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Schwangerschaft
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Wenn es sauer aufstösst: Tipps bei Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sauer soll ja angeblich lustig machen. Aber wem es in der Schwangerschaft sauer aufstösst, dem kann das Lachen schon vergehen. Sodbrennen in der Schwangerschaft ist zwar unangenehm, aber harmlos. Medikamente sind meist nicht nötig, mit ein paar Hausmitteln können Sie die Symptome lindern.

Kleine Portionen essen hilft bei Sodbrennen in der Schwangerschaft.

Sodbrennen ist ein typisches Problem in der Schwangerschaft. Viele kleine Mahlzeiten können die Symptome lindern. Foto: Serhii Brovko, iStock / Getty Images Plus

Viele Schwangere kennen das: Die Speiseröhre brennt, es stösst einem unangenehm auf oder man hat einen sauren Geschmack im Mund, nämlich den der Magensäure. Vielleicht geht es Ihnen so. Sodbrennen in der Schwangerschaft ist besonders im letzten Drittel für viele Frauen ein Übel. Gerade nachts hält es manche Schwangere vom Schlafen ab - noch zusätzlich zu den Schlafstörungen, mit denen viele Frauen in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft ohnehin zu kämpfen haben.

Ursachen in der Schwangerschaft

An dem unangenehmen Brennen in der Speiseröhre sind zum einen die Hormone schuld. Das Hormon Progesteron ist Ursache dafür, dass der Schliessmuskel zwischen Speiseröhre und Magen leichter nachgibt als sonst und deshalb Magensäure leichter aufsteigen kann. Hinzu kommt, dass das Baby von unten gegen den Magen drückt und dieser wiederum gegen den Schliessmuskel. Das erklärt, warum die Symptome hauptsächlich im letzten Drittel der Schwangerschaft auftritt, wenn das Baby recht gross ist.

Diese Tipps helfen gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Um Sodbrennen vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Nach einer grossen Mahlzeit ist der Druck im Magen grösser und damit auch die Gefahr von Sodbrennen höher.

Da Ihr Magen in der Spätschwangerschaft, wie Ihre anderen Organe, durch die grosse Gebärmutter regelrecht zur Seite gedrückt wird und sich dadurch kleiner anfühlt, wird Ihnen das sicher nicht schwer fallen. Viele Schwangere berichten, dass sie am Ende der Schwangerschaft ohnehin nur noch Platz für kleine Mahlzeiten haben.

Leicht verdauliche Speisen sind für Ihren Magen besser. Ein fettarmer Speiseplan reduziert das Risiko von Sodbrennen und ist gesünder. Ausserdem sollten Sie Ihr Essen sorgfältig kauen. Die Verdauungsarbeit können Sie zusätzlich unterstützen, wenn Sie vor dem Essen ein paar Schlucke warmes Wasser trinken. Ein oder zwei Schlucke reichen dabei schon aus, schliesslich soll sich Ihr Magen nicht zu sehr ausdehnen. Abgesehen von diesem Wasser sollten Sie deshalb bei den Mahlzeiten nicht viel trinken. Verlegen Sie Ihre Flüssigkeitsaufnahme lieber auf die Zeiten zwischen den Mahlzeiten.

Auf manche Lebensmittel reagiert Ihr Magen sauer. Dazu gehören Süssigkeiten, Kaffee, Tee, Zitrusfrüchte und Fruchtsäfte. Scharf gewürztes Essen kann Sodbrennen ebenfalls verstärken. Zur Behandlung neutralisierend auf die Magensäure wirken dagegen eiweissreiche Produkte wie Quark oder Joghurt.

Da besonders im Liegen das Sodbrennen schlimmer werden kann, empfiehlt es sich, leicht erhöht zu schlafen. Ein extra Kissen unter dem Kopf kann verhindern helfen, dass die Magensäure in die falsche Richtung fliesst. Um nächtlichen Attacken vorzubeugen, sollten Sie sich ausserdem nicht sofort nach dem Essen hinlegen. Warten Sie etwa eine Stunde, bevor Sie schlafen gehen.

Alternative Hausmittel gegen Sodbrennen

Durchsucht man die Weiten des Internets, so finden sich neben den erwähnten eher klassischen Hausmitteln gegen Sodbrennen auch ungewöhnlichere Tipps gegen die unangenehme Säure. 

Was der einen Frau gut hilft, muss bei der anderen nicht zwangsläufig anschlagen. Wir haben ein paar Hausmittel für Sie zusammengestellt. Vielleicht hilft es Ihnen oder gibt Ihnen eine Anregung, was Sie versuchen könnten.

Ein rohes Rüebli oder eine halbe gekochte Kartoffel langsam gekaut soll die Magensäure neutralisieren. Kartoffelsaft kann dabei eine Alternative sein. Auch ein paar Haselnüsse oder Mandeln, die erst lange im Mund gekaut werden, helfen manchen Frauen gegen das brennende Gefühl bei aufsteigender Magensäure.

Ein Löffel Senf nach dem Essen soll sich ebenfalls positiv auswirken. Manche Frauen schwören auf Fencheltee nach einer Mahlzeit. Wieder andere bekommen das Problem mit Milch in den Griff. Achten Sie dabei immer darauf, in kleinen Schlucken und nicht zu schnell zu trinken, sonst erreichen Sie eventuell das Gegenteil.

Das Essen von Reiswaffeln oder Haferflocken wird von manchen Frauen als angenehm und neutralisierend empfunden. Auch ein Esslöffel Kondensmilch soll Schwangeren helfen.

Wahrscheinlich werden Sie das Sodbrennen bis zum Ende Ihrer Schwangerschaft nicht völlig loswerden, aber trösten Sie sich: Sofort nach der Schwangerschaft ist damit Schluss. Und Sodbrennen in der Schwangerschaft ist auch völlig harmlos, in den meisten Fällen sind keine Medikamente nötig – im Gegensatz zu Sodbrennen im nicht-schwangeren Zustand, das chronisch werden kann und dann eventuell die Speiseröhre schädigt.

Sodbrennen und Babyhaare?

Wussten Sie schon, dass man sagt, ein Baby hat viele Haare, wenn die Frau Sodbrennen in der Schwangerschaft hat? Angeblich sollen die Haare des Babys den Magen der Mutter kitzeln.

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