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Winterferien in der Schweiz: Alternativen zum Skifahren

Die Schweiz ist bekannt für ihre malerischen Alpen und erstklassigen Skigebiete. Im Winter gibt es aber noch einiges mehr zu entdecken. Abseits der bekannten Skipisten kannst du mit deiner Familie einzigartige Aktivitäten erleben, die euch die Landschaft und Kultur näherbringt. Mit unseren Ideen wird die magische Winterlandschaft zum idealen Winterferienort für alle, die nach etwas anderem als Skifahren suchen.

InhaltsverzeichnisWandernSchlittschuhlaufenBadenSchlittelnZugreisenKutsche und HuskyschlittenIgluEiskletternGleitschirmEisgrotteFreizeitcentrenKulinarische Entdeckungen
Zwei kleine Kinder schlitteln durch die verschneite Winterlandschaft.

Es muss nicht immer Skifahren sein: Die Schweiz bietet für Familien viele tolle Aktivitäten im Winter. © FamVeld /  iStock / Getty Images Plus

Die Schweiz ist im Winter nicht nur zum Skifahren ein Traum. Mit ihrer atemberaubenden Natur und Vielfalt bieten sie zahlreiche Möglichkeiten für Winteraktivitäten abseits der Pisten. Die Alternativen eignen sich zum Teil auch als Schlechtwetterprogramm in den Skiferien.

Wohin in den Winterferien ohne Ski? 

Wenn du ohne Skifahren planst, entscheidet weniger die Piste – und mehr das Gesamtpaket aus Wetter, Höhe, ÖV und dem Alter deiner Kinder. Diese kurze Checkliste hilft euch, eine Region zu wählen, die wirklich zu euch passt:

  • Schneesicherheit & Höhenlage: Für Schneeaktivitäten wie Schlitteln oder Schneeschuhwandern sind höher gelegene Täler und Plateaus meist verlässlicher. Wenn ihr flexibel bleiben wollt, ist eine Region mit Alternativen (Hallenbad, Freizeithalle, Museen) Gold wert.
  • Nebel vs. Sonne: Im Winter kann es im Mittelland und in manchen Tälern lange neblig sein, während höher gelegene Sonnenterrassen oft über dem Nebel liegen. Plant nach Stimmung: Wollt ihr «Wintersonne» oder «Winterwald»?
  • ÖV statt Auto: Mit Kindern ist entspanntes Reisen ein Vorteil. Regionen mit gutem Bahn- und Busnetz, kurzen Wegen und familienfreundlichen Bergbahnen sparen Nerven – besonders mit Buggy oder Trage.
  • Budget: Achte auf Kombi-Angebote (Bergbahn + Schlittelmiete, Familienpässe, Gästekarten). Viele Aktivitäten funktionieren auch günstig: Winterspaziergang, Natureis, Fackelwanderung oder Zugreise mit Picknick.
  • Kleinkind vs. Teen: Kleinkinder profitieren von kurzen Etappen, Pausen und sicheren Wegen. Teens brauchen eher «Action» (Eisklettern-Kurs, Gleitschirm-Tandem, längere Schlittelstrecken, Freizeithallen).
  • Temperatur & Wind: Nicht nur die Gradzahl zählt. Wind und Nässe erhöhen das Kälteempfinden deutlich. MeteoSchweiz-Warnungen helfen dir, realistisch zu planen.

Wenn du magst, kannst du euren Winterferienplan als Baukasten aufbauen: Wähle eine Region (unten) und kombiniere pro Tag eine Outdoor-Aktivität, ein warmes «Ankommen»-Ritual (Znüni/Schoggi, Wärmepause) und einen Indoor-Plan B.

6 Winterregionen ohne Ski: Module mit 3-Tage-Programm

Die folgenden Module sind so aufgebaut, dass du sie direkt als Reiseplan nutzen kannst. Die Aktivitäten sind bewusst familienfreundlich gewählt und passen sich gut an Wetter, Alter und Energielevel an.

Modul 1: Aletsch/Wallis – Panorama, Schlitteln und Wärmebad

3-Tage-Programm

  • Tag 1: Anreise mit dem Zug, kurze Zugreise-Etappe als «Ferienstart». Nachmittags eine leichte Winterwanderung (kinderwagengängig, wo möglich) und frühes Nachtessen.
  • Tag 2: Schlitteln auf einer ausgeschilderten Strecke, danach Wärmepause im Bergrestaurant. Am Abend, wenn angeboten, eine kurze Fackelwanderung.
  • Tag 3: Baden im Hallenbad oder der Therme als entspannter Abschluss und Heimreise.

Schlechtwetter/zu kalt: Indoor-Plan

  • Thermalbad oder Hallenbad (ideal bei Wind, Schneefall oder nasser Kälte).
  • Kurzer Ortsrundgang mit heisser Schokolade und Spielepause.

Quick Facts: ÖV, Bergbahnen, Kinderwagen, Budget

  • ÖV: Sehr gut geeignet (Walliser Orte sind gut ans Bahnnetz angebunden).
  • Bergbahnen: Prüfe Familienangebote und Kombi-Tickets vorab.
  • Kinderwagen: Winterwege sind teils geräumt, teils nur mit Schlitten/Trage sinnvoll.
  • Budget: Schlitteln und Winterwandern sind oft günstiger als Skifahren; Bäder können ins Geld gehen – Familienpreise nutzen.

Modul 2: Engadin – Natureis, Winterlicht und Kulinarik

3-Tage-Programm

  • Tag 1: Anreise und erste Runde Schlittschuhlaufen (je nach Bedingungen Natureis oder Eishalle). Danach frühe Bettzeit – die Höhe kann müde machen.
  • Tag 2: Geführte Schneeschuhwanderung (für Kinder besonders motivierend, weil Guide und Gruppe Struktur geben). Optional mit Sternenhimmel-Teil am Abend.
  • Tag 3: Kulinarische Entdeckungen: regionale Spezialitäten probieren oder gemeinsam kochen – mit Kindern gelingt es oft besser, wenn sie beim Rüsten und Anrichten mithelfen.

Schlechtwetter/zu kalt: Indoor-Plan

  • Freizeitcentren besuchen (Bewegung trotz Wetter).
  • Indoor-Eisbahn statt Natureis.

Quick Facts: ÖV, Bergbahnen, Kinderwagen, Budget

  • ÖV: Sehr familienfreundlich, viele Orte sind gut per Bahn erreichbar.
  • Bergbahnen: Für Aussichtspunkte super, aber nicht zwingend – viele Wintererlebnisse funktionieren im Tal.
  • Kinderwagen: Je nach Strecke; mit Kleinkindern lohnt sich oft Trage + Schlitten statt Buggy.
  • Budget: Unterkunft/Verpflegung können höher sein – dafür viele Gratis-Highlights (Licht, Landschaft, Spaziergänge).

Modul 3: Zentralschweiz/Andermatt-Umgebung – Bahnromantik und Schneeabenteuer

3-Tage-Programm

  • Tag 1: Zugreise durch die Berge (mit Znüni und Fensterplatz-Ritual). Kurzer Spaziergang am Zielort, danach gemütliches Ankommen.
  • Tag 2: Winterwanderung am Vormittag, nachmittags Schlitteln (ideal, wenn unterschiedliche Fitness in der Familie vorhanden ist).
  • Tag 3: Je nach Alter: Pferdekutsche oder Huskyschlitten als Highlight, danach Heimreise.

Schlechtwetter/zu kalt: Indoor-Plan

  • Hallenbad/Therme oder Indoor-Spiel- und Sportangebote in der Region.
  • Kurzer Ausflug in ein Museum/Visitor Center (falls vorhanden) und «warmes Zvieri».

Quick Facts: ÖV, Bergbahnen, Kinderwagen, Budget

  • ÖV: Sehr gut, Bergstrecken sind Teil des Erlebnisses.
  • Bergbahnen: Praktisch, aber mit Alternativen gut ersetzbar.
  • Kinderwagen: Auf geräumten Wegen möglich, bei Neuschnee schnell mühsam.
  • Budget: Planbar: Viele Erlebnisse sind «low cost» (Wanderweg, Schlittelweg, Bahnreise).

Modul 4: Berner Oberland – Winterklassiker ohne Ski

3-Tage-Programm

  • Tag 1: Anreise, kurze Runde Schlittschuhlaufen (Eishalle ist wetterunabhängig) oder Winterspaziergang am Seeufer, wo möglich.
  • Tag 2: Gleitschirm fliegen als Tandem-Erlebnis (für ältere Kinder/Teens) oder parallel eine gemütliche Winterwanderung für den Rest der Familie.
  • Tag 3: Baden und entspannt ausklingen lassen.

Schlechtwetter/zu kalt: Indoor-Plan

  • Freizeitcenter (Klettern, Bowling, Trampolin – je nach Angebot).
  • Wärmepausen fest einplanen: heisse Getränke, trockene Handschuhe, kurze Etappen.

Quick Facts: ÖV, Bergbahnen, Kinderwagen, Budget

  • ÖV: Gut, aber je nach Tal mit Umstiegen – Reisezeit realistisch planen.
  • Bergbahnen: Viele Möglichkeiten, aber in den Ferien oft stark frequentiert.
  • Kinderwagen: In Orten und auf Promenaden gut, bei Winterwegen abhängig von Räumung.
  • Budget: Früh buchen hilft; Alternativen ohne Bergbahn entlasten die Kosten.

Modul 5: Toggenburg – familienfreundlich, überschaubar, viel draussen

3-Tage-Programm

  • Tag 1: Anreise und erste Schlitteln-Runde (kurz und spielerisch, ideal zum Ankommen).
  • Tag 2: Geführte Schneeschuhwanderung oder Winterwanderung, am Abend (wenn angeboten) eine kleine Fackelwanderung.
  • Tag 3: Kulinarische Entdeckungen in einem lokalen Gasthaus oder gemeinsame «Ferienküche» in der Unterkunft.

Schlechtwetter/zu kalt: Indoor-Plan

  • Indoor-Bewegung: Freizeitcentren in erreichbarer Nähe.
  • Ruhiger Familiennachmittag: Spiele, Lesen, Hörbuch – bewusst als Erholung einplanen.

Quick Facts: ÖV, Bergbahnen, Kinderwagen, Budget

  • ÖV: Gut erreichbar, viele Strecken sind überschaubar.
  • Bergbahnen: Je nach Programm nice-to-have, nicht zwingend.
  • Kinderwagen: Eher auf geräumten Wegen/Ortsrunden, sonst Trage/Schlitten.
  • Budget: Oft familienfreundlicher als Top-Hotspots; vor Ort nach Gästekarten fragen.

Modul 6: Tessin – «Wintersonne» und Perspektivenwechsel

3-Tage-Programm

  • Tag 1: Anreise als Zugreise mit Perspektivenwechsel: Norden winterlich, Süden milder. Ankommen, Spaziergang, Gelato oder heisse Schoggi – je nach Wetter.
  • Tag 2: Wenn es im Norden schneit: bewusst «Vitamin-D-Feeling» sammeln mit Outdoor-Zeit, Spielplatzrunde und Aussichtspunkten. Für einen Tagesausflug zurück in den Schnee eignet sich je nach Lage eine kurze Bergfahrt.
  • Tag 3: Baden oder Indoor-Plan (Museen/Freizeithalle) und Heimreise.

Schlechtwetter/zu kalt: Indoor-Plan

  • Freizeitcentren oder familienfreundliche Museen/Indoor-Angebote.
  • Kulinarischer Fokus: gemeinsam kochen und neue regionale Produkte entdecken.

Quick Facts: ÖV, Bergbahnen, Kinderwagen, Budget

  • ÖV: Sehr gut, ideal auch ohne Auto.
  • Bergbahnen: Optional für Schnee-Ausflüge oder Aussicht.
  • Kinderwagen: Meist einfacher als in tief verschneiten Regionen.
  • Budget: Je nach Ort; mit ÖV und Picknick gut steuerbar.

Winterwanderungen und Schneeschuhlaufen

Eine Familie wandert in den Winterferien mit Schneeschuhen auf dem Simplon Pass.

Entdecke mit der Familie das märchenhafte Winterwunderland beispielsweise auf dem Simplon Pass. © Switzerland Tourism / Silvano Zeiter

Geniesse mit deinen Kindern die verschneiten Landschaften bei einer Winterwanderung durch die Wälder oder über gefrorene Seen. Bei einer geführten Schneeschuhwanderung erhaltet ihr nicht nur die notwendige Ausrüstung, sondern erfahrt von den Guides auch viel Wissenswertes über das Wintersportgebiet. Mit älteren Kindern kannst du auch eine ausführliche Tour über einen Gletscher machen.

Was bei Schneeschuh/Winterwandern mit Kindern wichtig ist
Plane bewusst kürzer als im Sommer: Kinder kühlen schneller aus, und im Schnee kostet jeder Schritt mehr Energie. Der Schweizer Alpen-Club SAC empfiehlt für Wintertouren eine realistische Routenwahl, genügend Pausen, warme Ersatzschichten (vor allem Handschuhe/Socken), trockene Kleidung im Rucksack sowie eine sorgfältige Beurteilung von Lawinenlage und Wetter. Bleibt mit Kindern auf markierten Winterwegen oder bucht eine geführte Tour, wenn ihr euch unsicher seid.

Fackelwanderungen

Nachtwanderungen sind wunderschön und gemütlich. Mit Fackeln, Laternen oder Stirnlampe ausgerüstet, kannst du mit deinen Kindern auch in der Nacht die Natur erkunden. In den abgelegenen Gemeinden ist dunkel genug, um mit deinen Kindern die Sternbilder zu entdecken. Oft werden solche Fakeltouren auch von der Feriengemeinde angeboten.

Schlittschuhlaufen und Eishockey

Kinder sind am Eiskunstlaufen auf dem Natureis des Lago Bianco in Poschiavo.

Auf dem Natureis des Lago Bianco in Poschiavo seid ihr in die wunderschöne Berglandschaft eingebettet. © Switzerland Tourism / Filip Zuan

Schwingt die Kufen: Auf dem zugefrorenem See oder in der Eishalle könnt ihr euch dem Eissport hingeben. Oft findest du eine Eishalle in grösseren Ferienregionen oder Gemeinden. Einige Eishallen haben auch Eisbahnen und bieten Eishockey, Curling oder Eisstockschiessen an. Wenn ihr lieber frei in der Natur seid, könnt ihr inmitten der Berglandschaft auf dem zugefrorenen See oder Natureisflächen schlittschuhfahren. Achte draussen besonders auf freigegebene Eisflächen und lokale Hinweise: Eisstärken können sich bei Wetterwechsel rasch verändern.

Baden im Hallenbad oder der Therme

Anstatt Skifahren geniesst eine Familie das Thermalbad in Leukerbad mit Bergpanorama.

Im Thermalbad, auf dem Bild das Leukerbad, könnt ihr euch an kalten Tagen aufwärmen.© stevenallan / iStock / Getty Images Plus

Wenn es draussen stürmt, regnet oder stark schneit, ist das Baden in einem Hallenbad oder einer Therme die ideale Aktivität. Im Aussenbereich der warmen Therme seid ihr umgeben von der Schweizer Winterlandschaft. Hier kannst du richtig entspannen, während sich deine Kinder auf der Rutschbahn austoben. Für Familien hilfreich: Packe nach dem Baden warme, trockene Kleidung griffbereit ein (Mütze, Fleece, Thermo-Unterwäsche) – nasse Haare und kalte Luft sind eine häufige Kombi für Frust.

Schlitteln

4-köpfige Familie fährt mit Schlitten die Schlittelpiste hinunter. Blauer Himmel und Bergpanorama im Hintergrund.

Im Winterfunpark  in Charmey könnt ihr bis nach Bouné Rodzo schlitteln. © Switzerland Tourism / Nicole Schafer

Auch auf den Schlittelwegen könnt ihr die Natur und Pisten erleben. Gerade wenn andere Familienmitglieder gerne Skifahren, bietet sich das Alternativprogramm Schlitteln gut an. So könnt ihr euch im Bergrestaurant zum gemeinsamen Zmittag treffen. Dies kannst du auch gut mit einer Wanderung kombinieren. Praktisch mit Kindern: Vereinbart vor dem Start klare Regeln (Abstand, Anhalten nur am Rand, Fussgängerzone respektieren) und prüfe, ob die Strecke für Familien freigegeben ist..

Zugreisen durch die Schweiz

Die Rhätische Bahn fährt über das Albulaviadukt in der verschneiten Winterlandschaft.

Mit dem Interregio der Rhätischen Bahn gehts über das Albulaviadukt und vorbei an der schönen Winterlandschaft. © Rhätische Bahn / Andrea Badrutt

Warm eingekuschelt durch die Winterlandschaft: Im Zug fahrt ihr entlang von eisigen Schluchten, verschneiten Wiesen und schöner Panoramaaussicht durch den Schweizer Winter. Steigt ein und geniesst die Fahrt mit einem feinen Znüni und heisser Schokolade. Fahrt über historische Brücken oder über Pässe und entdeckt die Schweiz aus einer neuen Perspektive. Für Kinder funktioniert eine einfache Struktur gut: «Aussicht-Spiel» (Tunnel zählen, Tiere suchen), kurze Bewegungsstopps im Wagen und ein fixes Picknick-Zeitfenster.

Fahrt mit der Pferdekutsche oder einem Huskyschlitten

Mit dem Huskyschlitten fährt eine Familie durch die verschneite Landschaft.

In Les Giettes im Wallis könnt ihr mit Huskys Schlittenfahren. © Switzerland Tourism / Ivo Scholz

Ein rasanteres Erlebnis für deine Kinder sind Fahrten mit dem Hundeschlitten. Bevor die rasante Fahrt auf dem Schlitten losgeht, lernen deine Kinder die Vierbeiner kennen. Gemütlicher ist eine Kutschfahrt mit Pferden. In gemächlichem Tempo werdet ihr durch die verschneite Landschaft oder durchs Dorf kutschiert. Kutschfahrten werden an den verschiedensten Orten Angeboten. Achte bei beiden Varianten auf klare Sicherheitsinstruktionen der Anbieter und darauf, dass die Kleidung winddicht ist: Im Sitzen kühlt der Körper deutlich schneller aus als beim Laufen.

Im selbst gebauten Iglu übernachten

Nachtstimmung mit den fertiggebauten Iglus am Iglu-Festival auf der Engstligenalp

Auf der Engstligenalp könnt ihr im selbstgebauten Iglu übernachten. © Tourismus Adelboden - Lenk - Kandersteg By-line: swiss-image.ch/Ida Schmieder

Diese einmalige Übernachtung werden deine Kinder garantiert nie vergessen! In einigen Wintersportgebieten kannst du mit deinen Kindern einen Iglu-Kurs buchen. Hier lernt ihr nicht nur, wie man aus Schnee eine Hütte baut, ihr könnt auch gleich darin übernachten. Wenn ihr lieber selbst ein Iglu bauen wollt, haben wir für euch eine Anleitung erstellt. Für Familien wichtig: Gute Anbieter sprechen mit euch auch über Wärme, Kleidungsschichten und sichere Platzwahl.

Eisklettern

Eisfallklettern in Val Ferrera in Graubünden als alternatives Winterferien-Programm.

Im Val Ferrera in Graubünden können deine Kinder auf einem gefrorenen Wasserfall klettern. © Schweiz Tourismus/Christof Sonderegger

Auf vereisten Wasserfällen klettern? Deine älteren Kinder können einen Eiskletterkurs besuchen. Dieser wird je nach Region für einen Abend bis zu einer Woche angeboten. Diese vermitteln deinen Kindern die Sicherungstechniken und die Sportart, so dass sie anschliessend gut gesichert ihre Geschicklichkeit testen können. Plane Eisklettern als Familien-Highlight bewusst mit genügend Reserve: Kälte, Wartezeiten und Konzentration sind anspruchsvoll – und es ist völlig ok, wenn ihr nach einem kurzen Kursblock genug habt.

Gleitschirm fliegen

Gleitschirmflieger bei blauem Himmel in den Schweizer Bergen.

Hoch über den Gipfeln bei Interlaken könnt ihr die atemberaubende Aussicht geniessen. © SasinParaksa / iStock / Getty Images Plus

Die Skipiste wirkt plötzlich so klein und die Ferienwohnung ist kaum noch zu sehen. Beim Gleitschirmfliegen seht ihr eure Ferienregion aus einer neuen Perspektive. Die meisten Anbieter lassen auch Kinder mitfliegen. Für Eltern hilfreich: Kläre vorab Mindestalter, Mindestgewicht, Kleidung (Handschuhe!) und wie lange dein Kind in der Kälte still sitzen muss – gerade das unterschätzen viele.

Eisgrotte besuchen

Eishöhle im Rhonegletscher, Eiskorridor mit gefrorenen blauen Wänden.

Entdecke mit deinen Kindern den Rhonegletscher von Innen. © SaskiaAcht / iStock / Getty Images Plus

Jahrtausend alte Geschichte, vieles zum Anfassen und Bestaunen: Die Eishöhlen und -grotten erzählen eine spannende Geschichte. In Gletschernähe kannst du mit deinen Kindern in eine Eishöhle gehen. Hier erlebt ihr die unterirdische Welt des Schnees. In den Gleschtergrotten seht ihr gefrorenen Nebel in dem 5000 Jahre alten Eis. Gerade mit Kindern lohnt es sich, den Besuch kurz zu halten und warm zu planen: In Eisgrotten ist es rutschig und deutlich kälter als draussen, auch wenn die Sonne scheint.

Nutzt auch das Kinderprogramm der jeweiligen Wintersportdestination. Das Programm reicht von Basteln, Backen, bis hin zu Märchen hören und Kinderkino. Erkundige dich in den Touristenzentren nach den aktuellen Winterangeboten für deine Kinder.

Sicherheit & Wetter 

Winterferien ohne Ski sind oft entspannter – aber Kälte, Wetterumschwünge und Untergrund bleiben echte Faktoren. Diese Basics helfen dir, Risiken klein zu halten, ohne dass ihr ständig «auf der Bremse» seid:

  • Wetterwarnungen ernst nehmen: MeteoSchweiz veröffentlicht offizielle Warnungen (z.B. Sturm, Neuschnee, Glätte). Passe das Programm daran an: Bei Wind lieber Waldwege/Indoor statt ausgesetzte Aussichtspunkte.
  • Lawinenlage und Routenwahl: Der Schweizer Alpen-Club SAC betont, dass Winterwandern und Schneeschuhwandern eine solide Tourenplanung brauchen. Mit Kindern gilt: markierte Winterwege wählen, keine «Abkürzungen» über offene Hänge, und im Zweifel eine geführte Tour buchen.
  • Kälte-Management: Kinder merken Kälte oft spät – oder sagen es erst, wenn es schon unangenehm ist. Hilfreich sind kurze Check-ins («Sind Hände und Füsse warm?»), ein heisses Getränk und trockene Ersatzhandschuhe im Rucksack.
  • Timing: Startet früh genug, damit ihr nicht in Dämmerung und sinkende Temperaturen hineinplant – vor allem bei längeren Schlittelwegen oder Wanderungen.

Für konkrete Routen, Öffnungszeiten und Sicherheitsregeln sind Schweiz Tourismus und regionale Anbieter (Tourismusbüros, Bergbahnen, Kursanbieter) die besten Anlaufstellen, weil sie kurzfristige Änderungen am schnellsten abbilden.

Deine Kinder spüren einen Bewegungsdrang, haben aber keine Lust auf die Piste? Wie wärs mit einem Ausflug ins nächste Freizeitzentrum? Von Klettern, Tischtennis, Bowling, Minigolfen oder Trampolinspringen: Die sportlichen Aktivitäten in den Freizeithallen sind vielfältig und perfekt bei schlechtem Wetter. Während sich deine Kinder austoben, kannst du es dir in der Therme gemütlich machen. Für viele Familien ist das auch der beste «Ausgleichstag», damit nicht jeder Ferientag nur aus warm anziehen, ausziehen und wieder anziehen besteht.

Kulinarische Entdeckungen

Eine Familie sitzt am Tisch und isst Älplermaggaronen, die Obwaldner Spezialität.

In Obwalden werden typsicherweise Älplermagronen gegessen: Obs deinen Kindern genauso schmeckt? © Christopher Ames / iStock / Getty Images Plus

Eure Winterdestination könnt ihr auch kulinarisch entdecken. Von Maluns bis Tomatenfondue: Die Schweiz hat viele regionale Spezialitäten. Diese könnt ihr gemeinsam im Ferienhaus kochen oder ihr besucht ein lokales Berggasthaus. Probiert euch durch die lokalen Speisen durch. Dies kannst du auch gut mit anderen Winteraktivitäten wie dem Schneeschuhlaufen kombinieren. Oder besucht eine Schaukäserei, die Pizzoccheri-Manufaktur oder die Wursterei und entdeckt, wie unsere Spezialitäten hergestellt werden. Wenn du mit Kindern neue Speisen ausprobieren willst, hilft oft ein einfacher Trick: eine «sichere» Beilage (Brot, Apfelmus, Rohkost) dazu – so bleibt die Stimmung entspannt, auch wenn etwas nicht schmeckt.

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