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Warum feiern wir Weihnachten? Die Weihnachtsgeschichte kindgerecht erklärt

Weihnachten ist mehr als Tannenbaum, gutes Essen und viele Geschenke. Aber wie antworten, wenn die Kinder fragen, was Weihnachten bedeutet? Die Weihnachtsgeschichte kindgerecht erklärt.

Die Weihnachtsgeschichte kindgerecht erklären. Wir zeigen, wie es geht.

Worum geht es an Weihnachten eigentlich? Wir erklären die Weihnachtsgeschichte kindgerecht. Foto: Gama5, iStock, Getty Images Plus

Schon Wochen im Voraus liegt Weihnachten in der Luft. Alle Jahre wieder erstrahlen kleine Orte und grosse Städte in festlicher Weihnachtsbeleuchtung. Kaufhäuser sind mit Engeln geschmückt und in Weihnachtsliedern hört man von einer heiligen Nacht. Oft werden nicht nur in Kirchen, sondern auch auf Weihnachtsmärkten Krippen aufgebaut, die Maria, Josef und das Jesuskind zeigen.

Und früher oder später werden die Kinder fragen: «Mami, wer ist das Baby in der Krippe?», «Papi, warum sind überall so schöne Engel aufgebaut?» oder ganz direkt: «Warum feiern wir überhaupt Weihnachten?»

Das Weihnachtsfest ist eine christliche Tradition

Weihnachten ist ein christliches Fest. Und weil die Länder Europas seit vielen Jahrhunderten durch das Christentum geprägt sind, ist das Fest auch jenseits der Kirche zu einer Tradition geworden.

Die Weihnachtsgeschichte und ihre Bedeutung sind besonders wichtig für Menschen, die dem christlichen Glauben nahestehen. Aber auch für alle anderen lohnt es sich zu wissen, was es mit Weihnachten auf sich hat. Denn Werte wie Frieden, Nächstenliebe und Hoffnung, die an Weihnachten gefeiert werden, sind für alle Menschen wichtig.

Damit Sie Ihren Kindern erklären können, warum Weihnachten gefeiert wird, erzählen wir die Weihnachtsgeschichte kindgerecht.

So können Kinder die Weihnachtsgeschichte verstehen

Jeder Mensch hat einen Geburtstag. Und den feiert man mit der Familie und mit Freunden. Das Geburtstagskind bekommt Geschenke und alle freuen sich, dass es geboren ist. Vor langer Zeit, ungefähr 2000 Jahre ist es her, da ist in Bethlehem ein kleiner Junge geboren worden. Bethlehem liegt in der Nähe der bekannten Stadt Jerusalem. Auf einer Karte kann man sehen, dass die Orte sehr weit weg von uns entfernt sind.

Normalerweise feiern wir keine Geburtstage von Menschen, die vor langer Zeit gelebt haben. In diesem Fall aber schon. Denn Jesus Christus, so heisst der Bub, der damals geboren worden ist, hat für Christen eine grosse Bedeutung. Die Geschichte über seine Geburt kann jeder in der Bibel nachlesen. Ein Mann namens Lukas hat sie aufgeschrieben.

Lukas erzählt, dass Maria und ihr Verlobter Josef nach Bethlehem reisten, als Maria hochschwanger war. Es gab damals nämlich eine Volkszählung. Alle Menschen mussten in die Heimatstadt ihrer Familien reisen und sich zählen lassen. So wollten es die Römer, die damals die Herrscher waren.

Wer ist wer?

Gott: Im Mittelpunkt der Weihnachtsgeschichte steht die Geburt von Jesus. Christen glauben, dass er Gottes Sohn ist. Aber wer oder was ist eigentlich Gott? Im Christentum ist Gott der Schöpfer des Himmels und der Erde. Es gibt in dieser Religion nur einen einzigen Gott, in dem sich Vater, Sohn und Heiliger Geist vereinigen. Das nennt man auch Dreieinigkeit. Jesus als Gottes Sohn wird also nicht als ein zweiter Gott angesehen, sondern als ein Teil Gottes.  

Engel: Der Begriff Engel kommt vom altgriechischen Wort Angelos. Das bedeutet Bote. Engel gelten in der Bibel als himmlische Wesen, die immer wieder auf die Erde kommen, um den Menschen zu erzählen, was Gott ihnen sagen möchte. Oft stellt man sich Engel hell leuchtend und mit blonden Locken vor. Das liegt daran, dass sie in vielen Bildern berühmter Künstler so dargestellt wurden. Doch in der Bibel tauchen auch Engel auf, die mehrere Gesichter, viele Augen oder Körperteile von Tieren haben.

Die Römer: Die Bibel erzählt, dass Jesus in Bethlehem geboren wurde. Die Stadt gehörte damals, vor etwa 2000 Jahren, zum römischen Reich. Die Römer hatten von Rom aus, das ist die Hauptstadt des heutigen Italiens, viele Völker unter ihre Herrschaft gebracht. Das heisst: Dort, wo die Römer das Sagen hatten, mussten ihnen die Menschen regelmässig Geld geben, also Steuern zahlen – und sie mussten tun, was ihnen die Römer befahlen.

Die Geschichte von Maria, Josef und Jesus

Als Maria und Josef nach einer tagelangen Wanderung in Bethlehem ankamen, gab es kein Zimmer mehr für sie. Sie schliefen deshalb in einem Stall – und dort kam auch Marias Sohn zur Welt: Jesus. Weil er kein Bettchen hatte, legte Maria ihn in die Futterkrippe der Tiere.

Und nun wird die Geschichte ganz besonders: Engel erschienen und berichteten den Hirten, die in der Nähe auf ihre Schafe aufpassten, dass das Kind der Sohn Gottes sei. Engel tauchen in den Geschichten der Bibel immer wieder auf. Sie verbreiten Botschaften von Gott.

Die Hirten wunderten sich natürlich über diese Nachricht. Ein Menschenkind, das in einer Futterkrippe schläft, soll Gottes Sohn sein? Also machten sie sich auf den Weg, um das Kind selbst zu sehen. Sie fanden Maria, Joseph und Jesus genau so vor, wie die Engel es beschrieben hatten – und erzählten vielen weiteren Menschen davon.

Weihnachten – ein besonderes Ereignis

Jesus ist also für Christen Gottes Sohn. Die Bibel erzählt natürlich nicht nur von seiner Geburt, sondern auch von seinem Tod. In Kirchen sieht man oft Bilder davon, wie Jesus an einem Kreuz hängt und so gestorben ist. Christen glauben, dass Jesus drei Tage nach seinem Tod wieder lebendig wurde und dass deshalb alle Menschen nach ihrem Tod bei Gott weiter leben können, so wie Jesus.

Lukas, der die Geschichte von Jesu Geburt aufgeschrieben hat, war Christ. Deshalb fand er es auch wichtig, den Menschen zu erzählen, wie Jesus geboren wurde. Er kannte Jesus aber nicht persönlich. Aus diesem Grund konnte er nicht beschreiben, wie die Geburt tatsächlich verlaufen ist. Er wollte aber zeigen, dass es ein besonderes Ereignis war.

Weihnachten feiern längst nicht mehr nur Christen. Das traditionelle Fest ist auch vielen Menschen wichtig, die nicht an Gott glauben und die nicht der Meinung sind, dass damals Engel erschienen sind, um Jesu Geburt zu verkünden.

Deshalb feiern wir Weihnachten Ende Dezember

Am 24. Dezember ist Heiligabend und am 25. Dezember Weihnachten. Aber warum eigentlich? Erst etwa 400 Jahre nach Jesu Tod begann man, Weihnachten ein festes Datum zuzuordnen. Man glaubte damals, dass die Erde zu Beginn des Frühlings erschaffen wurde und legte dafür den 25. März fest. Die Geburt Jesu sah man als Beginn einer neuen Schöpfung an. Der Frühlingsanfang plus 9 Monate für die Schwangerschaft ergibt den 25. Dezember als Geburtstag von Jesus.

Zudem fällt dieser Tag auf die Wintersonnenwende, ein wichtiges religiöses Fest in Europa, bevor das Christentum kam. Die Kirche hat diesen religiösen Brauch mit der Einführung des Weihnachtsfestes abgelöst.

Was uns die Weihnachtsgeschichte zu sagen hat

An Weihnachten wird die Geburt eines Kindes gefeiert – aber nicht die perfekte Familienidylle. Maria musste hochschwanger zu Fuss, beziehungsweise auf einem Esel mehrere Tagesmärsche lang nach Bethlehem reisen. Und wer war eigentlich der Vater ihres Kindes? Josef? Gott? Oder ein Unbekannter? Wenn sich die Weihnachtsfeier für heutige Patchworkfamilien mal etwas kompliziert gestaltet, können sich alle Beteiligten wenigstens damit beruhigen, dass wahrscheinlich nicht einmal die heilige Familie eine Vorzeigefamilie war.

Und sogar das Schicksal von Flüchtlingen wird besser verständlich, wenn wir die Weihnachtsgeschichte kennen. Erst hat man eine lange, beschwerliche Reise hinter sich gebracht – und dann gibt es nicht einmal eine Unterkunft. Doch die Weihnachtsgeschichte vermittelt die Hoffnung, dass sich die Bedingungen für Menschen am Rande der Gesellschaft verbessern können. Und sie zeigt, dass es im Leben Wichtigeres gibt als Reichtum, nämlich: Liebe, Leben, Familie und Hoffnung. Es gibt viele gute Gründe, Weihnachten zu feiern.

Das Weihnachtfest erklären: Buchtipps für Kinder

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Der Weihnachtsmann erklärt die Weihnachtsgeschichte

Wer ist an Weihnachten geboren? Und warum feiern wir seine Geburt noch heute? Der Weihnachtsmann erklärt die Weihnachtsgeschichte rund um Maria, Josef und Jesus in diesem Bilderbuch von Hisoko Aoki aus dem Verlag Edition Michael Neugebauer.

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