Billige Ferien: Reisen sind auch in der Hochsaison bezahlbar

Urlaubsziele sind in den Schulferien nicht nur weitaus überlaufener als zu anderen Zeiten, sondern auch viel teurer. Mit ein wenig Raffinesse lassen sich dennoch billige Ferien verbringen.

Familie macht Badeferien

Billige Badeferien in der Hochsaison: Wir verraten ein paar Tricks.
Foto: Ingram Publishing, Thinkstock

Ferien in der Hochsaison machen nicht immer Spass. Wenn Anreise und Unterkunft viel Geld kosten und der Strand überlaufen ist, vergeht die Urlaubsfreude schnell und die Erholung bleibt auf der Strecke. Doch trotz Hochsaison entspannte und billige Ferien zu erleben, ist möglich. Wir haben zehn Tipps gesammelt, wie Familien zu akzeptablen Preisen entspannen können.

1. Mallorca gegen Zürich: Haustausch

Eine kostenlose Unterkunft am Ferienort mitten in der Hochsaison, zugeschnitten auf die eigenen Bedürfnisse, muss kein Traum bleiben. Wer in Erwägung zieht, sein Haus oder seine Wohnung für die Zeit der Ferien zu tauschen, kann sich diesen Traum erfüllen und billige Ferien sichern.

Grindelwald gegen Allgäu, Lugano gegen Strandurlaub in Dänemark: Dank Haustausch mit einer anderen Familie findet sich vor Ort, was eine Familie benötigt, zum Beispiel Spielzeug, Wickeltisch, Kindertoilettensitz und Kinderstühle. Und während die andere Familie am Schweizer Wohnort in der eigenen Wohnung die Ferien verlebt, sind Haustiere und Katzen versorgt.

Je nach Tauschorganisation sind mit Vermittlungsgebühren von bis zu 140 Franken im Jahr zu rechnen. Sie fürchten sich davor, dass Ihre Wohnung von Fremden nicht gut behandelt werden könnte? Reklamationen wegen Sauberkeit kommen immer mal wieder vor. Doch mutwillige Zerstörungen und Diebstähle sind unwahrscheinlich. «Während vieler Jahre Tauschpraxis seien solche Probleme praktisch noch nie vorgekommen», heisst es bei Plattformen wie www.haustauschferien.com oder www.intervac.com, schreibt der Beobachter.

2. Billige Ferien zu Hause verbringen

Wer richtig viel Geld sparen will, bleibt in der Hochsaison einfach in der Heimat. Mag sein, dass dieser Tipp zunächst profan klingt. Doch wer länger darüber nachsinnt, fühlt schnell seine entspannende Wirkung. Keine Urlaubsplanung, kein stundenlanges Kofferpacken, keine Kosten für Fahrt oder Flug und Unterkunft. Stattdessen bleibt viel Zeit, das Umfeld zu erkunden und Aktivitäten in der Nähe nachzugehen, für die sonst oft das Geld fehlt. Wollten Sie nicht schon immer einmal mit der Familie in den Zoo, in den Hochseilgarten, ins Planetarium, in den Freizeitpark? Jetzt ist Gelegenheit dazu! Am Ende des Tages kann ein Restaurantbesuch den Ausflug beschliessen; ein Glacé für die Kinder ist auch noch drin. Auch auf dem Balkon können Kinder Abenteuer erleben.

Ausflugsziele in der Schweiz können Sie in unserer interaktiven Karte finden.


3. Preiswerte Unterkünfte in der Hochsaison

Ferien im Centerpark, im Feriendorf oder im Hotel machen Spass. Genauso viel, wenn nicht noch mehr Erlebnischarakter bietet der Aufenthalt in Jugendherbergen und Naturfreundehäusern. Hier sorgen die moderaten Übernachtungspreise auch in der Hochsaison für billige Ferien. 53 Jugendherbergen locken in der Schweiz Familien in den Städten und auf dem Land mit Familienzimmern und vielfältigen Aktionen. Naturliebhaber können sich in den schlichten Naturfreundehäusern erholen.

4. Günstige Ferien durch Camping

Camping verspricht nicht nur günstige Ferien, Camping bietet auch naturnahen und kindgerechten Urlaub. Kaum sind die Kinder morgens aufgewacht, können sie durchs Gras robben, im Sand buddeln, im Freien mit Wasser experimentieren, auf dem Spielplatz klettern und rutschen. Darüber hinaus begeistern viele Campingplätze Kinder mit einem Pool und Animationen wie Malen und Basteln, Bogenschiessen, Geocache und Wasserball. Wellness-Angebote für Erwachsene runden das Programm ab.
Sinnvoll ist es, Camping erst einmal auszuprobieren, bevor eine teure Campingausrüstung angeschafft wird. Lassen sich von Freunden Campingkocher, Campingstühle und Kühltruhe leihen? Eine Familien-Übernachtung auf einem einfachen Campingplatz ist ab 20 Franken zu haben, der Preis für eine Übernachtung kann sich auf einem Campingplatz mit Pool und Animation, elektrischem Anschluss und Autostellplatz in einem attraktiven Gebiet in der Hochsaison auf um die 50 Franken belaufen.

5. Küsten meiden in der Hochsaison

Auf nach Frankreich, Spanien, in die Türkei! Im Ausland rückt der Alltagsstress schnell in die Ferne. Unterkunft und Lebenshaltung sind immer dort besonders preisintensiv, wo die Nachfrage hoch ist. Vor allem an den Küsten tummeln sich die Urlauber in der Hochsaison. Schon beim Glacéschlecken vergeht manchem Urlauber angesichts der Kosten der Appetit. Viel angenehmer sind die Preise oft im Inland. Abseits von Touristenmeilen und Vergnügungsparks ist ohnehin oft mehr Erholung möglich. Statt Urlaub an der Cote d‘Azur lassen sich zum Beispiel billige Ferien am Fluss in Frankreichs Mitte wählen. Dort macht es Spass, Steine zu sammeln, Kajak fahren und von kleinen Felsvorsprüngen zu springen.

6. Frühbucher-Rabatt

Wer früh bucht, spart Geld. Vorausgesetzt, die Ferientermine lassen sich bereits früh mit dem Arbeitgeber abstimmen, ist es sinnvoll, bereits im Herbst an den Frühling und den Sommer zu denken und sich Plätze im Flugzeug und Zimmer in Unterkünften und damit billige Ferien in der Hochsaison zu sichern.

7. Last Minute Badeferien

Auch auf umgekehrten Weg lässt sich Bares sparen, wenn Schnäppchen in letzter Minute gebucht werden. «Reisen sind verderbliche Waren», so die Stiftung Warentest. «Flugsitze und Hotelzimmer, die nicht rechtzeitig verkauft werden, bringen dem Veranstalter nichts – ausser Verlusten. Um Leerstände zu vermeiden, legen viele Unternehmen attraktive Sonderangebote auf, die auch den letzten Platz noch an den Mann bringen sollen.»

Last-Minute-Badeferien erfordern allerdings hohe Flexibilität. Erst kurz vor Beginn der Reise kennt die Familie das genaue Reiseziel. Die Zeit der Vorfreude fällt entsprechend kurz aus, die Zeit der Vorbereitung ebenso. Wer dennoch in den Schnäppchen stöbern will, findet Angebote für Last Minute Badeferien zum Beispiel unter www.lastminuteangebote.ch.

Preiswerte Reisen: eine Auswahl von Internetportalen.

8. Billige Ferien mit Kindern: Reka-Ferien

Die Genossenschaft Schweizer Reisekasse (Reka) ermöglicht Familien mit kleinem Budget billige Ferien zu einem Solidaritätspreis von 100 Franken. In jedem Jahr können 1.300 Familien das Angebot in Reka-Feriendörfern und Jugendherbergen nutzen. Wichtig ist, sich frühzeitig um einen Platz zu bewerben. Auch alleinerziehende Mütter und getrennt lebende Väter finden hier günstige Angebote.

Weitere Informationen zu billigen Ferien mit Kindern: Reka-Ferien

9. Reiserabatte für billige Ferien

Rabattaktionen sparen Geld. Ob Hochseilgarten, Autowäsche oder Tanzkurs: Dort, wo sich viele Menschen anmelden, sinkt der Preis. Kein Wunder ist also, dass sich Rabattportale im Internet gebildet haben. Rabatte für Reisen, Flüge und Unterkünfte bieten dieselben Vorteile. Unter Adressen wie reisen.groupon.ch und travel.deindeal.ch lassen sich viele Angebote finden, auf die ein satter Preislachnass besteht. «Die Gutscheine lassen sich allerdings häufig nur einlösen, wenn im Hotel gerade Platz ist», beschreibt die Stiftung Warentest einen wesentlichen Nachteil. «Fragen Sie vor dem Kauf beim Hotel, zu welchen Terminen Sie Ihren Gutschein einlösen können.»

10. Ferien selbst buchen

Wer in die Ferien fahren will, der eilt mitunter ins Reisebüro. Das muss nicht sein. Billige Ferien lassen sich auch direkt buchen. Wer auf eigene Faust nach Reisen in der Hochsaison sucht, kommt oft besonders preiswert weg. Im Internet lassen sich die direkten Angebote der Hotels und Fluggesellschaften leicht recherchieren. Anschliessend gilt es, die Preise mit denen der Pauschalreisen von Reiseanbietern zu vergleichen.

Die Redaktion der Sendung «Kassensturz» (SRF) machte den Test und verglich die Offerten der Reisebüros für Familienferien auf Mallorca mit den direkten Angeboten der Hotels und Fluggesellschaften. Rund vier Monate vor Beginn der Reisen fand «Kassensturz» nur bei einer Reisebüro-Offerte keine günstigere Alternative. Das grösste Einsparpotential einer Reise betrug 763 Franken. Allerdings gilt es, noch die Transferkosten, also die Kosten für die Fahrt vom Flughafen zum Hotel und zurück, in die Rechnung einzubeziehen. Auch der Transport des Gepäcks ist nicht immer bei einer Direktbuchung im Preis enthalten.

Die Direktbuchung hat einen wesentlichen Nachteil. Selbstbuchern fehlt eine Reiseleitung, an die sie sich bei Problemen wenden können. «Darüber hinaus sind Reisebüro-Kunden bei Änderungen des Arrangements (Vulkanausbruch, EDA-Reisewarnung, Probleme im Hotel) oder bei Konkursen von Fluggesellschaften oder Hotels besser abgesichert», so «Kassensturz».


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