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Ersttrimestertest ermittelt Down-Syndrom-Risiko des Embryos

Ist mein Baby gesund? Anhaltspunkte auf diese Frage kann besorgten Schwangeren der Ersttrimestertest liefern. Im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung lässt sich unter anderem anhand einer Nackenfaltenmessung ein individueller statistischer Risikowert für den Gendefekt Trisomie 21 ermitteln.

Zum Ersttrimestertest sollte auch eine ausführliche Beratung gehören.

Lassen Sie sich zum Ersttrimestertest gut beraten. Foto: monkeybusinessimages, iStock, Thinkstock

Beim sogenannten Ersttrimestertest handelt es sich um eine gynäkologische Untersuchung, die Sie während des ersten Drittels der Schwangerschaft, in der Regel zwischen der 11. und 13. Schwangerschaftswoche, durchführen lassen können. Mit einer Untersuchung der Nackenfalte (Nackenfaltenmessung) lässt sich das Risiko für eine Erkrankung eines Embryos an Trisomie 21 (Down Syndrom) feststellen. Diese pränatale Diagnostik liefert auch Hinweise auf andere, weniger bekannte, Erkrankungen.

Ersttrimestertest: Ultraschall zur Nackenfaltenmessung und Blutuntersuchung

Der Ersttrimestertest besteht aus mehreren Komponenten. Zunächst misst der Gynäkologe mit Hilfe einer speziellen Ultraschalltechnik die Nackenfalte des ungeborenen Kindes. Es gilt herauszufinden, wie viel Flüssigkeit sich im Bereich des Nackens unter der Haut angesammelt hat. Je dicker das Flüssigkeitspolster der Nackenfalte, desto grösser gilt die Gefahr eines Gendefektes. Weist das Ergebnis der Nackenfaltenmessung auf mögliche Chromosomenstörungen oder schwere Herzfehler hin, wird Ihnen Blut entnommen und zur Untersuchung in ein Labor geschickt. Dort analysieren Fachleute die Konzentration zweier Schwangerschaftshormone im Blut.

Ersttrimestertest ohne hundertprozentige Sicherheit

Ein Computerprogramm errechnet aus allen ermittelten Werten das Risiko, dass der Embryo an einer genetischen Erkrankung wie dem Down-Syndrom erkrankt ist. Dabei fliesst auch das Alter der werdenden Mutter in die pränatale Diagnostik ein. Je älter sie ist, desto grösser ist das Risiko für einen Gendefekt bei dem ungeborenen Kind. Aber der Test liefert keine Diagnose, sondern lediglich eine statistische individuelle Risikoeinschätzung. Diese hat je nach Eindeutigkeit der Messergebnisse eine Genauigkeit von bis zu 90 Prozent. Das bedeutet zum Beispiel: Bei einem festgestellten Risiko von 1:10 bringen immer noch 9 von 10 Frauen ein gesundes Kind zur Welt.

Ersttrimestertest: Kosten

Die Krankenkassen sind nicht verpflichtet, die Ersttrimester-Kosten zu übernehmen. In der Regel muss die Schwangere um die 100 Franken aus eigener Tasche bezahlen. Je nach Versicherungsmodell übernehmen einige Kassen diese Ersttrimester-Kosten, wenn der Arzt den Ersttrimestertest für notwendig erachtet.

Vor dem Ersttrimestertest alle Fragen klären

Lassen Sie sich immer genau beraten und bestehen Sie darauf, dass Ihnen die pränatale Diagnostik, in diesem Fall das Vorgehen der Nackenfaltenmessung und die Blutuntersuchung, detailliert erläutert werden. Für Ihre Psyche kann die Untersuchung eine extreme Belastung sein, denn es ist schwierig, mit dem Ergebnis umzugehen und eine objektive Bewertung vorzunehmen.

Im Zweifelsfall kann der Arzt zur Absicherung noch weitere pränatale Diagnostik wie den Praenatest empfehlen, der Fragmente der kindlichen DNA im Blut der Mutter analysiert. Der Praenatest ist eine relativ neue Methode, die einigen Frauen eine risikobehaftete Fruchtwasseruntersuchung erspart.

Sollte die pränatale Diagnostik ein Ergebnis liefern, das nahelegt, dass Ihr Kind mit einer Behinderung zur Welt kommen wird, stehen Sie nach intensiver Beratung durch Ärzte und Psychologen vor der schwierigen Entscheidung das Baby abzutreiben oder nicht. Die Ärzte müssen Sie auch darüber aufklären wie positiv ein Leben mit Down Syndrom heute ablaufen kann. «Der gesellschaftliche Diskurs über Behinderungen ist sehr leidgeprägt. Dies entspricht nicht der Realität. Menschen mit Down-Syndrom können heute ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen», sagte Martin Haug von der Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung in Basel der Tageswoche.

Links zum Thema Ersttrimestertest

Weitere detaillierte Informationen rund um den Ersttrimestertest stellt Ihnen der Verein «Ganzheitliche Beratung und kritische Information zu pränataler Diagnostik» auf seiner Website zur Verfügung: www.praenatal-diagnostik.ch

Antworten zu Fragen rund um das Ersttrimester-Screening beantwortet das UniversitätsSpital Zürich: www.geburtshilfe.usz.ch

 

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