Wenn es zu heiss wird: Hitzewallungen in der Schwangerschaft

Hitzewallungen werden oft mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht. Doch auch in der Schwangerschaft sind sie für manche Frauen ein regelmässiges Übel.  Wirklich dagegen tun kann man nichts. Doch mit ein paar Tricks lassen sich die Hitzewellen besser überstehen.

Viel trinken hilft bei Hitzewallungen in der Schwangerschaft.

An heissen Sommertagen kann es besonders leicht zu Hitzewallungen kommen. Viel zu trinken kann helfen. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Eine Schwangerschaft kann eine heisse Angelegenheit sein. Besonders wer im Sommer hochschwanger ist, wird die Hitze oft besonders spüren. Manche Frauen bekommen gar regelrechte Hitzewallungen und Schweissausbrüche. Gefährlich sind diese nicht, aber sie können unangenehm sein. Besonders im zweiten und letzten Drittel der Schwangerschaft treten die Hitzewellen auf. Manche Frauen sind auch noch nach der Geburt im Wochenbett oder in der Stillzeit davon betroffen. Typischerweise treten die Hitzewallungen besonders am Kopf, am Nacken und an der Brust auf.

Die Gründe für die Hitzewallungen sind zum einen hormoneller Natur. Zum anderen liegt es an den beschleunigten Stoffwechselvorgängen und schnellerem Blutfluss. Es ist für den Körper harte Arbeit, nicht nur die Mutter sondern auch noch das ungeborene Baby mit Blut zu versorgen. Kein Wunder, dass er dabei mehr Wärme erzeugt und ins Schwitzen kommt. Die veränderten Stoffwechselvorgänge können zum Beispiel auch für heisse Füsse, eine weitere typische Beschwerde in der Schwangerschaft, sorgen.

Im Zwiebel-Look gegen die Hitzewallungen

Um den Hitzewellen vorzubeugen, können Sie darauf achten, dass Sie keine scharfen Gewürze oder gegrilltes oder scharf angebratenes Fleisch essen. Diese gelten als Auslöser von Schweissausbrüchen. Auch starker Kaffee oder Tee können verantwortlich sein. Übermässiges Sonnenbaden sollten Sie in der Schwangerschaft ohnehin vermeiden, da Ihre Haut empfindlicher ist. Es kann ausserdem ein weiterer Auslöser für Hitzewallungen sein. Im Winter empfiehlt es sich, öfter das Fenster zu öffnen oder die Heizung nach unten zu drehen, damit Sie sich nicht in überheizten Räumen aufhalten. Wirklich verhindern können Sie die Hitzewallungen jedoch nicht. Besonders auch im Sommer, wenn es sehr heiss ist, wird es schwierig sein, den Verursachern von Hitzewellen zu entgehen.

Stattdessen gibt es einige Tipps, wie Sie die Schweissausbrüche und Hitzeanfälle besser überstehen. Mit der Auswahl Ihrer Kleidung können Sie dazu beitragen, dass die Hitzewelle schneller wieder vorbei ist.  Wenn es draussen etwas kühler ist, sollten Sie Ihre Sachen nach dem sogenannten Zwiebel-Look aussuchen. Dabei tragen Sie mehrere Lagen von Kleidungsstücken übereinander. Wenn Sie spüren, dass eine Hitzewallung aufkommt, können Sie sich schnell Kühlung verschaffen, indem Sie etwas ausziehen.

Auch an heissen Sommertagen, wenn Sie schon wenig tragen, können Sie durch Ihre Kleidung die Anfälle erträglicher machen. Luftige Kleider sind besser als eng anliegende Sachen. Baumwolle, Seide und Leinen lässt eine gute Zirkulation der Luft an Ihrer Haut zu. Synthetische Stoffe bleiben wohl besser für die Dauer der Schwangerschaft oder zumindest für die ganz heissen Tage im Kleiderschrank.

Was sonst noch hilft

Bei einem akuten Hitzeanfall hilft es vielen Frauen, sich kaltes oder lauwarmes Wasser über die Unterarme laufen zu lassen. Probieren Sie aus, welche Wassertemperatur für Sie angenehm ist. Manche Frauen bevorzugen eiskaltes Wasser, während andere auf etwas wärmeres Wasser schwören.

Achten Sie besonders im Schlafzimmer auf frische Luft und lüften Sie ausreichend. Wenn es draussen heiss ist, sollten Sie Ihren Schlafraum abdunkeln, sodass Sie es im Bett einigermassen kühl haben.

Ganz wichtig ist es, dass Sie ausreichend trinken. Denn wenn Sie viel schwitzen, geht Ihrem Körper viel Flüssigkeit verloren, die Sie wieder ausgleichen müssen. Wasser und ungesüsste Früchte- oder Kräutertees sind dabei die gesündesten Alternativen.

Es empfiehlt sich, immer eine kleine Sprühflasche mit Wasser, einen Ventilator oder auch Feuchttücher  in Ihrer Tasche zu haben, so dass Sie sich bei einem Hitzeanfall unterwegs Linderung verschaffen können. Auch kühlende Salben aus der Apotheke passen leicht in die Handtasche und können bei einem akuten Anfall sofort angewendet werden.

Daheim kann eine erfrischende Dusche angenehm sein. Auch eine Gelmaske für Gesicht oder Nacken, die Sie im Kühlschrank parat haben könnten, kann bei einer Hitzewelle hilfreich sein. Wenn Sie dabei noch die Augen schliessen und sich entspannen, vergeht der Anfall noch schneller.

Wussten Sie übrigens...

... dass in den meisten Jahren die Sommermonate Juli, August und September die geburtenstärksten Monate sind? Wenn es Ihnen mit dickem Bauch also sehr warm ist, dann können Sie sich zumindest trösten, dass es auch noch vielen anderen Schwangeren so geht.

 

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