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Was Neugeborenenakne ist und was Sie gegen die Pickelchen tun können

Bei Neugeborenenakne bilden sich im Gesicht des Babys rote Pickelchen mit gelben Knötchen in der Mitte. Die Ursache liegt in hormonelle Umstellungen nach der Geburt, weswegen die Akne auch in den ersten Lebenswochen auftritt. Sie muss nicht ärztlich behandelt werden. Oft hilft es, die betroffenen Stellen mit lauwarmem Wasser zu waschen. Wir erklären, was Sie sonst noch beachten sollten. 

Ein Säugling leidet an Neugeborenenakne.

Die Pickelchen der Neugeborenenakne sind harmlos und verschwinden nach etwa vier Monaten wieder. Bild: tatyana_tomsickova, Getty Images

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Bei Neugeborenenakne handelt es sich um kleine rote Pickel mit gelben Knötchen in der Mitte. Sie tritt in den ersten Lebenswochen des Babys auf und muss meist nicht ärztlich behandelt werden. 
  • Der Grund für Neugeborenenakne liegt in hormonellen Umstellungen. Mehr dazu.
  • Bei Neugeborenenakne hilft es, die betroffenen Stellen mit lauwarmem Wasser oder einer milden feuchtigkeitsspendenden Seife zu waschen. Wichtig: Drücken Sie die Pickel nicht aus, sonst entzünden sie sich! Hier erfahren Sie mehr.
  • Nebst Neugeborenenakne können Babys auch an Hauterscheinungen wie Milien oder Säuglingsakne leiden.

Was ist Neugeborenenakne? 

Bei Neugeborenenakne handelt es sich um kleine rote Pickel, häufig mit einem gelben Knötchen in der Mitte, die in den ersten Lebenswochen des Babys auftreten können. Meist zeigen sich die Pickel zwischen dem zehnten und vierzehnten Lebenstag sowie beim Wachstumsschub zwischen der vierten und sechsten Lebenswoche. Diese Art von Akne wird auch Babyakne genannt. Babyakne ist völlig harmlos und bereitet Ihrem Baby in der Regel keine Probleme. Nach spätestens drei bis vier Monaten sind die Pickelchen meist völlig verschwunden. Wie Netdoktor.ch schreibt, hinterlässt die Neugeborenenakne keine Narben und musst in den meisten Fällen nicht ärztlich behandelt werden.

Wo am Körper Neugeborenenakne auftreten kann 

Neugeborenenakne tritt vor allem im Gesicht des Babys auf – manchmal so stark, dass das Gesicht wie ein kleiner Streuselkuchen aussieht. Die Pickel können sich teilweise auch bis zum oberen Brustkorb ausbreiten. 

Was sind die Ursachen für Neugeborenenakne? 

Die Ursache der Neugeborenenakne liegt in hormonellen Umstellungen – wie es auch bei der Teenagerakne der Fall ist. In den letzten Schwangerschaftsmonaten bildet die Mutter vermehrt Hormone, die dem Baby bei der Entwicklung der Lunge und des Immunsystems helfen. Diese Hormone wirken auch auf die Talgdrüsen. Nach der Geburt kommt es zu einer Umstellung des Hormonhaushaltes beim Baby und das Verdauungssystem entwickelt sich. Im Darm bilden sich verschiedene wichtige Bakterien, die dafür sorgen, dass überschüssige Hormone durch die Haut ausgeschieden werden. Dies zeigt sich dann in den für die Babyakne typischen Pickeln. Laut Windeln.ch vermuten neuere amerikanische Studien zudem einen Zusammenhang zwischen der Babyakne und Medikamenten, die während der Stillzeit eingenommen wurden.

Knaben haben laut Swissmom mit dieser Umstellung mehr zu kämpfen und sind deshalb häufiger von Neugeborenenakne betroffen. Verschlimmern können sich die Symptome durch Hitzeentwicklung wie Fieber oder zu warme Kleidung, unsachgemässe Hautpflege oder Hautirritationen, die durch Speichel oder Milch hervorgerufen werden.  

Was hilft bei Neugeborenenakne?

Viel helfen können Sie bei Neugeborenenakne nicht. Im Gegenteil: Weniger ist hier mehr, denn sonst können sich die Symptome noch verschlimmern. Ein Arztbesuch ist bei Neugeborenenakne normalerweise nicht nötig. Bereiten Ihnen die Pickel jedoch Sorgen, dann sollten Sie das Problem bei Ihrer Mütterberaterin, Nachsorge-Hebamme oder beim Kinderarzt ansprechen.

Hausmittel, die helfen bei Neugeronenakne

1 Mit Wasser abwaschen: Bei Neugeborenenakne pflegen und reinigen sie die die betroffenen Stellen am besten nur nur mit lauwarmem Wasser.

2 Feuchtigkeit: Mehrmals in der Woche können Sie auch zusätzlich eine milde feuchtigkeitsspendende Seife verwenden. Manche Hebammen und Hautärzte empfehlen zudem Olivenöl oder eine Ringelblumensalbe. Gehen Sie jedoch sparsam damit um. Zu viele Lotionen und Öle können einen gegenteiligen Effekt erzielen.

3 Keine Chemie: Parfümierte Pflegeprodukte sollten Sie jetzt vermeiden.

4 Die Haut muss atmen können: Die Experten von Netdoktor.ch raten auch dazu, auf atmungsaktive Kleidung zu achten, um weitere Hautirritationen zu vermeiden.

Was Sie bei Babyakne vermeiden sollten 

Auf keinen Fall sollten Sie die Pickel ausdrücken, da es sonst leicht zu Entzündungen kommen kann. Auch Pflegeprodukte, die für Aknefälle im Teenageralter bestimmt sind, gehören auf keinen Fall an die Haut Ihres Babys. Da die Akne nicht durch Schmutz oder Staub ausgelöst wird, sollten Sie zudem übermässiges Reiben und Säubern der empfindlichen Babyhaut vermeiden.

Weitere Hauterscheinungen bei Babys

Neugeborenenakne ist nicht die einzige Hauterscheinung, die bei Ihrem Baby durch die Hormonumstellung auftreten kann. Babys können auch unter diesen beiden Hauterkrankungen leiden: 

  Milien: Bei Milien, auch Hautgriess oder Milchgriess genannt, kommt es zu weissen Kügelchen unter der Haut, besonders im Gesicht und auf den Schultern. Der Höhepunkt ist meist um die dritte Lebenswoche herum. Auslöser dafür ist ebenfalls eine Hormonumstellung. Wie auch bei Babyakne verschwinden Milien nach ein paar Wochen von allein wieder.

Säuglingsakne: Neugeborenenakne und Säuglingsakne sind zwei verschiedene Dinge. Säuglingsakne macht sich meist erst zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat bemerkbar. Säuglingsakne kann sehr stark jucken und eventuell Narben hinterlassen. Ausserdem hält die Säuglingsakne länger an als die Babyakne und sollte auch behandelt werden. Der Arzt kann entzündungshemmende Mittel oder Antibiotika verschreiben.