Voraussetzungen und Risiken einer in-vitro-Fertilisation

Voraussetzungen und Faktoren für eine erfolgreiche IVF:

  • Beide Partner müssen mit der In-Vitro-Fertilisation (IVF) einverstanden sein.
  • Beratungen über die medizinischen, psychischen und sozialen Aspekte der IVF durch einen Arzt, der die Behandlung nicht selbst durchführt (in der Regel durch den Haus"-Gynäkologen) sind Pflicht des Paares.
  • Bei der IVF dürfen nur so viele Eizellen befruchtet werden, wie innerhalb eines Zyklus übertragen werden können, maximal drei.
  • Hat die vorausgegangene Follikelpunktion überschüssige unbefruchtete Eizellen ergeben, dürfen diese für einen späteren Befruchtungsversuch eines folgenden Behandlungszyklusses eingefroren werden. Das Einfrieren oder Weiterkultivieren von bereits geteilten Embryonen (= Zweizellern) ist bis auf wenige gesonderte Ausnahmen verboten. Damit soll vermieden werden, dass Embryonen zu anderen Zwecken entnommen werden als zur Fortpflanzung.
  • Jegliche Eingriffe am In-Vitro-Embryo, die nicht seiner Erhaltung dienen, sind verboten.
  • Ei- und Samenzellen dürfen nur von den Ehepartnern verwendet werden.
  • Die Durchführung einer IVF darf nur durch entsprechend ermächtigte Ärzte oder unter Aufsicht derselben von statten gehen.
  • Negativer HIV-Status beider Partner.
  • Immunität gegenüber der Viruserkrankung Rötel bei der Frau (durchgemachte Erkrankung oder erfolgte Impfung).
  • Die Frau sollte jünger als 40-jährig sein.

 

 

Sprechzimmer

Faktoren, die den Erfolg einer IVF beeinflussen können:

  • Die Schwangerschaftsrate nach IVF ist in hohem Masse von der Störung, die zur Sterilität führt abhängig.
  • Ein zweiter wichtiger Faktor ist das Alter der Frau. Jüngere Frauen haben grössere Chancen, dass die Befruchtung klappt.
  • Die Schwangerschaftsraten werden mit ca. 25% pro Transfer angegeben. Da man aber damit rechnen muss, dass ca. 20% der Schwangerschaften in einer meist frühen Fehlgeburt enden, liegt die Rate der Frauen, die tatsächlich ein Kind bekommen, bei ca. 20% pro Versuch.

 

 

Risiken:

  • Durch die Eizellentnahme kann es zu Verletzungen von Gefässen, Darm und Nerven kommen.  Da der Eingriff aber unter Ultraschallkontrolle erfolgt, sind solche Komplikationen sehr selten.
  • Die Zahl der Eileiterschwangerschaften ist im Gegensatz zu natürlich erfolgten Schwangerschaften deutlich erhöht. Sie beträgt etwa 5% der künstlichen Befruchtungen.
  • Es kann zu Mehrlingsschwangerschaften, Eileiterschwangerschaften, Fehl- oder Frühgeburten kommen.
  • Studien haben ergeben, dass sowohl Frauen wie Männer auf die Behandlung mit psychischen Problemen reagieren.
  • Es können  bei der Frau als Folge der Behandlung Nebenbeschwerden auftreten wie z.B. depressive Verstimmungen, Herzrhythmusstörungen, Brustspannen.

 

Quelle: Sprechzimmer

Weitere Artikel zu diesem Thema

«Adoption - die Kinder fehlen»

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter