Facebook Pixel
Schwangerschaft > Geburt

Saugglockengeburt: Welche Risiken bestehen für das Baby?

Eine Saugglockenentbindung muss durchgeführt werden, wenn sich Mutter und Kind während der Geburt in Gefahr befinden. Die Geburt erfolgt mithilfe eines Vakuums, welches durch das Ansetzen der Saugglocke am Kopf des Babys entsteht. Dadurch kann es zu einer vorübergehenden Schwellung am Köpfchen des Babys kommen, diese ist aber ungefährlich.

-
Gerät die Geburt ins Stocken, wird manchmal eine Saugglocke nötig, um das Baby sicher auf die Welt zu bringen. © Getty Images, timnewman

Die Saugglockengeburt: Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn ein die Geburt still steht, aber sich das Baby schon im Geburtskanal befindet, kann mit der Saugglocke nachgeholfen werden. Diese wird am Köpfchen des Babys befestigt. Erfahre hier mehr dazu.
  • Eine Saugglockengeburt kann leichte Schwellungen am Kopf des Babys zurücklassen, diese verschwinden aber nach wenigen Tagen. Die Kopfform des Babys wird nicht beeinflusst.

Sollte es während der Entbindung zu einer Wehenschwäche bei der werdenden Mutter kommen, dann entsteht nicht nur eine Gefahr für das Kind, sondern auch für die Mutter. Mithilfe einer Saugglocke kann die sogenannte Austreibungsphase, also die letzte Geburtsphase, beschleunigt werden. Experten sprechen bei der Saugglockenentbindung von einer Vakuumextraktion.

Was ist eine Saugglockengeburt?

Bei einer Saugglockengeburt, auch Vakuumextraktion genannt, befestigt der Gynäkologe eine Saugglocke am Kopf des Babys und zieht während der Wehen leicht daran. Dies wird nur im Notfall gemacht und wenn ein Kaiserschnitt nicht mehr möglich ist.

Tritt beispielsweise ein Geburtsstilstand ein, wenn das Köpfchen des Babys schon am Beckenausgang liegt, stellt die Saugglocke eine Möglichkeit dar, das Baby schnell nur Welt zu bringen. Ansonsten droht dem Baby ein Sauerstoffmangel.

Ist eine Saugglockengeburt eine natürliche Geburt?

Bei einer Saugglockengeburt spricht man von einer assistierten Geburt. Die Saugglocke wird auch ausschliesslich eingesetzt, wenn die Mutter bereits eine PDA hatte. Wenn das Köpfchen des Babys geboren ist, wird die Saugglocke entfernt, und das Baby kann normal entbunden werden.

So sieht eine Saugglocke am Beispiel einer Puppe aus.
So sieht eine Saugglocke am Beispiel einer Puppe aus. © Getty Images, Tamas Gabor

Wie gefährlich ist die Saugglockengeburt?

Es kann vorkommen, dass das Neugeborene leichte Schwellungen am Kopf bekommt, wobei auch ein Bluterguss oder kleinere Verletzungen der Kopfhaut möglich sind. Prinzipiell sind diese Erscheinungen eher harmlos und sollten nach wenigen Tagen nicht mehr sichtbar sein.

Die Durchführung einer Saugglockenentbindung kann ohne Dammschnitt erfolgen, aber es kann dennoch zu Verletzungen bei der werdenden Mutter kommen, so beispielsweise durch eine so genannte Ruptur, also einen Riss in der Scheide.

Hebammen berichten, dass Kinder nach einer Saugglockenentbindung starke Spannungen haben, welche durch den Druck des Vakuums am Kopf ausgelöst werden. Allgemein wird empfohlen, beim Neugeborenen eine Kraniosakral-Behandlung durchzuführen, um diese Spannungen zu lockern.

Beeinflusst eine Saugglockengeburt die Kopfform?

Die Saugglockengeburt hat keinen Einfluss auf die Kopfform deines Babys. Die Schwellung, welche die Saugglocke auf dem Kopf des Babys hinterlässt, wird nach wenigen Tagen abklingen und ist harmlos.

Die Geburtszange: Eine Alternative zur Saugglocke?

So sieht eine Geburtszange aus.
So sieht eine Geburtszange aus. © Getty Images, Senkumar Alfred

Wenn eine Entbindung nicht auf natürlichem Wege zu Ende geführt werden kann, ist neben der Saugglocke auch die Geburtszange ein mögliches Hilfsmittel. Diese birgt aber auch Risiken für Mutter und Kind. Deswegen findet die Geburtszange nur noch selten Verwendung. Lese in unserem Artikel mehr darüber.