihre eigenen Songs und Alben hochzuladen, welche Besucher im Stream anhören können. Viele der heutigen Stars der Musikbranche wurden durch den Streaming-Dienst Myspace bekannt.

Im Verlaufe der Jahre etablierten sich dann weitere kostenlose Musik-Streaming-Dienste wie Youtube oder Soundcloud, bevor Ende des Jahrzehnts Anbieter entstanden, die den Kunden für einen pauschalen monatlichen Betrag aus einem Musiktopf beliebig Musiktitel auswählen liess. Heute sind einige diese Streaming-Angebote noch immer auf dem Markt.

Diese Anbieter gibt es

1 Spotify ist gemessen an den zahlenden Abonnenten der Marktführer unter den Musik-Streaming-Diensten. Spotify gibt es sowohl in einer Gratis- als auch in einer Aboversion. In der kostenfreien Version von Spotify gibt es regelmässig 30-Sekündige Werbeunterbrechungen und die Hörer können sich keine einzelnen Lieder suchen, sondern nur die Interpreten und Playlisten auswählen. Die Spotify-App mit Millionen Songs ist sowohl im Appstore von Apple als auch im Google Playstore verfügbar. 

Die Kosten für die Vollversion von Spotify belaufen sich auf 12.95 Franken/Monat für einzelne Personen. 19.90 Franken/Monat kostet Spotify für Familien (bis zu sechs Konten gleichzeitig) und 6.49 Franken/Monat für Studenten. Der erste Monat in der Premium-Version ist kostenlos.

2 Apple Music wurde im Jahr 2015 vom Tech-Giganten Apple ins Leben gerufen. Bereits im Jahr 2001 konnte sich Apple mit iTunes einen Namen im Musikgeschäft machen. Mit Apple Music wollten sie diesen weiter ausbauen. Zurzeit ist der Dienst mit 50 Millionen zahlenden Nutzern auf Platz zwei der Streamingdienste.

Apple Music bietet für eine monatliche Gebühr von 12.90 Franken über 60 Millionen Lieder an. Familien erhalten diese Musik für 19.90 Franken im Monat und für Studenten kostet der Premium-Dienst 6.50 Franken/Monat. Der erste Monat mit der Apple-Music Vollversion ist gratis. Aktuell können Nutzer die Apple Music App nicht kostenlos verwenden. 

3 Google Play Music stellt über 35 Millionen Musiktitel zur Verfügung. Der 2013 eingeführte Dienst lässt seine Hörer zudem bis zu 50'000 Songs, die sie auf ihrer Handybibliothek haben, in die App hochladen. Die App gibt es im Gegensatz zu Apple Music kostenlos wie auch mit einer Gebühr. Wer den Dienst gratis nutzt, muss jedoch Werbung hinnehmen.

Praktisch beim Abo: Youtube-Music ist im bezahlten Service mit dabei. So ist die riesige Video-Bibliothek von Youtube inbegriffen. Die Kosten für das Google Play Music-Abo belaufen sich nach einer 30-tägigen Probephase auf 12.95 Franken/Monat. Das Familien-Abo gibt’s für 19.95 Franken. 

4 Deezer gehört zur französischen Blogmusik SAS und existiert bereits seit dem Jahr 2007. Wie bei der Konkurrenz gibt es sowohl eine gratis als auch eine kostenpflichtige Variante. 53 Millionen Songs sind in der Schweiz verfügbar. Wie bei Apple Music und Google können Hörer zudem ihre eigenen MP3-Lieder auf die App laden. Gegen Aufpreis sind die meisten Songs in CD-Qualität zu hören (Hi-Fi-Option). Auch bei Deezer kostet die Vollversion 12.95 Franken pro Monat. Ein Familienabo beläuft sich auf 19.45 Franken/Monat.

Spotify Kids in der Testphase

Nutzt die ganze Familie ein gemeinsames Familienabo, kann es schnell vorkommen, dass die Playlist der Eltern auf einmal Hörbücher von Bibi und Tina enthalten oder das Kind eine Playlist aus Versehen löscht. Einem solchen Durcheinander möchte Spotify mit «Spotify Kids» entgegenwirken. Nach der Installation gibt man das Alter des Kindes an, woraufhin passende Inhalte vorgeschlagen werden. Das Design der App soll sich je nach Alter sogar ändern. Die App ist zurzeit nur ein einzelnen Ländern als Testversion verfügbar. 

Streaming auch in den Charts

Seit der Einführung des Streamings kaufen die Menschen immer weniger einzelne Musikstücke oder Alben. Seit den frühen 2010ern werden deshalb von den offiziellen nationalen Musikcharts-Mogulen in vielen Ländern auch die Streamingzahlen in den Charts integriert. Die Schweizer Hitparade hat diesen Schritt im Jahr 2014 gewagt. Dabei werden nur Musikabrufe auf Streamingportalen chartrelevant gezählt, die länger als 31 Sekunden dauern.

Streaming ist in der heutigen Zeit die einfache Variante, um Musik zu hören. Fast jede Plattform bietet auch die Möglichkeit – wenn auch mit einigen Einschränkungen – gratis Musik zu hören.  Entscheiden Sie sich trotzdem dafür, Ihre Musik kostenlos und legal aus dem Internet herunterzuladen, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel über MP3 und Musik Download zu lesen.