Baby im Sitzen: Alles gut im Blick

Irgendwann ist Ihr Baby nicht mehr damit zufrieden, einfach nur zu liegen. Es möchte sehen, was um es herum passiert. Im Sitzen entgeht Ihrem neugierigen Baby nichts mehr. Verständlich, dass Sie es dabei unterstützen wollen. Zu viel kann aber schädlich für Ihr Kleines sein.

Im Sitzen hat Ihr Baby die Hände frei zum Spielen.

Kann Ihr Baby erst selbstständig sitzen, eröffnen sich ihm ganz neue Perspektiven. Foto: Hemera, Thinkstock

Es kann frustrierend sein, wenn man sehen möchte, was gerade passiert und den Kopf noch nicht genügend drehen und wenden kann. Wer versteht das nicht? Ihrem Baby ergeht es gegen Ende des ersten halben Jahres wahrscheinlich ganz genau so und sicher werden Sie es jetzt ab und zu unzufrieden jammern hören.

Denn mit fünf bis sechs Monaten findet Ihr Baby alles spannend, was in seiner Umgebung passiert, hat aber noch nicht die Fähigkeit, sich selbst hinzusetzen, um alles genau zu verfolgen. Zwar kann es mittlerweile den Kopf heben, sich vielleicht auch schon drehen oder sogar robben, aber erst im Sitzen kann sich Ihr Säugling einen richtig guten Überblick verschaffen.

Wie Babys das Sitzen lernen

Damit Ihr Baby selbstständig sitzen kann, müssen die Rücken-, Nacken- und Bauchmuskulatur kräftig genug sein. Ausserdem muss Ihr Kleines die Balance halten, damit es nicht aus der Sitzhaltung wieder umfällt, wie Sie das mit Sicherheit bei den ersten Sitzversuchen beobachten werden. Mit sieben bis acht Monaten können die meisten Babys zumindest für eine kurze Zeit ohne Hilfe sitzen, wobei sie mit zunehmender Praxis immer sicherer werden. Zunächst wird Ihr Baby noch die Hände zum Abstützen benötigen. Mit ein bisschen Übung wird es die Hände jedoch bald zum Spielsachen halten oder Essen in den Mund stecken benutzen können.

Wie Ihr Kind sitzt, ist übrigens nicht bei allen Kindern gleich. Am meisten verbreitet ist es, wenn das Baby beide Beine von sich streckt und auf diese Weise die Balance hält. Doch auch andere Sitzweisen sind völlig normal. Aufpassen sollten Sie jedoch, wenn Ihr Baby oft im umgekehrten Schneidersitz sitzt. Dabei werden die gebeugten Beine nach aussen gedreht. Diese Sitzhaltung kann sich negativ auf die Entwicklung der Hüftgelenke auswirken. Stellen Sie also fest, dass sich Ihr Baby  vorwiegend so setzt, sollten Sie es bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung ansprechen.

Ebenfalls sollten Sie Ihrem Kinderarzt gegenüber erwähnen, wenn Ihr Baby mit etwa sechs Monaten noch nicht den Kopf hochhalten und sich auf seinen Armen abstützen kann. Ansonsten gilt beim Sitzen lernen, was bei allen Entwicklungsschritten der Fall ist: Jedes Baby entwickelt sich in einem unterschiedlichen Tempo. Manche Babys sitzen mit reichlich sieben Monaten schon ganz selbstständig und freihändig, während es bei anderen erst mit einem knappen Jahr soweit ist. Es gibt sogar Kinder, die erst das Aufstehen meistern und sich dann aus der stehenden Position das Sitzen erschliessen.

Nicht zu früh sitzen

Natürlich ist es verständlich, dass Sie Ihr Baby dabei unterstützen wollen, sich hochzusetzen und aktiver an seiner Umgebung teilzunehmen. Besonders wenn Ihr Baby die eingeschränkte Perspektive sehr frustrierend findet, kann die Versuchung gross sein. Damit tun Sie Ihrem Baby aber keinen Gefallen! Ist die Muskulatur Ihres Kindes noch nicht kräftig genug, kann es längerfristig zu Rückenproblemen führen, wenn Sie es zu zeitig in die Sitzhaltung bringen.

Für kurze Zeit ist es kein Problem, Ihr Kleines hinzusetzen. Wenn Sie Ihr sechs Monate altes Baby beispielsweise füttern, können Sie es durchaus für die Dauer der Mahlzeit in einen Hochstuhl setzen. Auch die Babywippe oder der Kinderwagen mit schräger Rückenstellung sind für eine Weile nicht schlimm. Aber längeres Sitzen sollten Sie vermeiden. Ist Ihr Baby dann so weit, wird es sich aus eigener Kraft selbst hinsetzen – und hat dabei ganz nebenbei gelernt, dass es auch Frust und Unzufriedenheit aushalten und sich schliesslich selbst daraus befreien kann.

So können Sie Ihr Baby unterstützen

Trotzdem können Sie Ihr Baby beim Sitzen lernen unterstützen. Viele Babys lieben es, wenn Sie Ihre Hände hinhalten und sie sich daran hochziehen können. Damit werden auch die Rücken- und Bauchmuskeln trainiert, die Ihr Kind zum Sitzen benötigt.

Für das Sitzen ist es sehr wichtig, dass Ihr Baby Kontrolle über seine Kopfbewegungen hat. Geben Sie Ihrem Säugling daher viel Gelegenheit, seine Nackenmuskeln zu stärken, indem Sie es oft in die Bauchlage legen. Wenn Sie dann noch spannende Spielsachen vor sein Gesicht halten, wird es den Kopf neugierig heben und versuchen, mit den Dingen zu spielen.

Spieltipp: Spieglein, Spieglein auf dem Boden

Die meisten Babys finden ihr eigenes Spiegelbild faszinierend. Bekleben Sie eine grosse Pappe mit Spiegelfolie, die es im Bastelgeschäft gibt, und legen Sie Ihr Baby auf den glitzernden Untergrund. Ihr Baby wird nun viel Freude daran haben, sein Köpfchen zu heben und sich auf seinen Armen abzustützen, um einen guten Blick auf dieses interessante Wesen auf dem Fussboden zu bekommen - und trainiert dabei ganz nebenbei seine Nackenmuskulatur.

HiPP

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