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Fussballcamps und Co: Ferienlager für Kinder

Irgendwann wollen Kinder oder Jugendliche auch ohne Mami und Papi in die Ferien. Im Ferienlager lernen Kinder neue Freunde kennen und können gleichzeitig ihren Lieblingsaktivitäten nachgehen. Wie Eltern diesen Ablösungsschritt bewerkstelligen und welches gute Adressen für Feriencamps sind, zeigen wir Ihnen hier. 

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In einem Ferienlager kann Ihr Kind neue Freunde kennenlernen und abwechslungsreichen Aktivitäten nachgehen. Bild: LightFieldStudios iStock, Getty Images. 

Der Sohn möchte mit den Kollegen ins Ferienlager ins Tessin fahren, die Tochter will zusammen mit der besten Freundin über den Sommer ins Reitlager: Für die Eltern ist diese plötzlich erwachte Abenteuerlust der Kinder nicht nur Grund zur Freude. Sofort sehen sie nämlich vor dem inneren, besorgten Auge all die Risiken, denen ihr reiselustiger Nachwuchs ausgeliefert sein könnte: Unfälle, sexuelle Belästigung, Krankheiten, Alkohol, Drogen und anderes mehr, vom Heimweh ganz zu schweigen.

Bevor Eltern nun aber in Panik ausbrechen, sollten sie sich bewusst machen, welche Gefahren tatsächlich drohen und wie man diesen am besten vorbeugt. Dazu ist es nötig, dass man mit dem Kind bespricht, was einem Sorgen bereitet und was zu tun ist, falls sie im Lager tatsächlich in eine schwierige Situation geraten.

Ganz wichtig: Den Kindern bzw. Jugendlichen muss klar sein, dass sie die Konsequenzen ihrer Risikobereitschaft selber tragen müssen. Und schliesslich sollten sich Eltern auch die Kehrseite dieses Ablösungsprozess vor Augen halten: Sie selber werden wieder freier – und sollten das auch geniessen. Vielleicht, indem sie selber ohne Kinder reisen gehen?

Kinder entscheiden den Zeitpunkt

Wann sind Kinder überhaupt reif oder bereit für Ferien allein? Bei Kindern ist es ganz klar der Wunsch, an einem Lager teilzunehmen oder mit der Freundin und deren Eltern die Sommerferien in Italien zu verbringen. Hier kann man davon ausgehen, dass das Kind es sich gut überlegt hat und sich der Sache gewachsen fühlt. Wenn man spürt, dass das Kind zwar gerne mitgehen würde, sich aber nicht so recht traut, hilft es, es zu ermuntern und ihm auch zu zeigen, was für eine schöne Gelegenheit ein solches Camp sein kann, die Ferien mal ganz anders zu erleben. Worüber man weniger gerne spricht: Es kommt halt leider auch vor, dass Eltern die Kinder gegen ihren Willen ins Ferienlager schicken. Solchen Kindern machen die Ferien weit weg von der Familie dann kaum grossen Spass.

Eltern und Kinder profitieren

Kinder, die mal ohne Eltern unterwegs sind, stärken ihr Selbstbewusstsein, wenn sie sich für ein paar Tage ohne Eltern durchgeschlagen haben und wissen, dass sie bestimmte Situationen auch ganz alleine meistern können. Zudem werden sie mit anderen Regeln, Sitten und Gebräuchen konfrontiert, an die sie sich anpassen müssen. Und nicht zuletzt kann es ja auch sein, dass sie die Gewohnheiten zu Hause wieder mehr zu schätzen wissen. Aber auch Eltern profitieren. Denn wenn sie ein paar Tage ohne Kinder erleben, ist das eine gute Chance, sich wieder einmal als Paar zu begegnen.

Wer erstmals seit zehn, zwölf Jahren eine kinderlose Zeit erlebt, kann das allerdings als sehr schwierig empfinden. Die Kinder mit ihren Bedürfnissen sind fort, und es bleibt plötzlich wieder viel Zeit für die direkte Auseinandersetzung mit dem Partner oder der Partnerin. Die Eltern sollten sich deshalb überlegen, wie sie die kinderfreie Zeit zusammen gewinnbringend gestalten können. Schliesslich gilt es, diese gute Gelegenheit für die Paarbeziehung zu nutzen, gemeinsam etwas zu unternehmen und sich zurückgesteckte Wünsche zu erfüllen.

Je besser Eltern und Kinder informiert sind, desto leichter können allfällige Ängste und Unsicherheiten abgebaut werden. Eltern können beispielsweise mit der Lagerleitung sprechen, sich über Aktivitäten oder den Tagesablauf des Camps erkundigen und diesen mit den Kindern durchgehen. Aber auch Probleme wie Heimweh können vorbesprochen und Lösungen gesucht werden. Manchen Kindern hilft es, wenn sie ihr Plüschtier ins Ferienlager mitnehmen, andere schreiben ein Tagebuch. Grössere Kinder, die vielleicht ins Ausland reisen, sollten sich über ihr Ferienziel ausgiebig informieren. Und natürlich werden gemeinsame Abmachungen getroffen, wann, wie oft und auf welchem Weg der Kontakt gepflegt werden soll.

Ferienlager für Kids mit Reisefieber

Naturfreaks unterwegs

Vom Wildwasserlager übers Camp im Nationalpark bis zum Fotolager im Bergwald. Der WWF bietet eine Vielzahl an Angebote für Feriencamps – nicht nur in der Schweiz. Infos zum WWF-Ferienlager: https://www.wwf.ch/de/projekte/erlebnisse-die-bleiben-die-wwf-ferienlager

Kinder-Camps für Sportbegeisterte

MS Sports führt Sportcamps für Kids und Teenies in den Schulferien durch. Besonders viele Fussballcamps werden angeboten. Infos: www.mssports.ch

Kindercamps bietet polysportive Sportcamps für Kinder und Jugendliche in der Schweiz. Es wird u.a. Fussball, Unihockey, Klettern, Judo und Akrobatik angeboten. Infos: www.kinder-camps.ch

Die schweizerische Organisation Blindspot organisiert Feriencamps, bei denen junge Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben. Die betreuten Begegnungen in der ganzen Schweiz sollen helfen, Berührungsängste im Umgang mit behinderten Menschen abzubauen. Zudem erweitern die Kinder und Jugendlichen laut der Förderorganisation so ihre Sozialkompetenzen. www.blindspot.ch

Power beim Bauer

Der Landdienst organisiert Arbeitseinsätze von Jugendlichen auf Bauernhöfen. Mithilfe auf dem Feld, im Stall und im Haus und dabei das Landleben kennen lernen. Infos zu diesem etwas anderen Feriencamp: www.landdienst.ch

Ein Sommer im Ausland? Warum nicht?

Wen es ins Ausland zieht, der kann günstige Flüge und Last minute-Reisen über den Schweizer Studentenreisedienst buchen. Infos und Angebote für unvergessliche Erlebnisse: www.ssr.ch