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24. Schwangerschaftswoche: Diese Untersuchungen stehen jetzt an

Ihr Baby ist nun sehr aktiv und Sie spüren in der 24. Schwangerschaftswoche sicher viele Kindsbewegungen. Indes untersucht Ihr Frauenarzt nun per Bluttest die Antikörper in Ihrem Blut, unter anderem auf Rhesusfaktor negativ.

In der 24. SSW spüren Sie die meisten Kindsbewegungen.

Bevor es zu eng wird, geniesst Ihr Baby noch die Bewegungsfreiheiten im Bauch. Bild: zoranm, Getty Images

24. Schwangerschaftswoche

Frühchen haben gegen Ende der 24. Schwangerschaftswoche bereits Überlebenschancen. Neben wichtigen Vorsorgeuntersuchungen steht in dieser Woche der Zuckertest bevor.

Der Zuckerbelastungstest wird allen Schwangeren ab der 24. Woche der Schwangerschaft empfohlen. Hierzu trinken Frauen in der Schwangerschaft eine Zuckerlösung aus Wasser und Glukose, anhand dessen der Blutzuckerspiegel im Abstand von ein bis zwei Stunden gemessen wird. Dadurch kann eine mögliche Schwangerschaftsdiabetes, die bei fünf bis zehn Prozent der Schwangeren vorkommt, erkannt werden.

Ihr Körper in der 24. Schwangerschaftswoche

Weitere Untersuchungen sind ab der 24. Schwangerschaftswoche Thema. Unter anderem der Hämoglobinwert im Blut, für den der Arzt einen Fingerstich macht. Ob Sie ausreichend rote Blutkörperchen besitzen, um Ihr Baby mit Sauerstoff zu versorgen, stellt eine Blutanalyse fest. Liegt der Wert unter 11 Gramm, deutet er auf einen Eisenmangel hin. Eisenpräparate, die Ärzte dann häufig empfehlen, können Verstopfungen auslösen. In diesem Fall hilft Frauen eine eisenreiche Ernährung mit vielen Ballaststoffen wie getrockneten Aprikosen.

Das Blut der Schwangeren wird zudem auf Antikörper untersucht. Zum Beispiel werden Antikörper auf Röteln oder Toxoplasmose gesucht. Um sicherzustellen, dass sich keine roten Antikörper gebildet haben, wird die Blutgruppe der Frauen überprüft. Zwischen der 18. und 20. Schwangerschaftswoche werden Schwangere wahrscheinlich eine Rhesus-Prophylaxe, eine Spritze mit Anti-D-Immunnoglobulin bekommen, sollte ihr Blut Rhesus-negativ und das ihres Partners nicht sein. Dass bei der Geburt eines rhesus-postitiven Kindes Antigene im Blut der Mutter zu Abwehrstoffen führen, wird so verhindert. Bei einer weiteren Schwangerschaft können diese das Kind schädigen.

Der Körper bereitet sich in diesem Stadium der Schwangerschaft mehr und mehr auf die Geburt vor. Die Gebärmutter ist nun etwa so gross wie ein Handball und befindet sich auf Bauchnabelhöhe. Deutlich spürbar sind auch Kontraktionen und Übungswehen. Zwar sind sie nicht schmerzhaft, aber unangenhem. Legen Sie sich also in der 24. Schwangerschaftswoche öfter hin.

In der 24. SSW wird es enger im Bauch für das Kind.

Ihr Baby bewegt sich immer noch stark, doch es wird immer enger im Bauch. Bild: Eraxion/iStock, Thinkstock

Die Entwicklung Ihres Babys im Bauch

In der 24. Schwangerschaftswoche, im 6. Monat der Schwangerschaft, ist die Entwicklung des Babys vorangeschritten. Es ist rund 31 Zentimeter gross und wiegt bereits 700 Gramm. Noch ist das Baby feingliederig und dünn entwickelt. Im Bauch kann es sich in dieser Woche der Schwangerschaft richtig austoben und die Bewegungsfreiheit nutzen. Ab nächster Woche wird Ihrem Baby deutlich weniger Raum zur Verfügung stehen.

Manchmal liegt es auf der Seite, sitzt ganz gerade, in Meditationshaltung mit gekreuzten Beinen oder schlägt Purzelbäume. Im Ultraschall sind in dieser Woche der Schwangrschaft Bewegungen Ihres Kindes, die an erste Krabbelversuche erinnern, zu erkennen. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr hilft bei den Turnübungen und entwickelt sich seit der 13. Schwangerschaftswoche stetig weiter.

Das Baby bildet zum Ende der 24. Woche der Schwangerschaft bzw. des 6. Monats weiterhin fleissig Fettschichten. Vor allem im Nackenbereich, hinter den Brustknochen und um die Nieren setzt sich das «braune Fett» an. Es produziert auch selbst Wärme und ist isoliert. Für den Winterschlaf legen sich auch Tiere Fett an. Bei Menschen ist diese Entwicklung nur bei Neugeborenen festzustellen.

Die sogenannten Alveolen, Lungenbläschen, werden ab der 24. Woche der Schwangerschaft in der Lunge Ihres Kindes gebildet. Bei der Alveolen-Bildung hilft das Fruchtwasser in der Lunge mit und ein Netzwerk aus kleinsten Blutgefässen bildet sich um die Bläschen. Nach der Geburt leiten die Blutgefässe den Sauerstoff in den Körper Ihres Babys.

Ab der vollendeten 24. Woche der Schwangerschaft gilt ein Frühchen als überlebensfähig. Wird das Baby vor diesem Termin geboren, wird es als Fehlgeburt oder Totgeburt bezeichnet. In den Perinatalzentren leistet die Entwicklung der heutigen Intensivmedizin Beeindruckendes. In Brustkästen werden Frühchen warmgehalten und über Monitore werden ihre Lebensfunktionen überwacht. Ein hohes Risiko für Behinderungen bleibt trotzdem. Die Entwicklung der Lunge Ihres Kindes schreitet mit jeder Woche der Schwangerschaft, in der das Baby noch im Mutterleib bleiben kann, voran und die Chance auf eine gesunde Geburt steigt.

Ein Frühchen gilt ab der 28. Schwangerschaftswoche nicht mehr nur als überlebensfähig, sondern lebensfähig. Die Wahrscheinlichkeit einer bleibenden Behinderung ist jedoch noch bis zur 30. Woche der Schwangerschaft gross. Entscheidend für das Überleben des Babys ist das letzte Trimester.

Woche für Woche