Baby > Baby KalenderDein Baby, 2,5 Monate alt: So lernt dein Baby einschlafen – und so schläft es sicher Julia Wohlgemuth Der Schlaf des Babys ist eines der wichtigsten Themen unter jungen Eltern. Kein Wunder: Wenn dein Baby nicht einschlafen will, leidet die ganze Familie. Sicher bist du jetzt oft mit deinem Kleinen unterwegs. Achte darauf, dass die Babyschale richtig benutzt wird. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Das Einschlafen muss dein Baby erst lernen. Foto: iStockphoto, Thinkstock Entwicklung deines Babys: Dem Baby einschlafen helfen Mit zweieinhalb Monaten erkennt dein Baby Personen wieder, die es am Tag zuvor gesehen hat. Lange behält es solche Eindrücke aber noch nicht. Das Gedächtnis muss sich erst weiterentwickeln. Mittlerweile kann dein Kleines auch für einige Zeit Gegenstände in der Hand halten. Diese sollten ungefährlich sein, denn es wird wahrscheinlich versuchen, sie sich in den Mund zu stecken. Auch die Hand-Augen-Koordination entwickelt sich ständig weiter. Vielleicht gehört dein Baby zu den Kindern, die keine Probleme beim Einschlafen haben und schon mit wenigen Wochen lange am Stück schlafen. Die überwiegende Zahl der Säuglinge muss das Einschlafen jedoch erst lernen. Dass Säuglinge nachts mehrmals aufwachen, gehört zum normalen Schlafverhalten. In den ersten Lebensmonaten verteilen sich Schlaf- und Wachphasen so um, dass nachts eine Schlafperiode von sechs und mehr Stunden entsteht.[1] Du kannst deinem Kleinen dabei helfen, indem du am Abend ein festes Ritual einführst. Ein immer gleich ablaufendes Zubettgeh-Ritual erleichtert dem Kind das Ein- und Durchschlafen: Regelmässige Abläufe zeigen ihm, was als Nächstes kommt, und geben ihm dadurch Sicherheit.[1] Dein Kind gewöhnt sich daran, dass nach dem Baden noch ein Buch angeschaut wird, dann Milch getrunken wird und Mama schliesslich nach einem Lied und einem Kuss aus dem Zimmer geht. Einschlafen sollte dein Baby möglichst selbständig, allenfalls mit Hilfe eines Nuggis oder eines Nuschelis. Legst du dich jedes Mal dazu, wiegst oder singst du es in den Schlaf, wird aus dem Ritual eine Einschlafhilfe. Das Kind verbindet das Einschlafen dann mit deiner Nähe und verlangt auch nachts danach.[1] Sorge ausserdem dafür, dass dein Säugling kurz vor der Bettzeit nicht noch viele neue Eindrücke bekommt. Sonst fällt ihm das Abschalten schwer. Sicherer Babyschlaf: Rückenlage, eigenes Bettchen, kühles Zimmer Wo und wie dein Baby schläft, ist in diesem Alter genauso wichtig wie das Einschlafritual. Es ist erwiesen, dass sich das Risiko des plötzlichen Säuglingstods (SID) mit einfachen Massnahmen in der Schlafumgebung stark senken lässt. Diese Punkte zählen:[1][2] Rückenlage: Leg dein Kind zum Schlafen grundsätzlich auf den Rücken. Die Bauchlage darf es geniessen, solange es wach ist. Schlafort: Am sichersten liegt dein Säugling im eigenen Kinderbett im Schlafzimmer der Eltern. Eine sinnvolle Alternative sind Betten, die sich ans Elternbett andocken lassen. Unterlage: Eine feste Matratze, kein Kopfkissen, keine Felle. Achte darauf, dass dein Kind mit dem Kopf nicht unter die Bettdecke rutscht und nicht von Kuscheltieren oder Kuscheltüchern bedeckt wird. Am sichersten ist ein Schlafsack. Temperatur: Dein Kind schwitzt nicht gerne. Mütze und Handschuhe braucht es zum Schlafen nicht, und die ideale Raumtemperatur liegt bei 18 Grad. Prüfen kannst du das mit dem Handrücken im Nacken. Rauchfrei: Der Rauch von Zigaretten, Zigarren und Pfeifen gefährdet dein Kind, und zwar schon während der Schwangerschaft. Schutzfaktoren: Stillen im ersten Lebensjahr und das Saugen an einem Nuggi senken das Risiko, ebenso die empfohlenen Impfungen. Ein- und Durchschlafstörungen sind übrigens häufig: 15 bis 30 Prozent aller Kinder im Vorschulalter sind betroffen.[1] Meist sind es vorübergehende Störungen ohne Krankheitswert, die keine grosse medizinische Abklärung brauchen, sondern ein klärendes Gespräch und eine persönliche Beratung. Sehr viel seltener stecken Erkrankungen wie nächtliche Atemstörungen dahinter, und die gehören medizinisch abgeklärt.[1] Wenn dich die Nächte an deine Grenzen bringen oder du unsicher bist, sprich mit deiner Kinderärztin oder mit der Mütter- und Väterberatung.[1] Tipps für die Eltern: Sicher mit Babyschale unterwegs Ausflüge mit deinem Baby gehören inzwischen sicher zum Alltag. Dein Baby liebt die Abwechslung, und auch dir tut es gut, mit anderen Menschen in Kontakt zu sein. Praktisch ist eine Wickeltasche, in der alles Nötige schon bereitliegt. So musst du nicht jedes Mal alles von Neuem zusammensuchen. Hinein gehören zum Beispiel Feuchttücher und Windeln, Sachen zum Wechseln, Spielsachen und für Schoppenkinder die Babynahrung. Im Auto gehört dein Baby in eine Babyschale. Diese wird immer rückwärtsgerichtet montiert, am besten auf dem Rücksitz.[3][4] Sitzt sie auf dem Beifahrersitz, muss der Frontairbag deaktiviert sein: Ein rückwärtsgerichteter Sitz darf nie vor einem aktiven Front-Airbag stehen.[4] Wann der Wechsel in den nächstgrösseren Sitz ansteht, entscheidet nicht das Gewicht, sondern der Kopf. Erst wenn er über die Schale hinausragt, wird es Zeit für die nächste Grösse.[3] Bis dahin sollen die Kleinsten so lange wie möglich in der Babyschale fahren, was etwa bis eineinhalb Jahre reicht.[3] Nach der neueren Prüfnorm ECE R129 müssen Kinder ohnehin bis 15 Monate rückwärtsgerichtet gesichert werden.[4] In der Schweiz zugelassene Kindersitze erfüllen die Prüfnormen ECE R44/03, R44/04 oder R129. Das orange ECE-Prüflabel am Sitz gibt darüber Auskunft.[3] Die Sicherungspflicht gilt, bis dein Kind zwölf Jahre alt oder 150 Zentimeter gross ist, je nachdem, was zuerst eintrifft.[3] Wie ihr längere Autofahrten entspannt übersteht, liest du in einem eigenen Ratgeber. Quellen Universitäts-Kinderspital Zürich: Schlafstörungen bei Kindern. Ein Ratgeber für unruhige Kindernächte (Elterninformation, 3. Auflage, November 2025; abgerufen am 23.08.2026) Universitäts-Kinderspital Zürich: Ein sicherer und gesunder Schlaf (Elterninformation, Ausgabe 2/2024; abgerufen am 23.08.2026) BFU – Beratungsstelle für Unfallverhütung: Kindersitz – Kinder im Auto richtig sichern (abgerufen am 23.08.2026) TCS – Touring Club Schweiz: Kinder im Auto richtig sichern (abgerufen am 23.08.2026) Zurück: dein Baby mit 8 Wochen Weiter: dein Baby mit 3 Monaten