«Jeder Körper ist schön»: den After Baby Body lieben lernen

Dehnungsstreifen, Narben und schwabbelige Haut. Eine Schwangerschaft hinterlässt Spuren. Schön ist das nicht. Eine amerikanische Mutter will mit ihrem Fotoprojekt «4th Trimester Bodies Project» Frauen Mut machen, ihren Körper zu lieben, so wie er ist und setzt damit ein Gegengewicht zum «After Baby Body»-Schönheitsideal der Stars.

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After Baby Body von Jade Budde

Jade Budde hat Mühe ihren Körper schön zu finden und lacht trotzdem. Foto: Ashlee Wells Jackson, 4th Trimester Bodies Project, 4thtrimesterbodies.com

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Kreisrund ziehen sie sich um ihren Bauchnabel. An den Oberschenkeln winden sie sich entlang wie ein Wurzelgeflecht. Unzählige Dehnungsstreifen. Jade Budde hat Mühe sich schön zu finden. Trotzdem lacht sie ausgelassen in die Kamera, ihren zweijährigen Sohn Oskar auf dem Arm.

Keine Mutter entspricht dem Schönheitsideal

Jade ist Teil des «4th Trimester Bodies Project». Die beiden amerikanischen Fotografinnen Laura Weetzie Wilson und Ashlee Dean Wells haben es ins Leben gerufen. Auf ihrer Webseite beschreiben sie das Projekt: «Stoppt das Zensieren des Mutterseins - jeder Körper ist schön». Jackson und Wilson haben dafür hunderte Mütter mit und ohne ihre Kinder in Unterwäsche abgelichtet. Die entsprechen nicht dem Schönheitsideal der Werbung. Sie haben keinen flachen durchtrainierten «After Baby Body» wie Stars wie Heidi Klum. Die Haut ist runzlig, übersät mit Streifen und Narben, die Bäuche dick, die Beine haben Cellulite. Aber alle Frauen zeigen sich selbstbewusst und fröhlich. Die meisten lachen. 

Ashlee Wells Jackson will anderen Müttern Mut machen ihren Körper zu lieben, «weil wir schön sind – Dehnungsstreifen, Narben und alles». Das Projekt existiere, weil «Frauen gemeinhin nach ihrem Aussehen beurteilt werden und nicht den Erwartungen entsprechen», schreibt sie auf ihrer Webseite. Keine normale Person könne mit den Werkzeugen in Photoshop konkurrieren. Mutterschaft sei «ehrwürdig und sollte gefeiert werden».

Sie selbst hat einen achtjährigen Sohn und eine 15 Monate alte Tochter, deren Zwillingsschwester vor der Geburt starb. Ihr Sohn Xavier kam zu früh auf die Welt, als Ashlee in der 28. Woche schwanger war. Er musste die ersten Tage auf der Neugeborenenintensivstation betreut werden, kam aber gesund nach Hause und die Fotografin konnte ihn stillen bis er drei Jahre alt war.

Ihre Töchter Nova Emery and Aurora Eisley wurden per Notfallkaiserschnitt in der 24. Schwangerschaftswoche geboren, Auroras Herz hatte bereits vor der Geburt aufgehört zu schlagen. Nova musste 100 Tage in die Neugeborenenintensivstation und zwei Gehirnoperationen über sich ergehen lassen. Als die Tochter fünf Monate zu Hause war, machte die Fotografin ein Selbstporträt mit ihr und startete das «4th Trimester Bodies Project». Seit dem melden sich jeden Tag Frauen, die ein Zeichen gegen den «After Baby Body»-Wahn und falsche Schönheitsideale setzen wollen.

Linktipps: So sehen Körper nach der Schwangerschaft wirklich aus

Alle Fotos können Sie auf der Webseite zum «4th Trimester Bodies Project» unter 4thtrimesterbodies.com anschauen. Ähnliche Fotoprojekte, in denen Mütter ihren Körper nach der Schwangerschaft und Geburt unretuschiert zeigen, finden Sie unter www.abeautifulbodyproject.com und theshapeofamother.com

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