Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft: Weniger kann sinnvoll sein

Während der Schwangerschaft ist der Bedarf an Nährstoffen besonders hoch. Der Körper braucht viele Vitamine und Mineralstoffe, damit sich das Baby im Bauch gut entwickeln kann. Brauchen werdende Mütter deshalb eine Nahrungsergänzung in Form von Tabletten?

Nahrungsergänzungsmittel sind nicht immer sinnvoll in der Schwangerschaft.

Nicht jedes Nahrungsergänzungsmittel ist sinnvoll in der Schwangerschaft.

Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft: Ja oder nein?

Eine gehaltvolle Ernährung ist das A und O für die Gesundheit des Babys. «Mit einer möglichst abwechslungsreichen Mischkost und einer angemessenen Gewichtszunahme wird eine gute Ausgangslage für das spätere Leben des Kindes gelegt», zu diesem Schluss kommt ein Expertenbericht der «Schweizerischen Eidgenössischen Ernährungskommission für eine optimale Ernährung von Mutter und Kind». Doch: Auch dann, wenn Sie sich gut ernähren, können Ihnen Nährstoffe wie Vitamine fehlen.

Folsäure: Nahrungsergänzung in Schwangerschaft sinnvoll

Folsäure ist ein Vitamin der B-Gruppe (B9), das verschiedene Aufgaben übernimmt: Folsäure ist notwendig für die Zellteilung – und damit für Wachstum – und für die Herstellung der roten und weissen Blutkörperchen.

Zu wenig Folsäure während der Schwangerschaft ist gefährlich. Das Bundesamt für Gesundheit in Bern erklärt den Grund: «Ist der Körper der Frau nicht genügend mit Folsäure versorgt, kann es zum 'offenen Rücken‘ verbunden mit einer lebenslangen Behinderung des Kindes kommen.»

Nahrungsergänzung – ja oder nein? In diesem Fall lautet die Antwort eindeutig: Ja! «Der Folsäure-Bedarf ist, auch durch eine bewusste Auswahl an Lebensmitteln, nicht zu decken», erläutert Dr. Christian Albring, Präsident des deutschen «Berufsverbandes für Frauenärzte» mit Sitz in München.

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt allen Frauen, die schwanger werden können und möchten, täglich 0,4 Milligramm (entspricht 400 Mikrogramm) als Tabletten oder Kapseln einzunehmen. Am besten ist es, mit der Nahrungsergänzung schon vier Wochen vor der Empfängnis zu beginnen - und die Tabletten auch während den ersten zwölf Schwangerschaftswochen zu nehmen.

Mehr zum Thema Folsäure und in welchen Lebensmitteln sie enthalten ist, lesen Sie im Artikel «Wie wichtig Ernährung mit Folsäure in der Schwangerschaft ist»

Eisen: Nahrungsergänzung in Schwangerschaft nicht immer sinnvoll

Eisen wird für den Transport von Sauerstoff im Blut benötigt. Damit das Baby optimal mit Sauerstoff versorgt wird, müssen Mütter in der Schwangerschaft doppelt so viel Eisen wie sonst üblich zu sich nehmen.

Ob Sie unter Eisenmangel leiden, testet Ihr Frauenarzt durch eine Blutuntersuchung. Je nachdem, ob ein Mangel vorliegt und wie hoch er ist, kann er ein entsprechendes Präparat als Nahrungsergänzung empfehlen.

«Ohne einen ärztlich diagnostizierten Eisenmangel sollten Schwangere nicht zu Eisen-Präparaten greifen», betont Prof. Hans Hauner von der Technischen Universität München. Der Ernährungsmediziner schliesst nicht aus, dass eine Überversorgung von Eisen dem Ungeborenen schaden kann. Aussagekräftige Studien gebe es allerdings dazu noch nicht, sagt er.

Einem Eisenmangel lässt sich vorbeugen: Neben Fleisch enthalten Hülsenfrüchte, Vollkorngetreideprodukte und getrocknete Aprikosen viel Eisen. «Eisen aus Fleisch und Wurst wird besser vom Körper aufgenommen als Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln», darauf weist der Verband «Unabhängige Gesundheitsberatung» in Wettenberg bei Giessen (Deutschland) hin.

«Als Mami und Hebamme kann ich SWICA nur empfehlen»

Swica

«Schon in der Schwangerschaft unterstützte mich SWICA mit Akupunktur. Nach der Geburt konnte ich die Zeit mit meinem Baby geniessen, da SWICA immer für uns da war.» Informieren Sie sich jetzt über die exklusiven Angebote für Mutter und Kind.

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter