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Erste Hilfe bei einem Sonnenstich

Wenn Kinder bei Hitze keine Kopfbedeckung tragen, kann es zu einem Sonnenstich kommen. Übelkeit, Bewusstlosigkeit und Kopfschmerzen sind dann meist die Folgen. Wie Eltern und Kinder einen Sonnenstich vermeiden können.

So leisten Sie erste Hilfe bei einem Sonnenstich

Kinder sollten bei sonnigem Wetter unbedingt einen Hut tragen, um einen Sonnenstich zu vermeiden. Foto: ands456, iStockphoto, Getty Images Plus

Ein Sonnenstich wird durch starke Sonneneinstrahlung auf den Kopf und Nacken ausgelöst. Dabei erwärmen die Strahlen der Sonne das Gehirn. Dadurch wird es gereizt und schwillt leicht an. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, Kinder und Babys ohne Kopfbedeckung, Menschen mit einer Glatze und ältere Menschen. Doch einen Sonnenstich können Sie gezielt vermeiden. Wer die Symptome rechtzeitig erkennt, kann vorbeugen oder direkt eine Behandlung durchführen.

Wie kann man einen Sonnenstich verhindern?

Um einen Hitzschlag vorzubeugen, sollten Babys, Kleinkinder und Kinder immer eine Kopfbedeckung tragen, um sich vor der UV-Strahlung zu schützen. Oft reichen schon Mützen aus, aber auch Sonnenschirme können guten Schutz für den Kopf bieten. Halten Sie sich bei grosser Hitze immer im Schatten auf und trinken Sie genügend Wasser. Sie sollten es vermeiden, direkt in die Sonne zu gehen. Ausreichend Flüssigkeit ist bei heissen Temperaturen sehr wichtig.

Vorsicht: Ausreichender Sonnenschutz in Form von Cremen oder Gels schützt die Haut nur vor einem Sonnenbrand. Direktes Aufhalten in der Sonne kann trotz hohem Sonnenschutz zu einem Hitzschlag führen.

Anzeichen: So erkennen Sie die Symptome eines Hitzschlags

Einen Hitzschlag erkennen Sie meistens an den typischen Symptomen. Die häufigsten Symptome bei einem Hitzschlag sind Bewusstlosigkeit, Erbrechen, Schwindel, Unruhe, Übelkeit und Kopfschmerzen. Auch Schmerzen im Nacken sind möglich. Betroffene haben meist leicht erhöhte Temperatur oder sogar Fieber, wenn Sie lange der direkten Sonne ausgesetzt waren. Besonders Kinder fühlen sich dann meist schrecklich oder müssen sich übergeben. Denn Kinder sind wegen ihrer hellen Haare besonders anfällig.

Ein Sonnenbrand ist mit einem Hitzschlag nicht zu verwechseln. Bei einem Sonnenbrand sind bestimmte Stellen des Körpers, die nicht vor der Sonne geschützt waren, rot und sogar geschwollen. Sie erkennen einen Sonnenbrand daran, dass sich die Haut wie verbrannt anfühlt und hinterher nach der Erholung oder Behandlung schält. Ein Hitzschlag ist die Überhitzung des Körpers, inbesondere des Gehirns. Es kommt zur Beschädigung der Hirnhaut. Der Kopf wird dabei ganz heiss oder kann sogar hochrot anlaufen, während der Körper oder die Haut im Vergleich dazu sehr kühl ist.

Sollten plötzlicher Fieber, Bewusstseinsveränderung wie beispielsweise Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen, Sprach- und Sehstörungen auftreten, wählen Sie sofort die Telefonnummer 144. In diesem Fall muss ein Arzt den Hitzschlag und die Symptome behandeln. Auch ein steifer Nacken deutet darauf hin, dass der Hitzschlag ernst zu nehmen ist und die Hirnhaut bereits anschwillt. Im schlimmsten Fall müssen Sie dann sofort in die Notaufnahme. Betroffenen Personen dürfen dann nicht Schmerzmittel einnehmen und sollten die Körpertemperatur im Auge behalten.

Behandlung: So leisten Sie Erste Hilfe

Suchen Sie sofort einen schattigen und kühlen Ort auf, wenn Sie Beschwerden oder Symptome merken. Lagern Sie dabei Ihren Oberkörper hoch und kühlen Sie Kopf und Nacken mit kalten Umschlägen. Trinken Sie ausreichend Wasser. Sollten Sie Nackenschmerzen oder starken Schwindel bemerken, konsultieren Sie sofort einen Arzt.

Handelt es sich bei den Betroffenen um Kinder, müssen Sie diese beruhigen und umgehend in einen schattigen Ort bringen. Lassen Sie die Kinder nicht aus den Augen, solange Symptome Erbrechen oder erhöhte Körpertemperatur auftreten. Geben Sie dem Kind viel zu trinken, am besten in Zimmertemperatur und nicht eiskalt. Sollte sich der Zustand beim Kind oder Baby merklich verschlechtern oder der Kopf stark erhitzt sein, müssen Sie sofort den Notruf wählen.