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Kinderzimmer einrichten und gestalten: Tipps für eine hübsche Wohlfühloase

Die Kinderzimmer in Katalogen und Prospekten sind stets hübsch eingerichtet, sehen aufgeräumt aus und versprühen viel Charme. Doch in der Realität wirken Kinderzimmer oft zusammengewürfelt. Die besten Tipps, wie Eltern Stil, Gemütlichkeit und Ordnung ins Kinderzimmer bringen. 

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Das Zimmer Ihres Kindes soll hell, hübsch und gemütlich aussehen? Wir zeigen Ihnen, was Sie dafür bei der Einrichtung beachten müssen. Bild: evenytamagneko, Getty

Direkt zu den einzelnen Tipps:

Viele Eltern kennen das Gefühl, dass die Kinderzimmer in den Katalogen und Hochglanz-Magazinen irgendwie immer gemütlicher aussehen als die im eigenen Haushalt. Und so sehr man sich auch mit hübschen Dekorationen und DIY-Ideen bemüht, das Kinderzimmer ansprechend zu gestalten – das kleine Kinderzimmer will sich einfach nicht so recht in diese gemütliche Wohlfühloase verwandeln, die einem vorschwebt. Das eigene Kinderzimmer wirkt häufig zu dunkel, zu chaotisch oder zusammengewürfelt. Doch das können Sie ändern.

Wir verraten Ihnen, wie Sie die Möbel sinnvoll auswählen und anordnen und es mit den richtigen Farben, Lichtverhältnissen, Wandgestaltung und Textilien schaffen, das Zimmer stilvoll und gemütlich wirken zu lassen. Wichtig: Unabhängig davon, wie kreativ und hübsch das Zimmer aussieht – es soll dem Kind vor allem das Gefühl geben, dass dieser Raum ein Ort ist, wo es sich geborgen fühlen darf und wo es zu Hause ist.

7 Tipps: Das Kinderzimmer schön gestalten und sinnvoll einrichten

1 Funktionen des Zimmers festlegen

Bevor Sie Möbel im Kinderzimmer platzieren, sollten Sie sich über die Funktionen des Kinderzimmers im Klaren sein. Möchten Sie, dass das Kind hauptsächlich in seinem Zimmer spielt oder räumen sie Ihrem Kind in der Stube eine Ecke frei? Soll der Nachwuchs die Möglichkeit haben, an einem Tischchen oder an einer Papierrolle an der Wand zu zeichnen? Braucht es eine Sitzecke, wo das Kind in aller Ruhe ein Büchlein anschauen kann? 

Bringen Sie diese Wunschliste zu Papier. Später verteilt man den einzelnen Stichworten Prioritäten, die einem beim Einrichten und der Budgeteinteilung Orientierung bieten. Prüfen Sie auch, ob bereits vorhandenes Mobiliar diesen Funktions-Anforderungen standhält. 

2 Roter Faden bei der Einrichtung 

In der Einrichtung soll ein klarer «roter Faden» erkennbar sein, damit aus dem Babyzimmer oder Kinderzimmer eine optische Einheit wird. Dies erreicht man, indem man die Möbel alle von der gleichen Serie kauft oder wenn sich eine Farbe in kleinen Details widerspiegelt. Zudem sollte die Dekoration farblich zum Gesamtkonzept passen. Zu viele verschiedene Stile und viele grossflächige Deko-Elemente in unterschiedlichen Farben wirken rasch wild und chaotisch.

3 Möbel und deren Anordnung

Sinnvoll sind Möbel, die dem Wachstum des Kindes angepasst werden können. Ein Bett beispielsweise, das vom Babybett zum Kinderbett umfunktioniert werden kann. Spiel- oder Arbeitstische und Stühle sollten in der Höhe verstellbar und ergonomisch gestaltet sein, damit das Kind korrekt sitzt. Wickelkommoden können später als normale Kommode weiterverwendet werden. Sie sollten eine bestimmte Höhe haben, damit man beim Wickeln aufrecht stehen kann.

Tipp: Mit Accessoires kann das Zimmer dem Alter des Kindes angepasst werden. Vorhänge, Teppiche, Lampen etc. eignen sich dazu. Schaffen sie Rückzugsorte für Kinder, zum Beispiel unter einem Hochbett, mit Stoffbahnen oder flexiblen Raumteilern.

Eine weitere Idee: Schaffen Sie bei der Möbelanordnung Inseln. Stellen Sie die Möbel im Kinderzimmer nach ihrer Funktion zusammen. So kann eine Insel beispielsweise dem Ankleiden und der Hygiene gewidmet sein. Dies bedeutet, dass Sie den Wickeltisch am besten mit dem Schrank oder der Kommode gruppieren. Der Insel-Effekt lässt sich verstärken, indem man beispielsweise das Tischchen und die Stühle mit einem farbigen Teppich unterlegt.

Stellen Sie das Kinderbett so hin, dass das Kind einen freien Blick auf die Türe hat. Dies gibt ihm eine innere Sicherheit. Der Schreibtisch sollte so platziert sein, dass man den Überblick des Raumes hat. Dabei sollte eine Kante die Wand berühren. Eine gute Idee ist beispielsweise, den Tisch mit der kürzeren Kante zur Wand zu stellen und die «Konzentrations-Insel» mit einem Raumtrenner (zum Beispiel einem Sideboard) abzuschliessen. Das Sideboard sollte aber nur so hoch sein, dass man es sitzend noch gut überblicken kann. Ein zimmerhoher Kleiderschrank wirkt wie eine Wand und eignet sich nicht als Raumtrenner. 

4 Ordnung halten

Halten Sie Ordnung. Ein aufgeräumtes Zimmer wirkt optisch ruhiger und man fühlt sich wohler, wenn das Auge durch die Farben und die Gruppierung gelenkt wird, statt dass es an den vielen Details der Spielzeuge hängen bleibt, die offen in einem Regal rumstehen. Überlegen Sie sich ein Ordnungssystem, das alltagstauglich ist – zum Beispiel eine grosse Kiste, in die man vor dem Schlafengehen alle Spielzeuge reinlegen kann. Regale mit Boxen oder andere Möbelstücke mit Stauraum, in denen Kinder das Spielzeug verstauen können, eignen sich ebenfalls sehr gut.

5 Die richtige Beleuchtung

Licht ist in einem Raum nebst der Einrichtung ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Achten Sie im Kinderzimmer darauf, dass das Licht nicht zu grell oder zu dunkel ist. Ein Problem ist vielfach, dass sich der Lampenanschluss in vielen Schweizer Wohnungen in der Raummitte befindet. Doch dort steht oft nichts, also ist die Lichtquelle am falschen Ort. Gerade wenn das Kind seine Hausaufgaben im Zimmer erledigen soll, ist dies ungünstig. Denn wie man den Schreibtisch auch stellt, macht sich das Kind so immer selbst Schatten.

Tipp: Verteilen Sie das Licht! Ziehen Sie die Hauptlampe nach Möglichkeit mit einem Kabel über den Schreibtisch. Dunkle Ecken lassen sich mit einer Ständerlampe optisch freundlicher gestalten. Hier ist es praktisch, wenn das Zimmer über geschaltete Steckdosen verfügt.

6 Stimmung schaffen mit Farben

Bringen Sie Farbe ins Zimmer! Eine farbige Wand hat einen grossen Einfluss auf die Raumwirkung. Gut eignen sich fürs Kinderzimmer und die Wandgestaltung ruhige Farben in Pastelltönen. Setzen Sie die Farben mit Bedacht ein: Einrichtungsprofis arbeiten in der Regel mit vier Farben pro Raum. Der Boden bildet eine Farbe, weisse Wände bereits eine zweite. Streicht man eine Wand mit einer Buntfarbe an, bildet diese Wandfarbe die sogenannte Begleitfarbe. Die vierte und letzte Farbe sind die Farbakzente. In einem Kinderzimmer bilden meist die bunten Spielzeuge und Kuscheltiere diese erfrischenden Farbtupfer.

7 Wärme im Raum durch Teppiche

Im Kinderzimmer sollte man kalte Materialien vermeiden. Dazu gehören etwa Parkettboden oder Laminat. Obwohl der Spannteppich seit einigen Jahren ziemlich verpönt ist, ist er nach wie vor die beste Variante für ein Kinderzimmer. Er bringt Farbe ins Zimmer, strahlt Wärme aus und es fühlt sich angenehm an, darauf zu spielen und zu sitzen. Ein zusätzliches Plus: Der Lärmpegel durch die Spielzeuge verringert sich deutlich. Hygienische Bedenken, etwa wegen Hausstaubmilben, braucht man nicht mehr zu haben, denn mit den heutigen Pflegeprodukten lässt sich das Problem gut eindämmen. Der Wohlfühl-Atmosphäre steht also nichts mehr im Weg.

Tipp: Wer Spannteppiche nicht mag, kann auch mit einem losen Teppich arbeiten. Dabei sollte der Teppich so gross sein, dass das Kind gut darauf spielen kann, ohne gleich am Teppichrand zu sein. Auch Kissen oder ein Baldachin aus Stoff wirken heimelig. Aber Achtung: Ein Baldachin oder ein Tipizelt verkleinern den Raum optisch. Sie sind in kleinen, niedrigen Räumen nicht empfehlenswert.