Islam: Die wichtigsten Feste und Glaubensrichtungen

Islam für Kinder erklärt

Muslime beten kniend. Foto: iStockphoto-Thinkstock

Die wichtigsten Feste im Islam

Fest des Fastenbrechens: Aid el Fitr

Am Ende des Fastenmonats Ramadan beginnt das Fest des Fastenbrechens. Am letzten Fastentag bei Sonnenuntergang versammeln sich die Muslime zum rituellen Festgebet. Speisen und Süssigkeiten werden verteilt und in der Moschee sowie zu Hause wird gefeiert und gespiesen. Das Fest dauert 3 Tage.

Das Opferfest: Aid el Adha

Das Opferfest ist das grösste und wichtigste Fest im Islam. Man feiert den Propheten Abraham, der seinen Sohn opfern wollte als Beweis seiner Loyalität gegenüber Allah. Mit einem Tieropfer danken die Muslime der Rettung von Abrahams Sohn Ismael, dem Stammvater der Muslime. Das Fleisch wird an arme Leute oder Bedürftige verteilt. Das Fest dauert vier Tage.

Die verschiedenen Strömungen: Schiiten und Sunniten

Wie im Christentum oder Judentum haben sich im Laufe der Zeit zahlreiche islamische Gruppierungen geformt. Die zwei Hauptströmungen sind die Shiiten und die Sunniten. Die Differenzierung begann mit dem Tod Mohammeds und der Frage, wer von nun an die Muslimische Gemeinschaft führen soll. Die Schiiten waren der Meinung es sollte ein biologischer Nachfahre des Propheten sein, während die Sunniten sich für die geeignetste Person aussprachen.

Diese Meinungsverschiedenheit führte dazu, dass die Schiiten und Sunniten andere Personen als Führungsoberhäupter anerkannten. Bei den Schiiten entwickelte sich der sogenannte Imamismus. Der Imam ist das Oberhaupt des Islams und Nachfolger Mohammeds. Auch hier gibt es wieder zahlreiche Strömungen. Der grösste Teil der Schiiten glaubt, dass es nur 12 wahrhaftige Nachfolger Mohammeds gibt. Bis heute wartet man in messianischer Hoffnung auf die Rückkehr des 13. Imams.

Die Sunniten erkennen das Kalifat als Führungssystem an. Oft wird es durch Verwandtschaft weitergegeben. Die Sunniten bilden die meist verbreitete muslimische Glaubensrichtung. Unterschiede lassen sich auch in der Koraninterpretation, Feiern von Festtagen und in weiteren religiösen Aspekten wiederfinden.

Autor: Martina Waldis im September 2012

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