Traditionelle Osterbräuche

Ostereier suchen

Auf die Suche nach Ostereiern oder süssen Leckereien macht sich jedes Kind gerne. Ob im Haus oder Garten; der Osterhase denkt sich oft die verrücktesten Verstecke aus!

So geht es

Wenn Ihre Kinder am Abend vor dem Ostersonntag schon schlafend im Bett liegen, geht es los: Verstecken Sie farbige Eier und Süssigkeiten in verschiedensten Winkeln des Hauses. Wenn für den Sonntag schönes Wetter angesagt ist, dürfen Sie die Verstecke auch gerne bis in den Garten ausweiten. Wichtig ist, dass Sie einige Eier an leicht ersichtlichen Orten verstecken, andere aber auch an schwierigeren Verstecken. So wird die Suche für Ihre Kinder zum kniffligen Abenteuer! Wie wäre es beispielsweise mit Schokolade in Schuhen oder Eiern im Ofen? Vergessen Sie nur nicht, wo Sie die Osterleckereien versteckt haben!

Am nächsten Morgen können Sie sich ans Bett Ihrer Kinder schleichen und sie aufgeregt wecken. Die noch verschlafenen Kinder sind im Nu hellwach, wenn sie hören, dass soeben der Osterhase durch den Garten gehuscht ist. Vielleicht haben Sie hinter den Blumen die langen Ohren gesehen? Oder das buschige Hasenschwänzchen als der Hase unter dem Zaun verschwunden ist? Spielen Sie ruhig mit, wenn Ihre Kinder Sie auf der Suche dabei haben wollen: Suchen Sie an falschen Verstecken und seien Sie ahnungslos.

Woher stammt die Tradition?

Wo und weshalb diese Tradition entstanden ist, weiss leider niemand so genau. Eine wenig verbreitete Erklärung geht auf die Konvertierung der Heiden zum Christentum zurück. Ursprünglich war das Verschenken von Eiern zu «Ostara» nämlich eine heidnische Tradition. Da Bräuche anderer Religionen im Christentum aber nicht gerne gesehen wurden, wurde diese Tradition bald unter Strafe gestellt. Die Heiden liessen sich jedoch nicht von ihrem Ritual abhalten: Um sich nicht erwischen zu lassen, haben sie ihre Eier nicht mehr persönlich verschenkt, sondern auf den Grundstücken ihrer Freunde und Familie versteckt und vergraben. Von da an mussten Eier zu Ostern gesucht werden. In vielen Religionen gilt das Ei als Symbol für die Wiedergeburt. Speziell in der christlichen Religion wird das Osterei als Triumph des Lebens (das Küken) über den Tod (die leblose Schale) gesehen und auf die Wiederauferstehung Jesu nach der Kreuzigung übertragen.
Da Eier zu den verbotenen Nahrungsmitteln während der Fastenzeit gehörten, herrschte während dieser stets eine Überproduktion, deren Produkte danach schnellstens vertrieben werden mussten. Nach einer solch langen Fastenzeit ohne Eier freuten sich die Menschen umso mehr!
 

Das Feuer der Osterkerze

Die Osterkerze ist eine besonders grosse Kerze, die grösstenteils aus aufgehelltem Bienenwachs besteht. Im Gegensatz zu anderen Kerzen ist der Anteil des Bienenwachses besonders hoch (55 Prozent oder mehr). In der Osternacht entzünden Menschen ihre Kerzen an der Osterkerze und tragen das Licht Jesu nach Hause. Unter dem Jahr brennt die Osterkerze nur an Tauf- und Begräbnisfeiern.

So geht es

Informieren Sie sich, wann die Osterkerze in Ihrer Gemeinde entzündet wird und besuchen Sie den Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst dürfen die Kinder ihre eigene Kerze an der Osterkerze anzünden und das Licht nach Hause tragen. Aber Achtung: Es darf nicht auslöschen!

Woher stammt die Tradition?

Die ältesten schriftlichen Zeugnisse, die von einer grossen Osterkerze berichten, stammen aus dem vierten Jahrhundert. Auch in diesem Fall entwickelte sich der Brauch aus einer heidnischen Tradition. Dort war die Osterkerze ursprünglich ähnlich wie die olympische Flamme ein Brandopfer. Bald entwickelte sich im Christentum eine eigene Deutung der Osterkerze: Im reinen «Leib» aus teuerem Bienenwachs sah man ein Sinnbild für die Natur Christi, während die Flamme ein Zeichen der göttlichen Natur und der Wiederauferstehung ist. An Ostern sollte das Feuer nicht von brennenden Tierleibern genährt werden, sondern von edlen und wohlriechenden Elementen wie Wachs.


Osterbrunch

Beim Osterbrunch schmecken hartgekochte Eier und süsse Leckereien besonders gut. Servieren Sie ihren Kindern an diesem Sonntagmorgen doch auch einmal Speisen, die sonst nicht auf dem «Zmorgetisch» landen!

So geht es

Für einen vielfältigen «Zmorgetisch» sollte nicht gespart werden: Kaufen Sie Lachs, Schinken, Käse, Croissants, Birchermüsli und noch vieles mehr. Auch selbstgebackene Osterrezepte kommen nach der Fastenzeit gut an! Besonders schön sieht Ihr Tisch aus, wenn Sie ihn mit Osterdekoration oder Osterbasteleien der Kinder auslegen.

Woher kommt die Tradition?

Früher wurden Eier nach der Fastenzeit in eine orthodoxe oder römisch-katholische Kirche gebracht und im Ostergottesdienst in einer besonderen Zeremonie gesegnet. Die gesegneten Eier waren stets hartgekocht und gefärbt, damit sie sich von ungesegneten Eiern unterschieden. Zunächst verwendete man nur die Farbe rot wie in der Legende der Maria Magdalena. Diese Tradition ist heute nicht mehr üblich, lässt sich aber in Russland und den Balkanländern immer noch finden. Am nächsten Morgen wurden die Eier bei einem reichhaltigen Frühstück gegessen.

Autor: Jasmine Helbling

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