Kinderhochstuhl: Standfest und mitwachsend sollte er sein

Das Baby auf dem Schoss zu füttern, ist oft eine mühsame Angelegenheit. Sobald das Kleine sicher sitzen kann, geht es dank Kinderhochstuhl komfortabler zu. Wer langfristig Freude am Kinderhochstuhl haben will, sollte beim Kauf einige Kriterien beachten. Vor allem die Sicherheit ist wichtig.

Dem Baby gefällt es auf dem Kinderhochstuhl.

MIt dem Kinderhochstuhl kann das Baby zusammen mit den Grossen Mittagessen. Bild: Hemera-Thinkstock

Sieben Monate ist Benjamin erst alt – und schon stolz wie Oskar. Nicht nur, weil er schon selbstständig aufrecht sitzen kann. Nein, nun hat er auch einen eigenen Kinderhochstuhl, mit dessen Hilfe er wie ein Grosser mit der Familie zusammen zu Mittag essen darf! Ist der Kinderhochstuhl mit Bedacht ausgewählt, macht sich die Investition lange Zeit bezahlt.

Sicherheit ist «A und O»

Das wichtigste Kriterium beim Kauf eines Kinderhochstuhls heisst «Sicherheit». Vor allem muss der Kinderhochstuhl ausserordentlich standfest sein. Er darf weder umkippen, wenn das Kind am oder im Kinderhochstuhl herum klettert, noch wenn sich das Kind im Sitzen mit beiden Füssen von der Tischplatte abstösst. Klar, dass der Kinderhochstuhl auch so beschaffen sein muss, dass das Baby oder Kleinkind nicht unter dem Sicherheitsbügel durchrutschen kann. Stabile Bauch- und Schrittgurte können ein solches Durchrutschen wirkungsvoll verhindern. Darüber hinaus muss die Rückenlehne so hoch sein, dass sie nach hinten sicheren Halt bietet und ein Überkippen verhindert. Sinnvoll ist es, auf das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) zu achten. Es zeigt an, dass der Kinderhochstuhl von einer unabhängigen Stelle geprüft wurde.

Viele Kinder sitzen noch mit zehn Jahren gern in ihrem Kinderhochstuhl, vorausgesetzt, er ist mit ihnen mitgewachsen. Wer so langfristig plant, sollte einen Kinderhochstuhl wählen, dessen Sitzfläche und Fussstütze verstellbar sind. Ebenso müssen Babybügel und Abstützungen im Rücken abmontierbar sein. Wichtig ist, auch auf eine abnehmbare Polsterung zu achten.

Kinderhochstuhl: Diese Modelle haben sich in Tests bewährt

Am besten und längsten sind Kinder in mitwachsenden Stühlen untergebracht, also in sogenannten Treppenstühlen. Grundsolide ist der Kinderhochstuhl von Stokke, Modell «Tripp Trapp». «Er zeigt, dass man sowohl im Praxistest als auch in der Schadstoffprüfung bestehen kann», so die Zeitschrift Ökotest, die 2011 zehn Modelle testete. «Tripp Trapp» belegte hier den zweiten Platz mit einem «gut». Bei der letzten Untersuchung der Stiftung Warentest bekam «Tripp Trapp» sogar den besten Platz zugesprochen, ebenfalls mit der Note «gut». «Einfach Sitz und Fussstütze in die unterschiedlich hohen Kerben an der Innenseite der Stuhlbeine schieben. Fertig», schwärmte die Stiftung Warentest.

Für das Kriterium «Sicherheit» vergab Ökotest dem Haba-Kinderhochstuhl sogar ein «sehr gut». Allerdings gab es für den Formaldehydgehalt in der Rückenlehne Punkte-Abzüge. Mit befriedigenden Noten gingen «Geuther swing 2355 natur», «Hauck alpha natur», «Leander Hochstuhl natur und Sicherheitsbügel» sowie «Moizi 2 Buche geölt/gewachst + Bügel» aus dem Test hervor.

Tisch-Stuhl-Kombinationen und Schalensitze

Beim Rundgang durch den Babyfachmarkt erscheinen auch Tisch-Stuhl-Kombinationen interessant. Ihr Vorteil: Sie sind aus zwei Elementen zusammengesetzt, die man nicht nur als Hochstuhl, sondern auch als kleinen Tisch mit kleinem Stuhl nebeneinander verwenden kann. Solche Modelle sind allerdings nur wenige Jahre für Kinder passend. Das «Herlag Kombi-Set» erhielt dennoch von der Stiftung Warentest die Note «gut».

Wer das Baby schon auf einem Kinderhochstuhl wünscht, bevor es selbstständig sitzen kann, wählt einen Schalensitz. Er lässt sich stufenweise nach hinten neigen, sodass das Baby darin nahezu liegen kann. In der Untersuchung der Stiftung Warentest schnitt «Peg Pérego Prima Pappa Diner» mit einem «gut» ab. Sobald das Kind 23 Kilogramm wiegt, hat dieser Kinderhochstuhl allerdings ausgedient.

Sicherheitstipps für den Gebrauch

  • Kind niemals unbeaufsichtigt im Hochstuhl zurücklassen
  • in unmittelbarer Griffnähe zum Kind sitzen
  • Gurtsysteme gemäss der Anleitung verwenden
  • Hochstuhl nicht in die Nähe von elektrischen Geräten, Fenstern, Balkon, Wänden, Regalen und Gardinen stellen
  • Regeln mit dem Kind einüben, z. B.: «Nicht im Hochstuhl aufstehen!/Nicht von aussen hochklettern!»
  • Rollen fixieren
  • zierliche Kinder benötigen Sitzverkleinerer und Gurt
  • defekte Hochstühle nicht verwenden
  • ggf. Gurtsysteme nachrüsten

(Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V.)

 

Benjamin ist jedenfalls zufrieden. Von seinem Kinderhochstuhl aus kann  er nun schon selbst die Schale mit den Kartoffeln erreichen und ganz alleine essen! Klar, dass er bereits viele Ideen hat, was er da oben sonst noch so anstellen könnte - zum Glück ist sein Kinderhochstuhl besonders standsicher.

Weitere Informationen:

Checkliste Kinderhochstuhl: kindergesundheit-info.de

Mehr zum Thema Kinderausstattung gibt es auch in diesem Dossier.

HiPP

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