Das zeichnet eine gute Schule aus

Eltern wünschen sich für ihr Kind eine gute Schule. Doch woran lässt sich eine gute Schule erkennen? Um gut und nachhaltig zu lernen, brauchen Kinder vor allem engagierte und verständnisvolle Lehrer, die für eine entspannte Atmosphäre sorgen.

Was macht eine gute Schule aus?

Was macht eine gute Schule aus? Wir geben Ihnen Anhaltspunkte. Foto: Creatas - Thinkstock

«Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr», so lautet ein bekanntes Sprichwort. Der Spruch veranschaulicht mit wenigen Worten, warum es wichtig ist, dass Kinder von Anfang an gut lernen. So legt die Wahl der Schule Weichen für das ganze Leben.

Obwohl es in der Schweiz bisher keine völlig freie Schulwahl gibt, so bestehen doch Ansätze in verschiedenen Kantonen, die Eltern und ihren Kinder ermöglichen, sich eine gute Schule auszusuchen. In Basel-Stadt können Sie und Ihre Kinder beispielsweise ab der Sekundarstufe I die Staatsschule frei wählen. In Basel und im Kanton Zürich dürfen die staatlichen Gymnasien frei gewählt werden. Wer das nötige Geld hat, kann natürlich in jedem Kanton eine Privatschule aussuchen.

Eine gute Schule hat eine fröhliche Atmosphäre

Nur in einer Atmosphäre, in der sich Kinder wohl fühlen, können sie gut lernen. Sinnvoll ist es daher bei der Wahl der Schule, auf den Umgangston zu achten. Wie sprechen die Lehrer mit den Schülern? Machen die Lehrer einen aufgeschlossenen Eindruck? Gehen sie herzlich und verständnisvoll auf Kinder und Eltern zu? Ist die Stimmung an der Schule heiter? Besonders eindrucksvoll ist es, eine Unterrichtsstunde live mitzuerleben. Dann lässt sich leicht die Frage beantworten, ob man sich selbst in diesem Unterricht wohl fühlen würde.

Auch das Schulgebäude spiegelt die Stimmung wider. «Eine gute Schule hat freundliche und helle Räume, eine ansprechende Eingangshalle und verschiedene Pflanzen. Insgesamt wirkt das Gebäude gepflegt und gemütlich. Man entdeckt in den Gängen Kunstobjekte, Ausstellungen von Schülerarbeiten, Sitz- Spiel- oder – je nach Alter – Arbeitsecken», schreibt Prof. Dr. Margrit Stamm, Ordinaria für Erziehungswissenschaften an der Universität Fribourg, in dem Dossier «Achtung, fertig, Schuleintritt!». Auch die Pausenplätze sollten einladend gestaltet sein. Schön, wenn Grünanlagen den Pausenhof in Bereiche für Sport und Entspannung gliedern.

Gute Schule strebt nach Verbesserung

Eine gute Schule hat Ziele, die in einem pädagogischen Programm, dem sogenannten «Schulentwicklungsplan», festgehalten sind. Dabei handelt es sich oft um die Förderung sozialer Fähigkeiten, um die individuelle Förderung aller Schüler und um die Gestaltung eines interessanten Unterrichts. Wichtig ist, dass die Schule konkret und nachvollziehbar erklären kann, wie diese Ziele erreicht werden sollen. Kurzum: Eine gute Schule strebt immer wieder danach, sich noch weiter zu verbessern.

Aktiver Unterricht begeistert Schüler

Ein Unterricht, in dem der Lehrer grösstenteils vor der Tafel steht, um Vorträge zu halten, langweilt. Kinder wollen stattdessen aktiv sein und experimentieren. Nur wenn Lernen Freude macht, bleiben Lerninhalte langfristig hängen. Schon der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) forderte einen Unterricht, der «Kopf, Herz und Hand» beteiligt. Ein solcher Unterricht zeigt sich zum Beispiel darin, dass Projektunterricht und Freiarbeit regelmässig im Schulalltag integriert sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter