Spartipps für die Familie

Wohnen, Steuern, Krankenkasse, Ausgaben für den Haushalt – das Leben kostet Familien viel Geld. Oft wird der Inhalt des Portmonees am Monatsende richtig knapp. Für Ferien und Restaurantbesuche bleibt kaum etwas übrig. Mehr in der Kasse hat, wer herausfindet, wo unnötig Geld ausgegeben wird.

Mit einer Familie muss man oft sparen.

Wenn man eine Familie gründet, kann bald einmal das Geld knapp werden. (Bild: ScottNodine/iStock, Thinkstock)

Sobald Paare eine Familie gründen, scheint das Geld wegzurinnen wie Sandkörner zwischen den Fingern. In der Tat: Das Leben mit Kindern hat seinen Preis. Zum einen wird weniger verdient, wenn Eltern einen Teil ihrer Erwerbstätigkeit aufgeben, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Zum anderen steht in der Regel über kurz oder lang auch ein Umzug in eine grössere und damit teurere Wohnung an. Und auch die Kinderbetreuung – sei es durch Tagesmutter oder Kinderkrippe – kostet Geld.

Spartipp Nr. 1: Budget für die Familie erstellen

Damit die Kosten nicht unkontrolliert aus dem Ruder laufen, macht es Sinn, sich einen Überblick über die eigenen Finanzen zu verschaffen.
Wie hoch ist das monatliche Familieneinkommen eigentlich genau? Was muss regelmässig bezahlt werden? Wieviel Geld bleibt unterm Strich übrig? Vielleicht lässt sich der ein oder andere Franken einsparen? Wer Klarheit haben will, listet alle Einnahmen und Ausgaben auf.

Vorlagen für eine solche Auflistung aller Einnahmen und Ausgaben finden Sie unter www.budgetberatung.ch und unter www.schulden.ch. Diese Muster enthalten alle gängigen Posten, so dass relativ sicher gestellt ist, dass keine grösseren Einnahmequellen oder Ausgabenposten vergessen werden.

Und so geht es: «Ausgaben, die nicht monatlich anfallen, werden auf einen Monat umgerechnet: Beispielsweise werden Jahresbeiträge durch 12, Quartalsbeiträge durch 3 dividiert», erklärt die Budgetberatung Schweiz. «Auf diese Weise können Sie Ihre durchschnittlichen Monatseinnahmen mit Ihren durchschnittlichen Monatsausgaben vergleichen.»

Nicht immer ist es leicht, die einzelnen Posten zu beziffern. Wie hoch die Miete ist, lässt sich leicht im Mietvertrag nachschauen. Wie viel Geld dagegen für Nahrungsmittel oder Wasch- und Pflegemittel ausgegeben wird, wissen Verbraucher in der Regel nicht genau. Bei manchen Punkten gilt es daher, zunächst einmal zu schätzen: «Wieviel kostet Lunas Futter?»- « Wieviel geben wir für den Garten aus?» - «Wie oft tanke ich im Monat?» Damit die Ausgaben genauer erfasst werden können, macht es Sinn, einige Monate lang zu dokumentieren, wieviel Geld für welchen Zweck ausgegeben wird. Schreibwarenläden bieten entsprechende Haushaltshefte an.

Spartipp Nr. 2: Unnötige Ausgaben streichen

Sinnvoll ist es, das Budget Punkt für Punkt durchzugehen, um zu überlegen, an welchen Stellen gespart werden kann. Sicher gibt es einige Ausgabenpunkte, die sich streichen lassen, ohne dass die Lebensqualität leidet.

Hier einige Gedankenanregungen:

  • Energie ist zu einem erheblichen Kostenfaktor geworden. «Eine vierköpfige Familie kann allein beim Wohnen jährlich mehr als 2.300 Franken Energiekosten sparen. Dies geht ohne Verzicht auf Komfort», so der WWF. Er zeigt wie es geht: www.wwf.ch
  • Manchmal hat man vor Jahren eine Zeitschrift abonniert, an der heute eigentlich gar kein Interesse mehr besteht. Zu welchem Zeitpunkt lässt sich das Abo kündigen? Möglicherweise kann auch die Mitgliedschaft im Verein, dessen Kurse schon seit längerer Zeit nicht mehr besucht werden, aufgegeben werden.
  • Was angeschafft werden soll, muss nicht immer neu sein: Gleichgültig, ob es sich um Spielzeug, Kinderwagen oder Kleidung handelt: Gebrauchtes lässt sich auf Trödelmärkten, in Second-Hand-Läden und über Internet-Börsen preiswerter erstehen.
  • Vieles, was selten benötigt wird, lässt sich leihen: Spezialwerkzeug in Heimwerkerläden, Haushaltsgeräte von Nachbarn und Freunden, Bücher in der Bücherei, Kunst in Artotheken.
  • Gemeinsam anschaffen: Kosten für teure Geräte wie Rasenmäher oder Auto halbieren sich, wenn sie gemeinsam angeschafft werden – zum Beispiel zusammen mit Nachbarn, Freunden oder Geschwistern.

Wie wäre es mit einer Familienkonferenz? Möglicherweise haben auch die anderen Familienmitglieder gute Ideen, wie sich günstiger einkaufen lässt.

Viele weitere Spartipps der Plusminus Budget- und Schuldenberatung finden sich unter: www.schulden.ch

Für ein volles Sparschwein muss man planen.

Damit das Sparschwein voll wird, muss man planen und unnötige Ausgaben streichen.

Spartipp Nr. 3: Kosten für Mitbringsel und Geschenke planen

«Abgesehen von den Autokosten wird kaum ein Budgetbetrag so unterschätzt wie derjenige für Geschenke und Mitbringsel», darauf weist die Schweizer Budgetberatung hin. «Dass Weihnachten eine teure Sache sein kann, ist nichts Neues. Doch auch das Osternest für das Patenkind und der Nikolaussack sind einzurechnen. Nicht zu vergessen sind Blumensträusse, Weinflaschen und Pralinen, die bei Einladungen mitgebracht werden.» Ausgaben, die sich im Laufe des Jahres auch durch Geburtstage leicht auf mehrere hundert Euro summieren. Hier lässt sich sparen!

Wie das geht? Am besten: Auflisten, wer zu welchem Zeitpunkt ein Geschenk erhalten soll und wie viel die einzelnen Geschenke kosten dürfen.

Beim Spielzeug sollte nicht gespart werden

Hier ist Geiz gefährlich: Billigspielzeuge sind schädlich für Kinder. Sie enthalten besonders häufig gesundheitsgefährdende Stoffe. Sonnenlicht und Wärme können Schadstoffe aus Kunststoffen lösen. In den Körper gelangen sie zum Beispiel über Speichel und direkten Hautkontakt.

«Lieber wenig teures, aber hochwertiges Spielzeug kaufen als möglichst viel und billig», so lautet daher der Tipp all derer, denen schadstoffarmes Spielzeug für Kinder am Herzen liegt. Wenn ein neues Spielzeug gekauft werden soll, macht es Sinn, die Untersuchungsergebnisse der deutschen Stiftung Warentest (www.warentest.de) und der Schweizer Zeitschrift K-Tipp (www.ktipp.ch) zu berücksichtigen.

Fazit

Sicher kostet das Leben mit Kindern viel Geld, der Reichtum an Freude und Erfüllung, den sie bringen, ist dagegen unermesslich. Oft macht es Spass, für Kinder einzukaufen: Spielzeug und Kleidung zum Beispiel. Doch vieles ist nicht notwendig. Eine glückliche Kindheit bemisst sich nicht nach der Fülle des Spielzeuges, sondern an der fröhlichen Zeit, die Kinder mit Eltern verbringen.

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