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Du wirst Papa? 10 Dinge, die Mann wissen muss, wenn er Vater wird

Tipps und Ratgeber für die Schwangerschaft gibt es unzählige. Aber die meisten davon richten sich an die Frau. Dabei ist eine Schwangerschaft für den Mann ebenfalls eine intensive Zeit. Eine Zeit voller Freude, aber auch Ängsten und Fragen. Wie Mann das Beste aus all diesen Gefühlen macht und die Kugelzeit (mit)geniesst.

Nichts kann einem darauf vorbereiten, was Mann fühlt, wenn er das eigene Kind in den Armen hält. Bild: GettyImages Plus, miodrag ignjatovic

Wenn es ums Thema Schwangerschaft, Geburt oder auch Fehlgeburt geht, reden und schreiben alle immer nur über die Frau. Doch was ist mit uns Papas?! Wir gehen in der ganzen Diskussion oft vergessen, weil wir nicht die sind, die schwanger sind. Körperlich nicht, mental aber irgendwie schon. Denn ab dem Moment, als mir meine Freundin einen positiven Schwangerschaftstest entgegenstreckte, war auch für mich alles anders. 

Bin ich bereit für das, was da auf uns zukommt?!

Zack-boing – von einer Sekunde auf die andere war meine Zukunft eine andere. Ein Kribbeln im Bauch und eine unglaubliche Freude kamen in mir auf. Und nur wenig später auch etwas Angst. Bin ich bereit für das, was da auf uns zukommt? Werde ich ein guter Vater sein? Die 40 Wochen Schwangerschaft waren auch für mich ein Auf-und-Ab der Gefühle. Aber wir haben alles gemeinsam gemeistert. Und dies ziemlich gut, würde ich behaupten.

Mit diesem Artikel will ich euch auf die Zeit während der Schwangerschaft vorbereiten – damit ihr als Papa die Schwangerschaft so intensiv (mit)erlebt, wie es auch nur geht.

7 Dinge, die Mann tun kann, wenn er Papi wird

1 Sprich mit deiner Partnerin – ganz oft und offen. Tauscht euch aus über eure Gefühle. Denn nicht nur du wirst ab und zu von deinen Gefühlen übermannt. Auch sie hat bestimmt diese Momente, in denen sie unsicher ist, ob sie bereit ist, Mama zu sein. Es gibt übrigens auch verschiedene Papa-Ratgeber mit tollen (nicht immer ernst gemeinten) Tipps.

2 Seid gemeinsam schwanger. Klar, das sagt sich jetzt so leicht. Im Körper deiner Partnerin wächst ein Baby heran und sie macht in den kommenden Monaten heftige körperliche und hormonelle Veränderungen durch. Informiere dich, was gerade mit und in ihrem Körper passiert. Am besten macht ihr das gemeinsam: Es gibt tolle Apps, Websites und auch Bücher, mit denen ihr zusammen die Schwangerschaft Woche um Woche verfolgen könnt. Nimm regelmässig Kontakt auf zu deinem Kind – streichle den Bauch und sprich mit ihm. Haptonomie nennt sich das übrigens. 

3 Begleite deine Partnerin zu den Vorsorgeuntersuchen. Normalerweise darf der Partner bei den Vorsorgeuntersuchen dabei sein. So kannst du alle Fragen, die du hast, auch gleich einer Expertin stellen. Und: Du siehst während dem Ultraschall live, wie sich euer Baby entwickelt. Baby-TV wird bestimmt auch dein neuster Lieblings-Channel, versprochen!

4 Plant gemeinsam die Geburt. Tausch dich mit deiner Partnerin über ihre Wunschgeburt aus. Wie und wo möchte sie euer Kind auf die Welt bringen? Welche Rolle sollst du dabei spielen und welche Aufgaben kannst du übernehmen? Geht gemeinsam an Besuchstage von Spitälern oder Geburtshäusern oder sucht zusammen eine Hebamme aus. Es gibt auch Geburtsvorbereitungskurse für Paare. Nutzt all diese Möglichkeiten, um euch auf den grossen Moment vorzubereiten.

5 Organisiert euer zukünftiges Leben als Familie. Dazu gehört nicht nur organisatorisches wie die Frage, wer wann und wie oft arbeiten geht und wer sich wann um das Kind kümmert. Sondern auch, was euch wichtig ist in Sachen Erziehung. Was wollt ihr eurem Kind mitgeben auf seinem Weg? Eine tolle Vorbereitung ist das Buch Babyjahre von Remo Largo. Vielleicht lest ihr jede Woche zusammen ein Kapitel?

6 Freut euch zusammen! Je grösser der Bauch deiner Partnerin wird, desto realistischer wird das Leben mit Kind. Lass dich anstecken vom Nestbautrieb: Geht gemeinsam auf die Suche nach der Einrichtung vom Babyzimmer, dem passenden Kinderwagen, ersten Kleidchen und mehr. Vorfreude ist (in dem Fall fast) die schönste Freude.

7 Unterstütze deine Partnerin, da wo’s nötig ist und wird. Sie leidet unter schlimmer Übelkeit und kriegt nur eine bestimmte Sorte Cracker runter? Dann sorg dafür, dass es davon immer genug im Haus hat. Ihr Bauch ist so gross, dass sie sich kaum mehr Bücken kann? Dann bind ihr die Schuhe. Sie ist müde und kann kaum mehr schlafen? Sorg dafür, dass sie sich im Alltag entspannen kann und zur Ruhe kommt. Und, und, und. Zu deinen alleinigen Aufgaben gehört übriges ab sofort auch, das Katzenklo zu putzen, wenn ihr Katzen habt. Denn durch die Ausscheidungen von Katzen kann die Frau sich mit Toxoplasmose infizieren. Beim ungeborenen Kind kann das zu gesundheitlichen Schäden und schweren Beeinträchtigungen führen. 

3 Dinge, die Mann nicht tun sollte, wenn er Papi wird

1 Lasse dich auf keine Diskussionen ein, wenn deine Partnerin gerade einen Hormonschub hat. Zeige Verständnis für ihre Gefühle, die ab und zu innert Sekunden wechseln können. Schuld daran sind die Hormone, die deine Freundin immer wieder überwaltigen. Es kann sein, dass sie während den Nachrichten in Tränen ausbricht und im unpassendsten Moment einen Lachanfall hat. Aber Achtung: Wenn deine Freundin oft melancholisch ist, sprecht das Thema bei der Frauenärztin an. Vielleicht ist es ja eine Schwangerschaftsdepression.

2 Google keine ihrer Beschwerden oder Auffälligkeiten, die du meinst gesehen oder gehört zu haben. Verlass dich auf das Urteil der Frauenärztin. Wenn die sagt, es ist alles gut, wird auch alles gut sein!

3 Iss nicht das/die letzte Eis/Packung Chips/Guetzli/Brot/Pudding/saure Gurke/was auch immer sie gerade Lust drauf hat. Und wenn du’s tust, sag ihr nicht, dass sie doch eh auf ihre Ernährung achten wollte. Auch am Heisshunger und an ungewöhnlichen Gelüsten sind übrgens unter anderem die Hormone schuld. 

Papi – eine lebenslange Aufgabe

Ich wünsche dir und deiner Partnerin eine spannende Schwangerschaft und ganz viel Freude daran, Papa zu werden! Tipps für den grossen Moment nach der Geburt habe ich leider keine. Denn nichts kann einem auf die Gefühle vorbereiten, die man hat, wenn man sein Kind in den Armen hält. Ich hatte mir den Moment zwar oft vorgestellt, aber als ich unseren Sohn dann tatsächlich das erste Mal in den Armen hielt, war ich einfach überwältigt. Noch nie hatte ich etwas so Wunderbares gesehen. Ich spürte so viel Liebe. Ich spürte aber auch ein komplett neues Verantwortungsgefühl. Ich dachte nur: Oh je – ich werde mir mein Leben lang Sorgen um dieses kleine Wesen machen. Einfach, weil ich nur das Beste für dieses Kind will.

Ich bin gespannt, ob es dir auch so gehen wird. Alles Gute bei deiner neuen Aufgabe als Vater!