Pickel im Gesicht: Das hat es mit Babyakne auf sich

Es scheint unfair: Da ist Ihr Baby gerade ein paar Wochen alt und schon hat es mit Pickeln zu kämpfen, was doch eigentlich erst in die Teenagerzeit gehört. Keine Sorge, Neugeborenenakne ist völlig harmlos und verschwindet nach ein paar Monaten von selbst wieder. Trotzdem sollten Sie ein paar Dinge beachten.

Babyakne sieht zwar nicht schön aus, ist aber harmlos.

Babyakne ist zwar nicht schön, aber harmlos. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Viele Eltern sind besorgt, wenn sie bei ihrem Kind einen Ausschlag bemerken. Schliesslich kann ein Hautausschlag ein Anzeichen für eine Erkrankung sein. Nicht bei allen Hautveränderungen steckt jedoch eine Infektionskrankheit dahinter, die behandelt werden muss.

Wenn Sie in den ersten Lebenswochen bei Ihrem Baby kleine rote Pickelchen mit einem gelben Knötchen in der Mitte bemerken, dann handelt es sich dabei wahrscheinlich um Babyakne. Andere Bezeichnungen, die allerdings das Gleiche beschreiben, sind Neugeborenenakne, Akne neonatorum oder Neugeborenen-Exanthem. Meist treten die Pickel vor allem im Gesicht auf. Sie können sich jedoch auch bis zum oberen Brustkorb ausbreiten.

Woher kommt die Babyakne?

Wie die Teenagerakne liegt auch die Ursache der Babyakne in hormonellen Umstellungen. In den letzten Schwangerschaftsmonaten bildet die Mutter vermehrt Hormone, die dem Baby bei der Entwicklung der Lunge und des Immunsystems helfen. Diese Hormone wirken auch auf die Talgdrüsen. Nach der Geburt kommt es zu einer Umstellung des Hormonhaushaltes beim Baby. Dabei kann es zu einer Überproduktion der Talgdrüsen kommen, was sich in den typischen Pickeln zeigt. Neuere amerikanische Studien vermuten zudem einen Zusammenhang zwischen der Babyakne und Medikamenten, die während der Stillzeit eingenommen wurden.

Knaben haben mit dieser Umstellung mehr zu kämpfen und sind deshalb häufiger von Neugeborenenakne betroffen. Verschlimmern können sich die Symptome durch Hitzeentwicklung wie Fieber oder zu warme Kleidung, unsachgemässe Hautpflege oder Hautirritationen, die durch Speichel oder Milch hervorgerufen werden.

Das hilft bei Neugeborenenakne

Babyakne ist völlig harmlos und bereitet Ihrem Baby in der Regel keine Probleme. Nach spätestens drei bis vier Monaten sind die Pickelchen meist völlig verschwunden. Viel helfen können Sie dabei nicht. Im Gegenteil: Weniger ist hier mehr, denn sonst können sich die Symptome noch verschlimmern. Ein Arztbesuch ist bei Babyakne normalerweise nicht nötig. Bereiten Ihnen die Pickel jedoch Sorgen, dann sollten Sie das Problem bei Ihrer Mütterberaterin, Nachsorge-Hebamme oder beim Kinderarzt ansprechen.

Zur Pflege ist es am besten, wenn Sie die betroffenen Stellen nur mit lauwarmem Wasser abwaschen. Mehrmals in der Woche können Sie auch zusätzlich eine milde feuchtigkeitsspendende Seife verwenden. Manche Hebammen und Hautärzte empfehlen zudem Olivenöl oder eine Ringelblumensalbe. Gehen Sie jedoch sparsam damit um. Zu viele Lotionen und Öle können einen gegenteiligen Effekt erzielen. Parfümierte Pflegeprodukte sollten Sie jetzt vermeiden.

Auf keinen Fall sollten Sie die Pickel ausdrücken, da es sonst leicht zu Entzündungen kommen kann. Auch Pflegeprodukte, die für Aknefälle im Teenageralter bestimmt sind, gehören auf keinen Fall an die Haut Ihres Babys. Da die Akne nicht durch Schmutz oder Staub ausgelöst wird, sollten Sie zudem übermässiges Reiben und Säubern der empfindlichen Babyhaut vermeiden.

Und noch eine gute Nachricht: Wenn Ihr Baby unter Neugeborenenakne leidet, muss das übrigens nicht heissen, dass es auch als Teenager besonders schwer mit Akne zu kämpfen hat. Auch wenn Sie selbst als Teenager von Akne betroffen waren, erhöht das nicht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind an Babyakne leidet.

Unterschied zwischen Babyakne und Säuglingsakne

Im Zusammenhang mit Babyakne fällt auch manchmal der Begriff Säuglingsakne. Dabei handelt es sich jedoch um zwei verschiedene Dinge. Während die Baby- oder Neugeborenenakne in den ersten Lebenswochen auftritt, macht sich Säuglingsakne meist zwischen dem dritten und sechsten Monat bemerkbar. Im Gegensatz zur beschwerdefreien Babyakne kann die Säuglingsakne sehr stark jucken und eventuell Narben hinterlassen. Ausserdem hält die Säuglingsakne länger an als die Babyakne und sollte auch behandelt werden. Falls Sie vermuten, dass Ihr Baby an Säuglingsakne leidet, ist deshalb ein Arztbesuch empfehlenswert. Ihr Arzt kann Ihnen – je nach Schwere der Akne – entzündungshemmende Mittel oder Antibiotika verschreiben.

Ähnlich, aber nicht das Gleiche: Hautgriess oder Milien

Babyakne ist nicht die einzige Hauterscheinung, die bei Ihrem Neugeborenen durch die Hormonumstellung auftreten kann. Bei Hautgriess, auch Milien genannt, kommt es zu weissen Kügelchen unter der Haut, besonders im Gesicht und auf den Schultern. Der Höhepunkt ist meist um die dritte Lebenswoche herum. Wie auch bei Babyakne verschwindet der Milchgriess nach ein paar Wochen von allein wieder.

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HiPP

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