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Bedeutung Ostern: Hoffnung und ansteckende Lebensfreude

Kinder freuen sich auf Ostern – vor allem auf den Osterhasen und die Eiersuche. Doch wissen sie auch, welche Bedeutung Ostern hat? Wenn Kinder «Was ist Ostern?» fragen, lässt sich ihnen der Hintergrund des Festes leicht erklären.

Bedeutung Ostern: Hintergrundwissen zum Fest

Bedeutung Ostern: Die Hintergründe zum Osterhasen und Co. Foto: Lisa5201, iStock / Getty Images Plus

Wer die christlichen Feste im Jahresverlauf anschaut, mag meinen, Weihnachten sei das wichtigste Fest der Christen. Doch dabei wird übersehen, welche Bedeutung Ostern hat. Denn tatsächlich gilt Ostern als das höchste Fest der Christenheit. Ostern, das stets am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert wird, vermittelt nicht nur Erwachsenen wichtige Botschaften.

Das Osterfest macht auch Kindern Mut, in dunklen Zeiten an das Gute zu glauben. Wenn Kinder «Was ist Ostern?» fragen, können Eltern ihnen mit einer spannenden Geschichte die Bedeutung von Ostern veranschaulichen.

Ursprung hat das Fest im heidnischen Frühlingsfest Ostara und im jüdischen Pascha-Fest. In der Zeit vor Ostern ab Aschermittwoch ist im Christentum Fastenzeit. Die Karwoche von Palmsonntag bis Karsamstag ist die letzte Woche der Fastenzeit und die letzte Woche vor dem Osterfest. Nach dem Gründonnerstag, dem Feiertag Karfreitag und Karsamstag wird dann der Ostersonntag als Osterfest gefeiert. Christen feiern den auferstandenen Jesus Christus. 

Um zu verstehen, warum das Christentum Ostern feiert, geht es weit zurück in der Geschichte:

Die Ostergeschichte

Sonntag vor Ostern, Palmsonntag

Jesus Christus ritt auf einer Eselin in die Stadt Jerusalem hinein. Die Menschen freuten sich über Jesus Ankunft. Begeistert schwenkten sie Zweige von Palmen und breiteten einen Teppich aus ihren Mänteln vor Jesus aus. Manche dachten, Jesus sei ein Freiheitskämpfer, der sie von den römischen Herrschern befreien könnte. Doch Jesus war jemand, der als Sohn Gottes den Menschen Neues von Gott erzählen wollte. Auch die hohen Priester verstanden ihn nicht. Sie dachten, er würde sich über Gott lustig machen. Deshalb wollten sie ihn töten.

Gründonnerstag

Jesus Christus wusste, dass er bald sterben würde, denn Propheten hatten seinen Tod vorhergesagt. Deshalb lud er seine Anhänger und Freunde, seine Jünger, zu einem Essen ein, dem letzten Abendmahl. Noch in dieser Nacht erzählte einer seiner Jünger, Judas, den Hohepriestern, wo sie Jesus finden könnten. Zwar war Judas eigentlich ein Freund von Jesus, doch ihm waren 30 Silberlinge für den Verrat geboten worden. So wurde Jesus verhaftet.

Karfreitag

Der Hohe Rat der Priester warf Jesus vor, Gott verspottet zu haben, weil er von sich sagte, «der Sohn Gottes» zu sein. «Gotteslästerung» heisst das. Weil sie ihn nicht selbst zum Tode verurteilen konnten, sollte der Statthalter Pontius Pilatus das Todesurteil fällen. Die Priester behaupteten, Jesus wolle über das Land herrschen.

Schliesslich entschied Pontius Pilatus, dass Jesus ans Kreuz genagelt und dort sterben werden sollte. Auf dem Weg zum Kreuz musste Jesus sich schlagen lassen, einen Kranz aus Dornenzweigen auf dem Kopf und einen schweren Balken für sein Kreuz selber tragen. Am Kreuz starb Jesus; seine Anhänger waren geflohen.

Ostersonntag

Zwei Frauen machten sich auf den Weg zum Grab, einer Kammer, die in einen Felsen gehauen war. Sie war mit einem sehr grossen und schweren Felsen verschlossen. Die Frauen wollten Jesus noch einmal sehen, und sie wollten seinen Leichnam mit wertvollen Ölen einreiben. Doch am Grab erwartete sie eine Überraschung: Der Stein war auf die Seite geschoben und der Leichnam weg! Natürlich fragten sich die Frauen, was geschehen war.

Zwei Engel in strahlend hellen Gewändern brachten die Nachricht: «Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Gott hat ihn vom Tod erweckt! Er ist von den Toten auferstanden!» Da liefen die Frauen schnell zu den Freunden von Jesus, den Jüngern, um ihnen alles zu erzählen. Aber die glaubten ihnen solange nicht, bis der auferstandene Jesu ihnen selbst erschien.

Ostermontag

Doch auch mit der Auferstehung Jesu ist die Geschichte noch nicht zu Ende: Traurig über Jesus Tod machten sich zwei Jünger am Tag nach Ostersonntag auf den Weg in das Dorf Emmaus. Sie bemerkten nicht, als Jesus sich ihnen anschloss. Sie hielten ihn für einen Fremden. Doch als er mit ihnen beim gemeinsamen Essen das Brot teilte wurde ihnen klar, dass es Jesu sein musste. Die Jünger eilten nach Jerusalem, um die Auferstehung zu verkünden. 

38 Tage nach Ostermontag verliess Jesu die Erde, um zurück zu Gott in den Himmel zu gelangen. Dieser Feiertag nennt sich Christi Himmelfahrt. Was Christen an diesem besonderen Tag feiern, wird hier erklärt.

Ostergottesdienst in den Kirchen

Auch in den Kirchen werden die Ostertage gefeiert. Viele Gemeinden in der Schweiz feiern eine Osternachtfeier. Diese findet entweder in der Nacht vor Ostern oder am frühen Morgen des Ostersonntags statt. Für Erwachsene gestalten Kirchen die Feier oft als Tauferinnerung. So soll der Zusammenhang der Auferstehung Christi und der Taufe verdeutlicht werden.  

Was ist Ostern: Das steckt dahinter

Die Geschichte hat viele traurige Stellen. Jesus wird verraten, gefoltert und ermordet. Doch sie hat ein schönes Ende, das zeigt, welche Bedeutung Ostern hat. Selbst in einer so schwierigen Lage, in der es scheinbar keinen Ausweg gibt, ist ein Neuanfang möglich. Ostern macht deshalb Hoffnung und verbreitet ansteckende Lebensfreude.

Darüber hinaus zeigt die Ostergeschichte: Selbst wenn es so schwer zu glauben ist, dass selbst die Jünger zweifeln, ist der Tod nicht das Ende unseres Lebens. Dem christlichen Glauben zufolge gibt es ein Leben nach dem Tod.

Mit Kindern über Ostern sprechen

«Was hat dir an der Ostergeschichte gefallen?» Eltern, die sich von den Antworten ihrer Kinder überraschen lassen, staunen oft, wie gut Kinder die Bedeutung von Ostern begreifen. «Was denkst du, warum Judas Jesus verraten hat?», «Meinst Du, Jesus hat Angst vor seinem Tod gehabt?», solch offene Fragen laden zum Gespräch ein. Gemütlich und kuschelig sind solche Gespräche, wenn die Kerze brennt. Die Osterkerze symbolisiert – genauso wie das Osterfeuer – die Freude am Leben und über die Wiederauferstehung Jesu.

Und der Osterhase?

Die Jünger haben nicht geglaubt, dass Jesus wieder lebt, solange sie ihn sehen konnten. Trotzdem war er da. Auch ein Küken im Ei lässt sich nicht sehen, und dennoch lebt es. Weil ein Ei also so schön zeigt, wie jemand da sein kann, obwohl er nicht zu sehen ist, freuen sich die Menschen in der Osterzeit besonders über Eier. Und da der Hase im Frühling so viel Nachwuchs bekommt, also so viel neues Leben entstehen lässt, darf er als Osterhase die Eier verstecken. Der Hase ist ein Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben.

Bräuche an Ostern

1 Eier färben

«Und warum färben wir die Ostereier bunt?» Ursprünglich wurden die gekochten Eier gefärbt, um sie von den rohen Eiern zu unterscheiden. Meist wurde dafür die Farbe rot verwendet, die das Leiden Christi symbolisieren sollte. 

2 Ostereier suchen

Üblich ist, am Ostersonntag im Garten auf Ostereier-Suche zu gehen. Dieser Brauch wurde schon am heidnischen Frühlingsfest Ostara umgesetzt. 

3 Das Osterlamm

Das Osterlamm ist ein Brauch, der zum jüdischen Pascha-Fest zurückführt. Das Judentum feiert die Befreiung aus der ägyptischen Skalverei und opfert zu Ehren Gottes ein Lamm. Jesus bezeichnete sich selbst als das «Lamm Gottes».

Bedeutung Ostern: Hervorragende Bilderbücher erklären die Osterzeit

Schön illustrierte Bilderbücher erzählen die Ostergeschichte auf eindrucksvolle Weise:

Erkläre mir die Osterzeit

«Erkläre mir die Osterzeit»

Von Aschermittwoch bis Pfingsten.» Ingmar Wendland und Kerstin M. Schuld erzählen mit einfachen Worten und ansprechenden Bilder den Osterfestkreis. Pappbilderbuch, Coppenrath-Verlag, für Kinder ab drei Jahre.

 
Die Ostergeschichte

«Die Ostergeschichte.»

Pater Anselm Grün wählt eine kindgerechte Sprache, um die Ostergeschichte Vorschulkindern zu vermitteln. Farbeprächtige Illustrationen von Giuliano Ferri machen das Buch zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Herder-Verlag, für Kinder ab vier.

 
Entdecke Jesus und seine Zeit

«Entdecke Jesus und seine Zeit.»

Lois Rock und Lorenzo Orlandi haben ein Wimmel- und Klappenbuch gestaltet, das sich sowohl an Kindergartenkinder als auch an Grundschulkinder richtet. SCM R. Brockhaus Verlag.

 

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