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Krank mit Baby und Kindern: So bewältigen Eltern den Alltag trotzdem

Der Alltag ist mit Kindern ohnehin oft eine Herausforderung. Wenn dann noch die Grippewelle zuschlägt, braucht man nicht nur gute Abwehrkräfte, sondern noch bessere Tipps. Krank mit Baby: So schaffen Sie es.

Grippe Eltern Schnupfen Frau auf dem Sofa mit Medizin

Wenn man Kinder hat, hilft leider kein Arztzeugnis: Der Familienalltag muss trotz Krankheit bewältig werden. Bild: GettyImages Plus,  Tero Vesalainen

Früher ist man einfach zum Arzt gegangen, hat sich krankschreiben lassen und die Grippe mit einer Tasse Tee und einem guten Film im Bett auskuriert. Mit Kindern ist das nicht mehr ganz so einfach. Heute erwischt uns die Grippewelle deutlich härter. Denn als Mama oder Papa hilft kein Arztzeugnis; der Eltern-Job kennt keine Auszeiten. Mit diesen Tipps überstehen Sie die Grippe- und Erkältungszeit und bewältigen den Alltag trotzdem!

So überstehen Sie den Alltag und die Grippe: Sieben Tipps für kranke Eltern

 Vorbeugen: Sie können nicht achtsam genug sein

Ob im Kindergarten, in der Strassenbahn oder im Supermarkt: Grippe-Erreger lauern überall. Kinder erwischt der Infekt besonders oft, da ihr Immunsystem noch nicht ausreichend resistent ist. Das ist normal – und lässt sich kaum verhindern. Was sich jedoch verhindern lässt, ist das Ansteckungspotential der Erwachsenen. Wer schnell handelt, hat wenigstens ein paar Chancen, gesund davon zu kommen. Wichtig hierbei: Zeigt ein Familienmitglied erste Symptome, müssen sämtliche Textilen (der gesamten Familie; auch Handtücher) gewaschen und im Idealfall gebügelt werden. Oft tötet erst die Hitze des Bügeleisens die Erreger vollständig ab. Ausserdem werden Türgriffe, Lenkräder (Fahrrad und Auto), Badezimmer, Toiletten, Einkaufskörbe und alles, was sonst häufig berührt wird (z.B. Spielzeug) gründlich desinfiziert. Gleiches gilt für die Hände; bitte regelmässig waschen und desinfizieren. Man kann nicht gründlich genug sein.

☞ Vorkochen: Versorgung auf Vorrat

Eine Grippe ist im Winter keine Seltenheit. Wer clever ist, bereitet sich daher frühzeitig auf eine mögliche Infektion vor. Vorgekochte und eingefrorene Brühen tun im Krankheitsfall nicht nur gut, sondern ersparen auch anstrengendes Einkaufen oder Kochen. Ausserdem sollten stilles Mineralwasser, Tee, Zwieback und Salzstangen in den Wintermonaten immer vorrätig sein.

☞ Notfallapotheke: Statten Sie sich aus  

Wer krank mit Baby im Bett liegt, hat keine Kraft, um in die Apotheke zu gehen. Rezeptfreie Medikamente sollten daher immer auf Vorrat und in ausreichender Menge zu hause gelagert werden. Achtung: Achten Sie darauf, dass die Medikamente auch für Kinder verträglich sind.

☞ Hausbesuche und Notfallhilfe

Einige Ärzte bieten Hausbesuch an, wenn die ganze Familie von einem Infekt betroffen ist. Idealerweise klären Sie das im Vorfeld mit Ihrem Arzt ab. Im Extremfall kann auch ein Rettungsdienst gerufen werden. Ebenfalls hilfreich: Besprechen Sie mit Freundinnen, Grosseltern oder Babysittern im Vorfeld, ob Sie sie im Notfall als Hilfsperson einspannen dürfen. Sei es zum Einkaufen oder um etwas Zeit mit den Kindern zu verbringen: Jede Art der Entlastung tut im Ernstfall gut.

Arbeitsteilung: Abwechslung ist alles

Schlaf und Ruhe ist die beste Medizin. Ein geschwächter Körper braucht ausgedehnte Ruhephasen am Stück, um wieder fit zu werden. Kranke Eltern, die sich ständig um ihre (vielleicht ebenfalls kranken) Kinder kümmern müssen, finden diese Ruhe oft nicht. Ein geschicktes Teamwork macht daher Sinn. Teilen Sie sich so ein, dass ein Elternteil für mehrere Stunden ruhen kann, während das andere die Stellung bei den Kindern hält. Nach wenigstens drei bis vier Stunden ist Schichtwechsel und das andere Elternteil kann sich erholen.

Ablenkung erlaubt: Hauptsache es macht Spass

Kranksein ist doof. Kein Wunder, wenn Kinder (und auch Erwachsene) nörgelig sind. Was hilft? Ein gutes Ablenkungsprogramm. Am besten kuscheln sich alle Familienmitglieder auf das Sofa und schauen einen lustigen Kinderfilm. Oder zwei. Oder drei. Alles, was glücklich macht, ist erlaubt.

Tagsüber ruhen, nachts schlafen

Ein kranker Körper braucht Ruhe, um sich zu erholen. Doch Vorsicht: Wer am Tag zu viel schläft ist abends nicht mehr müde und in der Nacht wach. Eltern sollten also so gut es geht darauf achten, dass die grippe-geschwächte Familie am Tag zwar ruht, aber nicht unbedingt länger als eine Stunde am Stück schläft. Halten Sie sich mit einem netten Film oder einer vorgelesenen Geschichte wach. Dafür geht es am Abend früh ins Bett und man nutzt die Nacht zu einer erholsamen Regeneration. Dann sieht der nächste Tag nämlich schon viel besser aus. Ganz bestimmt!