Facebook Pixel
Freizeit > Feste

Kinderfragen zu Weihnachten: Das können Sie antworten

Gerade für Kinder ist die Adventszeit eine Zeit voller Wunder und Spannung. Neugierig wie Kinder sind, haben sie aber auch eine Menge Fragen – und die sind gar nicht immer so einfach zu beantworten! Familienleben hat die häufigsten Kinderfragen zu Weihnachten und die dazugehörigen Antworten recherchiert.

Kinder stellen viele Fragen zu Weihnachten und Co.

Post für den Weihnachtsmann am Nordpol: Kinder sind neugierig und stellen viele Fragen zum Thema Weihnachten. Foto: ArtMarie, E+, Getty Images Plus

Woher kommt das Christkind?

Anders als der Name vielleicht glauben machen will, hat das Christkind nicht viel mit Jesus Christus zu tun. Die Geschichte vom Christkind stammt ursprünglich von Martin Luther. Da die Protestanten die katholischen Heiligen ablehnten – so auch den heiligen Nikolaus, der am 6. Dezember die Kinder beschenkte – ersetzte Martin Luther diesen durch die Geschichte vom Christkind, einem Engelchen, das am 25. Dezember Geschenke an die Kinder verteilt.

Wenn Ihre Kinder also fragen, woher das Christkind kommt, fällt die Antwort leicht. Von da, wo alle Engel herkommen: vom Himmel. Da wohnt es das ganze Jahr hindurch in einem Wolkenpalast und wartet, bis es wieder Weihnachten wird und es auf die Erde kommen kann, um alle Kinder auf der Welt zu beschenken.

Wo wohnt der Weihnachtsmann?

Ja, wo wohnt der Weihnachtsmann denn die restlichen 364 Tage im Jahr, wenn er nicht gerade Geschenke verteilt? Das ist eine Frage die sich viele Kinder stellen. Schliesslich muss doch jemand wie der Weihnachtsmann auch ein Zuhause haben? Und vielleicht ist es ja in der Nähe, so dass man ihm mal einen Besuch abstatten könnte!

Die am weitesten verbreitete Version ist wohl die, dass der Weihnachtsmann am Nordpol wohnt. Mit seinen Rentieren und den kleinen Wichtel-Helfern wohnt er in einem kleinen Häuschen gleich neben der Spielzeugfabrik, die das ganze Jahr hindurch Spielsachen für alle braven Kinder produziert. Und nur am Weihnachtsabend kommt er her zu uns, um den Kindern Geschenke zu bringen. Mit ein bisschen Glück kann man ihn vielleicht sogar einmal sehen.

Wie alt ist das Christkind/der Weihnachtsmann?

Das Christkind gibt es tatsächlich schon seit dem 16. Jahrhundert, der Geschichte nach soll es aber schon bei Jesu Geburt dabei gewesen sein. Wie alt das Christkind also wirklich ist, kann niemand so genau sagen, dargestellt wird es allerdings meist als Mädchen oder junge Frau mit Flügeln und Heiligenschein.

Auch über das Alter des Weihnachtsmann wird häufig gerätselt. Über 100 Jahre alt soll er schon sein, sein Bart ist schliesslich schneeweiss! Man munkelt aber, dass nicht einmal der Weihnachtsmann selber sich daran erinnern kann, wie alt er wirklich ist.

Weihnachtsmann oder Christkind, wer bringt denn nun die Geschenke?

Bei dieser Frage kann man als Eltern schon mal etwas in Bedrängnis geraten. Da nicht alle Kinder nur ans Christkind glauben, kann man ja schon einmal durcheinander kommen. Die einen sagen Weihnachtsmann, die anderen Christkind, aber wer bringt denn nun wirklich die Geschenke?

Die einfachste Lösung: «Der Weihnachtsmann und das Christkind helfen einander, da es so viele Kinder auf der Welt gibt!»

Je nachdem, an was das Kind glaubt, kann nun erklärt werden, dass der Weihnachtsmann oder das Christkind eben für einen anderen Teil des Landes zuständig ist.

Wie schafft es das Christkind/der Weihnachtsmann, in einer Nacht alle Kinder zu beschenken?

Spätestens wenn die Kinder in die Krippe oder den Kindergarten kommen, merken sie, dass es ja doch ganz schön viele Kinder gibt auf dieser Welt. Und da liegt die Frage, wie denn das Christkind in einer Nacht alle beschenken kann, doch ziemlich nah.

Die Antwort ist allerdings ganz einfach: Da das Christkind ein Engel ist, kann es fliegen und das sogar ziemlich schnell! Das ist auch der Grund, warum niemand das Christkind sehen kann. Nur durch das leise Klingeln des Glöckchens weiss man, dass das Christkind gerade da gewesen ist.

Der Weihnachtsmann kann selber nicht fliegen, aber er besitzt einen magischen Schlitten mit fliegenden Rentieren, der genau das kann. Damit fliegt er von Haus zu Haus und ist so schnell wie der Wind. So schafft er es, in einer Nacht alle Kinder auf der ganzen Welt zu beschenken.

Warum schreibt man Wunschzettel (und wohin schickt man sie)?

Das Schreiben von Wunschzetteln ist bei vielen Kindern beliebt und ein festes Ritual im Advent. Ein Wunschzettel ist dazu da, die Wünsche für das kommende Weihnachtsfest dem Christkind oder dem Weihnachtsmann mitzuteilen. Meist schreiben die Kinder auf, dass sie brav waren und welches Spielzeug sie gerne geschenkt bekommen würden.

Man kann die Wunschzettel und Briefe an eine Vielzahl echter Adressen, sogenannte Weihnachtspostämter, schicken und erhält, sofern man den Brief früh genug losgeschickt hat, sogar eine Antwort im Namen des Weihnachtsmanns oder des Christkinds. Auch die Schweizer Post bietet jedes Jahr diesen speziellen Service an. Briefe adressiert an den Samichlaus, den Weihnachtsmann oder das Christkind werden gesammelt und von Angestellten der Post beantwortet.

Briefe ans Christkind und Co

Für Briefe ans Christkind gibt es eine eigene Poststelle im kleinen Ort Christkindl in Oberösterreich. Sie ist ab dem ersten Adventssonntag geöffnet und bearbeitet Briefe bis am 6. Januar. Die Adresse lautet:

Postamt Christkindl
Christkindlweg 6
A-4411 Christkindl

Wer dem Weihnachtsmann einen Brief schreiben möchte, kann diesen nach Norwegen in die Weihnachtsstadt in Drøbak schicken. Die Adresse lautet:

Julenissens Postkontor
Torget 4
1440 Drøbak
Norwegen

 

Warum stellt man einen Christbaum ins Wohnzimmer?

Der Brauch, einen Tannenbaum ins Heim zu stellen ist schon alt. Früher stellten die Menschen Tannenbäume auf, um böse Geister abzuwehren. Die Idee, die immergrünen Bäume zu schmücken kam dann erst viel später. Erst wurden sie mit Äpfeln, Nüssen und Süssigkeiten geschmückt, welche die Kinder dann an Heiligabend vom Baum pflücken und essen durften.

Heutzutage schmücken wir unsere Weihnachtsbäume mit Kerzen, Weihnachtskugeln und Lametta um dem Christkind eine Freude zu machen und um einen schönen Platz für die vielen Geschenke zu schaffen.

Der Freund/das ältere Geschwister hat gesagt das Christkind/der Weihnachtsmann sei nicht echt?

Alle Eltern kennen das Problem: Wenn das Kind eines Tages von der Krippe, dem Kindergarten oder der Schule nach Hause kommt und meint, der Peter und die Anna haben gesagt, das Christkind (wahlweise auch der Osterhase, die Zahnfee oder Harry Potter) sei gar nicht echt. Was nun?

Je nach Alter des Kindes kann getrost die Wahrheit aufgedeckt werden: Dass die Eltern die Geschenke kaufen und das Christkind oder der Weihnachtsmann nicht echt sind. Kleinere Kinder, die noch fester an der Fantasie festhalten, kann man aber zum Beispiel mit folgender Antwort trösten: «Das Christkind (oder der Weihnachtsmann) kommt eben nur zu den Kindern, die auch ganz fest daran glauben! Bei den anderen müssen halt wohl oder übel die Eltern die Geschenke besorgen, damit sie nicht leer ausgehen.»

Auch eine Möglichkeit ist es, dem Kind zu erklären, dass die Eltern lediglich die Helferlein des Christkinds oder des Weihnachtsmanns sind und deswegen die Geschenke kaufen gehen.

Antworten auf weitere Kinderfragen zu Weihnachten

Erfahren Sie mehr zum Santa Claus Village in Lappland im folgenden Video:

Autor: Fabienne Wernli