Die 24. Schwangerschaftswoche (24. SSW)

Ihr Baby ist nun sehr aktiv und Sie spüren in der 24. Schwangerschaftswoche sicher viele Kindsbewegungen. Indes untersucht Ihr Frauenarzt nun per Bluttest die Antikörper in Ihrem Blut, unter anderem auf Rhesusfaktor negativ.

SSW24: In diesen Wochen spüren Sie am meisten Kindsbewegungen.

Bevor es zu eng wird, geniesst Ihr Baby noch die Bewegungsfreiheiten im Bauch. Foto: Fuse, Thinkstock

Entwicklung Baby:
Schluckauf beim Baby

Vielleicht spüren Sie ab und zu ein regelmässiges Hüpfen oder Schlagen im Bauch. Dann hat Ihr Baby wahrscheinlich Schluckauf! Dies ist völlig ungefährlich für den Fötus.

Die Augenlider sind noch geschlossen, aber darunter ist alles entwickelt. Die Netzhaut ist ausgebildet und die Augäpfel bewegen sind unter den Lidern heftig. Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass der Fötus bereits träumt. Die Iris hat zu diesem Zeitpunkt noch keine Pigmentierung. Die Augenfarbe wird sich erst in den nächsten Wochen entwickeln.

Ihr Baby ist nun ungefähr 21 Zentimeter lang (Scheitel-Steiss-Länge) und wiegt um die 650 Gramm.

Veränderungen in der Schwangerschaft:
Viele Kindsbewegungen

Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass Sie die Kindsbewegungen nun besonders oft und stark spüren. Zwischen der 24. und 28. Woche sind die Babys am Aktivsten. Danach wird es für den Babysport etwas zu eng im Bauch.

Die Gebärmutter breitet sich immer weiter aus und der obere Rand steht nun ungefähr auf der Höhe Ihres Nabels. Die gute Nachricht ist, dass Sie nun durch die höhere Lage eventuell für kürzere Zeit etwas weniger Druck auf der Blase spüren. Die anderen Organe, die weiter oben sitzen, werden aber immer mehr zur Seite gedrückt. So kann Ihnen zum Beispiel jetzt das Atmen vielleicht etwas schwerfallen.

Tipps für die werdende Mutter: Rhesusfaktor und Antikörper

Zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche wird Ihr Frauenarzt den Antikörper-Bluttest wiederholen. Dabei untersucht er, ob Sie seit dem letzten Bluttest neue Antikörper auf Infektionen gebildet haben, wie zum Beispiel Röteln. Sind Sie Rhesusfaktor negativ und der Kindsvater Rhesusfaktor positiv, wird Ihr Arzt Ihr Blut nun auch auf Anti-D-Antikörper untersuchen. Haben Sie keine, wird Ihnen zwischen der 28. und 30. Woche eine Rhesus-Prophylaxe gespritzt. Damit wird Ihr Ungeborenes geschützt. Denn falls Ihr Kind Rhesusfaktor positiv ist und es etwa bei Geburtskomplikationen dazu kommt, dass fetales Blut mit Ihrem in Berührung kommt, kann dies zu einem erheblichen Gesundheitsrisiko führen, da Ihr Körper dann für Ihr Baby gefährliche Antikörper produziert.

Text: Julia Wohlgemuth

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