Babyphone App: Die Ruhe im Kinderzimmer trügt

Eine Babyphone-App ist weitaus günstiger als ein herkömmliches Babyphone. Doch ist sie auch genauso gut? Unser Praxis-Test zeigt: Der Kinderhütedienst auf dem Smartphone ist mit Bedacht zu bedienen.

Ein gutes Babyphone sollte melden, wenn das Kind aus dem Schlaf erwacht.

Ein gutes Babyphone sollte melden, wenn das Kind aus dem Schlaf erwacht. Bei den getesteten Babyphone Apps würde das nicht immer zuverlässig funktionieren. (Bild: A Grigorjeva/iStock, Thinkstock)

Das Kind schläft tief und fest und draussen lädt ein lauer Sommerabend zum Verweilen bei den Nachbarn ein. Doch wird das Baby auch durchschlafen, wenn die Eltern das Haus verlassen haben? Hier hilft ein Babyphone, damit die Eltern ruhigen Gewissens rausgehen können. Denn ein gutes Babyphone meldet, wenn das Kind aufwacht und nach den Eltern ruft. Das aber kostet, deshalb zögern viele Eltern den Kauf hinaus und haben dann keines zur Hand, wenn sie es bräuchten.

Fast in jedem Haushalt findet sich heute jedoch ein Smartphone. Warum also nicht einfach den der Schlaf des Kindes mit einer Babyphone-App überwachen? Es klingt wie die Leichtigkeit des Seins – Smartphone zücken, App herunterladen, installieren und fertig ist das Babyphone. Kostenpunkt: eine Handvoll Franken. Doch bereits beim Installieren kommen erste Zweifel auf: Wie zuverlässig sind die Apps? Was passiert mit den Daten, die man so aus dem Kinderzimmer ins Netz übermittelt? Und was, wenn die Nachbarn draussen schlechten Handyempfang haben oder die eigene WLAN-Verbindung nicht bis in den Garten reicht?

Babyphone-App: meist zwei Smartphones notwendig

Wir wollten wissen, ob die Schlafüberwachung per Smartphone tatsächlich eine Alternative zum herkömmlichen Babyphone ist und haben stellvertretend für die Vielzahl der Angebote drei Apps getestet:

  • Babyphone Duo (VoIP) und Babyphone Deluxe von Kirstin Hofkens (nur für iOs, Fr. 4.00, resp. Fr. 3.00)
  • Babyphone von Annie von Master App Solutions (für iOs und Android, kostenloser Download mit 30 Gratis-Minuten, danach kostet es Fr. 9.00)
  • WiFi Baby Monitor App von Pappenmeier Software UG (nur für Android, kostenlose Lightversion, Vollversion Fr. 3.75)

Bei den meisten der getesteten Apps braucht man zwei Smartphones oder Tablets, die man über die App miteinander verbindet. Einzig «Babyphone Deluxe» von Kirstin Hofkens bietet die Möglichkeit, sich auf einer beliebigen Telefonnummer (auch Festnetz) informieren zu lassen, wenn das Kind unruhig wird – theoretisch. Mehr dazu, ob dies eine gute Alternative bei schlechtem Handyempfang ist, später in diesem Text. Bei der zwei-Geräte-Lösung stellt man ein Smartphone ins Kinderzimmer – am besten im lautlos-Modus, damit eingehende Anrufe oder Nachrichten das Kind nicht wecken. Das zweite Gerät nehmen die Eltern zur Überwachung mit.

Die Babyphone-Apps im Praxistest

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