So macht die Erkältung Halt vor den anderen Familienmitgliedern

Verflixt, schon wieder breitet sich eine Erkältungswelle aus. Schon hat sie eines der eigenen Kinder erwischt. Die Gefahr, dass sich auch die anderen Familienmitglieder anstecken und der gewohnte Familienalltag zusammenbricht, ist gross. Doch mit der richtigen Strategie lassen sich viele Infekte vermeiden.

So macht die Erkältung Halt vor den anderen Familienmitgliedern

Erfahren Sie, wie Sie sich und Ihre Familienmitglieder vor einer Ansteckung schützen können. Foto: iStock, Piksel, Thinkstock

Eine Erkältung ist ungeheuer lästig – und das meist zehn Tage lang. Wenn die Knochen bleiern werden, die Nase keine Luft durchlässt und uns ein ständiger Husten quält, lässt sich der Alltag nicht wie gewohnt bewältigen. Kranke Kinder zu Hause liebevoll zu betreuen, fällt Eltern umso schwerer, je schlapper und elender sie sich selbst fühlen. Wie schön wäre es, sich vor Ansteckung schützen zu können! Ist ein Familienmitglied erkältet, lässt sich zum Glück allerhand dafür tun, dass nicht bald Kinder und Eltern flach liegen.

So verbreiten sich Erkältungsviren

Angesteckt haben Sie sich dann, wenn die Erkältungsviren in die Schleimhäute von Nase, Rachen, Mund oder Augen eingedrungen sind und sich dort vermehren. Wie sie dorthin gekommen sind? Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder haben sie sich von Tröpfchen transportieren lassen, die beim Husten oder Niesen eines Erkrankten in die Luft gelangt sind. Oder sie haben sich durch Gegenstände verbreitet, die von Hand zu Hand wandern. In der Hand an sich können Erkältungsviren zwar nichts ausrichten, wohl aber, wenn sie dann – beim Kratzen an der Nase oder beim Essen – an die Schleimhäute gelangen. Deshalb ist es sinnvoll, in Zeiten, in denen Erkältungen herumgehen, möglichst die Hände aus dem Gesicht zu lassen!

 

Bei Erkältung Hände waschen

Dinge zu berühren, die andere erkältete Familienmitglieder angefasst haben, lässt sich im Alltag nicht vermeiden. Umso wichtiger ist es, sich jetzt besonders oft und regelmässig die Hände zu waschen, vor allem nach dem Abwischen von Tränen des erkrankten Kindes, dem Putzen der Nase des Kindes und dem Windelwechsel. Wer selbst eine Erkältung hat, sollte jetzt verstärkt darauf achten, den Wasserhahn aufzudrehen und die Seife in die Hand zu nehmen, bevor Essen zubereitet oder serviert wird, und nach dem Naseputzen, Niesen und Husten.

So wäscht man sich die Hände richtig

«Die richtige Methode beim Händewaschen ist sehr wichtig», betont das Bundesamt für Gesundheit BAG. «Seife allein genügt nämlich nicht, um Keime unschädlich zu machen.»

  • Die Hände unter fliessendem Wasser nass machen.
  • Die Hände einseifen, wenn möglich mit Flüssigseife.
  • Die Hände reiben, bis es schäumt. Dabei nicht vergessen den Handrücken, zwischen den Fingern, unter den Fingernägeln und die Handgelenke zu reiben.
  • Die Hände unter fliessendem Wasser gut abspülen.
  • Die Hände mit einem sauberen Handtuch trocknen, wenn möglich mit einem Wegwerf-Papiertuch oder einer einmal benutzbaren Stoffhandtuchrolle.

(Quelle: Bundesamt für Gesundheit)

 

Richtig niesen und husten bei Erkältung

Wer eine Erkältung hat, tut gut daran, darauf zu achten, beim Niesen und Husten niemanden anzustecken. «Beim Husten ist ,Hand vor den Mund‘ zwar gut gemeint, aber ungesund. Zumindest für die Mitmenschen», warnt das Robert-Koch-Institut. «Schliesslich katapultieren Sie dabei eine grosse Anzahl von Viren aus Ihrem Körper, die dann an Ihren Händen kleben bleiben. Berühren Sie nun Gegenstände oder Mitmenschen, dann verbreiten Sie die Viren weiter.» Nicht in die Hand zu niesen oder zu husten, rät deshalb das Bundesamt für Gesundheit. Besser sei es, ein Papiertaschentuch vor Mund und Nase zu halten. Dabei sollte man sich von anderen Menschen abwenden. Klar, dass benutzte Taschentücher nicht herumliegen sollten!

Gegenstände abwaschen

Weil sich Erkältungsviren auch über gemeinsam benutzte Gegenstände verbreiten, ist es sinnvoll, sie hin und wieder abzuwischen. Dazu zählen vor allem Türgriffe, Wasserhahn, Toilettenschüssel – mit heissem Wasser, Seife oder den gängigen Haushaltprodukten. Wichtig ist darüber hinaus, dass jedes Familienmitglied ein eigenes Handtuch benutzt.

Trotz Erkältung regelmässig lüften!

Fenster auf und zehn Minuten frischen Wind hineinlassen – und das drei bis vier Mal am Tag! Das ist nicht nur deshalb wichtig, weil sich die Rauminnenluft schnell mit Viren anreichert, sondern auch, weil in der Heizperiode die Rauminnenluft trocken wird. Dadurch trocknen auch die Schleimhäute aus und sind anfälliger für Erkältung. Frische, feuchte Luft dagegen stärkt die Schleimhäute. Lässt auch die Luftfeuchtigkeit draussen zu wünschen übrig, ist es sinnvoll, nasse Handtücher über die Heizung zu hängen oder die Wäsche in der Wohnung zu trocknen. Auch ein Verdunster an der Heizung kann für ein angenehmes Raumklima sorgen.
 


 

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