Kindergärten mit mehr Angebot

Oft ist es weniger der Ausländeranteil, der zum Entscheid für oder gegen einen privaten Kindergarten führt als das kostenpflichtige Zusatz-Angebot, das den Eltern mehr Flexibilität ermöglicht.

  • Mittagstisch: Betreute Mittagsverpflegung im Kindergarten ist noch nicht die Regel. In einer grossen Mehrheit der Kantone gibt es Mittagsverpflegung mit Betreuung. Doch ausser in den Kantonen Tessin, Appenzell Ausserrhoden und Zürich liegt der Anteil de Kindergärten bzw. Vorschulen mit Mittagstisch unter 50%.
  • Tageskindergarten: Kindergärten mit ganztägigen Betreuungsangeboten an mehreren Tagen in der Woche sind noch weniger verbreitet. In einigen Kantonen fehlt ein Angebot sogar gänzlich. Der Kanton Tessin macht hier die Ausnahme: 85% der Kindergärten haben Tagesstrukturen.
  • Andere Angebote: Deutlich weiter verbreitet sind betreute Auffangzeiten vor und nach dem Kindergarten.

Noch wird allerdings die Kinderbetreuung durch Verwandte stärker in Anspruch genommen als die kostenpflichtigen Betreuungs-Angebote der Gemeinden. Wo Angebote – und besonders kostengünstige – fehlen, behilft man sich privat.

Mehr Qualität

Die Eltern und die Betreuer und Betreuerinnen des Kindergartens bilden eine Erziehungsgemeinschaft. Wichtig ist deshalb neben den äusseren Faktoren der Kindergartengruppe, der Räumlichkeit, des Weges in den Kindergarten vor allem die Kommunikation mit den Betreuern. Besonders wichtig wird dies in Konfliktsituationen, wenn etwa das Kind ein Verhalten zeigt, das ein Eingreifen erfordert. Gemeinsame Fallbesprechungen der Betreuer sind ebenso notwendig wie regelmässige Elterngespräche. Da wo die Eltern spüren, dass die Lehrkräfte und Leiter am gleichen Strang ziehen, ist das Kind gut aufgehoben – auch wenn die Meinungen einmal auseinander gehen.

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