Tea-Time! Wie Sie Kinder für Tee begeistern

Wenn's draussen kälter wird, tut wärmender Tee auch Kindern richtig gut. Gerade Früchtetee und Kräutertees sind dabei für Kinder ideal. Die besten Tipps und Rezepte für junge Teetrinker.

Tee für Kinder: Am besten schmeckt oft Früchtetee.

Leckere Kräutertees schmecken auch den Kindern. Bild: iStockphoto-Thinkstock

Lange haben die Kinder draussen gespielt. Trotz aller Bewegung sind sie richtig durchgefroren. Was ist nun schöner, als vor einem Stövchen mit flackerndem Teelicht zu sitzen und die Hände um eine warme Tasse Tee zu halten? Wie behaglich es ist, wenn der Teeduft durch das Haus schwebt! Tee vermittelt Ruhe und Gelassenheit, wie der Volksmund längst weiss: «Abwarten und Tee trinken», heisst es.

Kräuter- und Früchtetees stärken das Immunsystem

Zwar sind Grüner und Schwarzer Tee wegen ihres Koffeingehaltes kein geeignetes Getränk für Kinder, wohl aber Kräuter- und Früchte-Aufgüsse. «Früchte- und Kräutertees zählen neben Trink- und Mineralwasser  zu den sinnvollsten Alltags-Getränken», so die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung. Zwar gehen bei der Verarbeitung und Trocknung der Frucht- und Kräuter-Bestandteile die meisten Vitamine verloren. Dennoch stärken Früchte- und Kräutertees das Immunsystem, also die biologische Abwehr von Krankheitserregern. Viele Früchte- und Kräutertees sind reich an Polyphenolen, die Freie Radikale daran hindern können, den Organismus zu schädigen, wie das Institut für Lebensmittelchemie der Technischen Universität Braunschweig im Rahmen einer Studie herausfand. Wer schon als Kind das Teetrinken als selbstverständlich erlebt, kann Krankheiten wie Krebs und Grauem Star vorbeugen.

Tee ist nicht nur gesund, weil er Polyphenole enthält, sondern auch deshalb, weil er vieles nicht beinhaltet, was andere Getränke in sich haben: Zucker zum Beispiel, der Zähne langfristig schädigen kann. Tee sollte Kindern grundsätzlich ungesüsst angeboten werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Kleinkinder an den Geschmack gewöhnen und frühzeitig auf gesüsste Getränke fixiert werden.  

So wird Tee richtig aufgebrüht

  • Wer einen guten Tee kochen will, muss zunächst das Wasser sprudelnd kochen lassen. In der hohen Wassertemperatur sterben krankheitserregende Keime, die in allen Naturprodukten enthalten sein können.

  • Kräuter- und Früchtetees sollten so lange ziehen, wie es auf der Packung empfohlen wird. Einige Sorten entfalten ihr volles Aroma erst nach zehn Minuten.Wichtig ist, den Tee nicht zu heiss zu servieren, da er die Speiseröhre verletzen kann.

  • Mit folgendem Trick lässt sich der Tee leicht auf eine angenehme Temperatur hinab kühlen: Der Tee wird mit der Hälfte des notwendigen Wassers aufgebrüht. Erst nach der Ziehzeit wird er mit stillem Mineralwasser verdünnt.

Kinder lieben Früchtetee

Tee für Kinder

Früchtetee eignet sich besonders für Schleckmäuler. Bild: iStockphoto-Thinkstock

Rezept für Roibusch-Früchtetee

  • 2 EL Roibusch-Tee
  • 1/2 l Apfelsaft
  • 1/2 l Traubensaft
  • Zitronenscheiben

Kinder, die eine besondere Vorliebe für Süsses haben, freunden sich am ehesten mit Früchtetee an. Die Auswahl ist gross – sie reicht von Apfel- und Erdbeer- über Hagebutten- und Orangentee bis hin zu Fruchtmischungen. Früchtetee sollte allerdings erst nach dem fünften Lebensmonat Kindern angeboten werden, denn die Säure im Tee kann den empfindlichen Baby-Popo wund machen. «Deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, dem Baby zuerst eine einzelne Teesorte und nicht gleich eine Mischung anzubieten», rät die WKF Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. «Dadurch lässt sich rasch erkennen, wie das Kind den jeweiligen Früchtetee verträgt.»

Kräutertee für Kinder

Rezept für Apfel-Pfefferminztee

  • 1l heisses Wasser
  • 1 Bündel frischer Pfefferminz
  • 1l Apfelsaft

Wer seinem Nachwuchs immer mal wieder einen Kräutertee anbietet, fördert die Akzeptanz. «Kamille, Anis, Kümmel, Pfefferminze und Fenchel sind besonders wohltuend für das kindliche Verdauungssystem», so die WKF. Schon Babys vertragen Kräutertee. Fencheltee ist der mit Abstand beliebteste Tee für Säuglinge und Kleinkinder. «Er schmeckt den Kleinen offensichtlich ausgesprochen gut, wirkt ausserdem angenehm entspannend auf den Magen-Darm-Bereich und ist bei Infekten schleimlösend.»

Tee aus Apfelschalen

Oft sind Kinder leichter zu motivieren, eine neue Teesorte zu probieren, wenn Sie bei der Zubereitung helfen durften. Bei diesen Apfel-Schalen können sie mitmischen:

Nachdem Sie einige Äpfel gewaschen und geschält haben, werden die Schalen auf Schnüre gereiht, die im Freien an einem warmen, trockenen, gut belüfteten und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort aufgespannt werden. Dazu eignet sich zum Beispiel der Estrich, auf dem sich im Herbst die Wärme hält. Die Schalen sind fertig getrocknet, wenn sich beim Durchbrechen kein Saft mehr zeigt. Wer nun eine Handvoll der trockenen Schalen mit heissem Wasser überbrüht und zehn Minuten ziehen lässt,  erhält einen aromatischem Früchtetee. Der Rest der Apfelschalen wird in gut verschliessbaren Gefässen aufbewahrt. Dort sind sie viele Monate haltbar.

Tipp: Kräuter-Tee selber machen

Einen Kräutertee selbst herzustellen, ist nicht schwer. Dafür werden in der Regel die Blätter des gewünschten Krautes abgeschnitten, am besten im Sommer, denn zu dieser Zeit verfügen die Blätter über das beste Aroma. Die Blätter vorsichtig mit nicht zu kaltem Wasser abbrausen und das Wasser abschütteln. Blätter nun in einen luftigen Korb legen und draussen an einem schattigen Ort trocknen lassen. Zwischendurch die Blätter durchrühren. Wenn sie rascheln, sind sie trocken. Aufzubewahren sind die Kräuter in licht- und luftundurchlässigen Behältern.

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