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Wie Sie Weihnachtsstress vermeiden

Alle Jahre wieder rennen kurz vor Weihnachten alle wie wild durch die Stadt auf der Suche nach Geschenken und um letzte Vorbereitungen fürs Fest zu treffen. 7 Tipps, wie Sie dieses Jahr dem Stress entfliehen.

Eine Mutter hilft ihrer Tochter beim Guetzli backen

Macht mit Musse mehr Spass: Wer rechtzeitig mit dem Guetzlibacken beginnt, hat vor Weihnachten weniger Stress. (Bild: Liderina/iStock, Thinkstock)

Laut einer Studie aus Grossbritannien verbringen Hausfrauen im Schnitt 288 Stunden mit Weihnachtsvorbereitungen. Das sind ganze 12 Tage und Nächte. «288 Stunden? Für das bisschen Geschenke einkaufen und Baum aufstellen?», fragen Sie sich? In den meisten Familien ist die Vorbereitung des Weihnachtsfestes Sache der Mutter. Sie kauft die Geschenke ein, dekoriert das Haus, kümmert sich um das leibliche Wohl am Heiligen Abend, backt Guetzli und füllt den Adventskalender. Dieser Berg von Aufgaben sollte gut koordiniert und geplant werden, sonst wandelt sich das Fest des Friedens leicht in ein Fest des Haareraufens.

1. Teamwork gefragt

Die Planung des Weihnachtsfestes sollte Familiensache sein. Deshalb sollten die anfallenden Aufgaben verteilt werden. Die Besorgung der Weihnachtsgeschenke können die Eltern untereinander aufteilen. Wenn sich der Vater absolut nicht dafür begeistern kann, übernimmt er dafür an ein oder zwei Samstagen die Kinderbetreuung. So kann sich die Mutter in aller Ruhe nach Weihnachtsgeschenken umschauen und sich nach getaner Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein gönnen.

2. Aufgaben verteilen

Es sind nicht immer die grössten Aufgaben, die Stress verursachen, sondern zu viele Kleinigkeiten nebeneinander, in denen man sich schnell einmal verzettelt. Mit Hilfstätigkeiten können Kinder und Ehemann unter die Arme greifen: Weihnachtsbriefe zur Post bringen, den Adventskalender füllen oder den Festtagsbesuch vom Bahnhof abholen.

Natürlich soll am Heiligabend alles perfekt sein, damit die Familie in schöner Atmosphäre gemeinsam feiern kann. Aber bis es soweit ist, müssen viele Dinge auf der Weihnachts-To-do-Liste erledigt werden. Fangen Sie schon jetzt damit an.

Vor Weihnachten müssen die Geschenke eingekauft werden.

Kaufen Sie rechtzeitig alle Weihnachtsgeschenke ein. (Bild: seb_ra/iStock, Thinkstock)

3. Geschenke ohne Stress einkaufen

Überlegen Sie vorab, wer alles beschenkt werden soll. Bei den nächsten Verwandten wie Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister und sehr guen Freunden machen Geschenke Sinn. Hier kann man auch schon das Jahr über Ideen sammeln, sich merken, woran die Liebsten Freude haben und dies in einer Liste festhalten. Auf diese Art und Weise können Sie den Menschen, die Ihnen wichtig sind, eine Freude machen - der beste Lohn für den eigenen Aufwand.

Geschenke allein der Tradition wegen?

Manches Hin- und Herschenken ist überflüssig, es hat sich einfach über die Jahre eingebürgert. Bei der Tante etwa, die Ihnen jedes Jahr einen Sack Wolle schenkt, weil Sie in der Jugend gerne gestrickt haben. Im Gegenzug schenken Sie ihr immer die obligate Flasche Wein, ohne zu wissen, ob sie diesen Tropfen überhaupt mag. Sprechen Sie entfernte Verwandte höflich darauf an. Erklären Sie, dass Sie den Weihnachtsbesuch sehr schätzen und sich darauf freuen. Aber die Geschenke sind dabei zweitrangig für Sie.

4. Eine Liste verschafft Übersicht

Erstellen Sie nun eine Liste, wer von Ihnen und Ihrer Familie beschenkt werden soll. Überlegen Sie sich Passendes. Wenn Ihnen die zündende Idee fehlt, fragen Sie andere Familienmitglieder um Rat. Erledigen Sie diese Einkäufe am besten schon in den nächsten Wochen. Sie werden es sich danken! In der Adventszeit sind die meisten Läden schon überfüllt. Ausserdem sind viele Waren im November etwas günstiger zu haben. Die erstandenen Geschenke können Sie sofort im Geschäft einpacken und mit dem Namen beschriften lassen. Legen Sie sich ein «Geschenkelager» zu. So haben Sie alles an einem Platz und müssen vor Weihnachten nicht suchen.

Tipps für Geschenke

Wenn Sie wissen, dass der Neffe grosser Fan einer Fussballmannschaft ist oder die Nichte gerne an ein Musikkonzert möchte und Sie oder Ihr Mann Fussball und Konzerten auch nicht abgeneigt sind, können Sie Karten dafür besorgen. Solche gemeinsamen Aktivitäten sind besonders persönliche Geschenke. Sie können über das Internet bestellt werden und kommen bequem ins Haus. Allerdings sollten Sie, wenn Sie den Beschenkten begleiten, auch Interesse an der Aktivität haben.

Auch Bücher werden teilweise kostenlos ins Haus geliefert.

Wenn grössere Anschaffungen gewünscht werden, wie eine Spielzeugeisenbahn oder ein Barbiehaus, können mehrere Familienmitglieder zusammenlegen. So kann auch ein grosses Geschenk finanziert werden.

5. Dekoration an Weihnachten

Bevor Sie den nächsten Dekoshop aufsuchen - schauen Sie in die Weihnachtskisten. Was haben Sie noch aus den letzten Jahren? Können Sie diese Materialien nochmals verwenden? So schonen Sie Ihre Weihnachtskasse.

Das Haus weihnachtlich zu gestalten ist eine schöne Beschäftigung, die Sie gemeinsam mit Ihren Kindern durchführen können. Niemand erwartet eine perfekte Dekoration wie beim Floristen. Gehen Sie mit Ihren Kindern in den Wald und holen Sie gemeinsam Tannenzweige. Diese sind vielseitig verwendbar. Individuelle Basteleien sind sehr schön und stimmen auf Weihnachten ein. Strohsterne, Fensterbilder aus Tonpapier oder Schneelandschaften aus Watte sind einfach zu fertigen und auch die Allerkleinsten können bereits einbezogen werden.

Tipps für die Dekoration

Eine schnelle Dekoration für den Wohnzimmertisch: Legen Sie einige Zweige und Nüsse in einen Weihnachtsteller. Ihre Kinder können Orangen mit Nelken bestücken. Dies sieht hübsch aus und verbreitet einen angenehmen Duft.

Wenn Sie kleine Kinder haben, sollten Sie bei der Dekoration auf Sicherheit achten. Weihnachtlich glitzernde Dekostücke ziehen Kinder magisch an. Leuchtende Teelichter aus Plastik ersetzen die Originale und sind weniger gefährlich, wenn der Nachwuchs ihnen zu nahe kommt.

Die Freundinnen kommen zum Adventsfrühstück, die Jugendgruppe des Sohnes trifft sich bei Ihnen zur Weihnachtsfeier, Ihre Schwester von ausserhalb kommt zum einwöchigen Besuch - Weihnachten vereint Familie und Freunde. Das ist natürlich sehr schön. Problematisch wird es nur, wenn Sie diese Treffen nicht mehr geniessen können, sondern von einem zum nächsten hetzen. Misten Sie schon vorab rigoros aus: Wer ist Ihnen wichtig? Wen möchten Sie wirklich treffen? Beschränken Sie sich nun auf diese Besuche und schlagen den anderen auch mögliche Alternativen vor. Es bietet sich an, statt dem Adventsfrühstück einen Skiausflug nach Weihnachten mit den Freundinnen zu unternehmen. Wird der Besuch der Schwester an Weihnachten zu viel? Feiern Sie mit ihr Silvester.

6. Streitigkeiten

Klären Sie jetzt schon Punkte, die an Weihnachten Streit verursachen könnten. Wenn sich Ihr Sohn eine Spiegelreflexkamera wünscht - informieren Sie ihn jetzt, dass es finanziell nicht drin liegt. So bleibt die Enttäuschung am Weihnachtsabend aus! Besprechen Sie, wer welche Aufgaben übernimmt. Dann kommt es nicht zu Missverständnissen wie: «Ich dachte du wolltest den Baum besorgen/die Gans vorbestellen?!»

7. Essen

In Sachen Weihnachtsessen scheiden sich die Geister. Die einen zelebrieren das Kochen und bereiten es mit grosser Freude vor. Wer nicht zu den Hobbyköchen gehört, sollte an Weihnachten nicht ein Drei-Gänge-Menü planen. Kochen Sie, was leicht gelingt und allen schmeckt. Falls besondere Zutaten benötigt werden, bestellen Sie diese rechtzeitig vor. Auch das Guetzli backen gehört für viele Familien zu Weihnachten. Wenn Ihnen diese Angelegenheit keine Freude bereitet, Sie es aber den Kindern zuliebe machen wollen, backen Sie Guetzli aus Förmli. Der Teig gelingt leicht, die Kinder können mithelfen und die Guetzli nach Herzenslust dekorieren.

Backtipps finden Sie hier.

Buch-Tipp

Der Anti-Stress-Adventskalender von Marcus C. Leitschuh. Dieser Adventskalender der besonderen Art greift die heiklen Punkte auf: An jedem Tag bis zum Weihnachtsfest wird ein Reizwort angegangen; biblische Gedanken, Zitate aus der Literatur und Segensgebete laden ein, der Stressfalle zu entgehen. Mit vielen Anstössen zum Innehalten, mit Tipps gegen den Stress und Impulsen, um wenigstens einen Moment zur Ruhe zu kommen.

Letzte Aktualisierung: November 2017