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Gute Vorsätze zu Neujahr: So machen es die Mama-Bloggerinnen

Gelassener durch den Alltag, mehr mit den Kindern unternehmen, gesünder kochen: Das neue Jahr bringt 366 neue Chancen, etwas anders oder besser zu machen. Aber machen solche Neujahrsvorsätze Sinn? Fünf Mamabloggerinnen erzählen, was sie von guten Vorsätzen halten und wie sie den Jahreswechsel mit der Familie gestalten.

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Gute Vorsätze: So machen es die Blogger Mamams

Familienoberhaupt Rita Angelone (Blog "Die Angelones") und ihre Jungs: Für die Italo-Schweizer hat Silvester eine grosse Bedeutung und die Familie sammelt darum jedes Jahr ihre Wünsche für die kommenden Monate. 

Bild: Die Angelones

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Das ganze Jahr teilen Sie ihre Ideen und Gedanken rund ums Familienleben: Die fünf Powerfrauen Rita Angelone (Die Angelones), Tamara Beck (Mama mal 3), Deborah Lacourrège (mama rocks), Moana Werschler (Miss Broccoli) und Branka Rezan (Kidster) inspirieren mit ihren Blogs und Social Media Accounts jeden Tag andere Mamas und Familien. Bestimmt wissen Sie auch ganz genau, wie Sie die Sache mit den «guten Vorsätzen» bei ihren Kindern thematisieren und umsetzen können? Wir haben nachgefragt.

Warum Ziele wichtig sind – nicht nur an Silvester

In einem Punkt sind sich die Mamabloggerinnen einig: Konkrete Jahresziele zu Silvester machen für Kinder wenig Sinn. Nur schon, weil sie ein ganz anderes Zeitgefühl haben als Erwachsene und noch nicht in Jahren denken. Deborah von Mamarocks erklärt: «Für Kinder ist ein Jahr ein beträchtlicher Teil des Lebens, sie entwickeln sich rasant und schon in wenigen Monaten verändert sich so viel.» Das bedeute aber nicht, dass man für Kinder keine guten Vorsätze fassen könne. Gegen Ziele für Kinder spreche gar nichts, finden die Mamas. Rita Angelone (Die Angelones) bringt es auf den Punkt: «Jeder Mensch fasst für sich persönlich gerne Vosätze. Wir versuchen uns von Natur aus, ständig zu verbessern. Wieso sollten das Kinder nicht auch tun dürfen oder tun lernen?»

Dass Kinder lernen, Ziele zu setzen, findet auch Branka Rezan von Kidster Mindset gut und wichtig. «Das Zielesetzen ist eine Kompetenz, die ich meinen Kindern mit auf den Weg geben will. Davon profitieren sie ein Leben lang.» Branka und auch Moana Werschler, Miss Broccoli, setzen dabei aber auf realistische, vorstellbare Ziele: «Ich bespreche mit meinen Kindern, was wir kurzfristig erreichen können», erklärt Moana, «zum Beispiel im Haushalt helfen oder alleine aufs WC gehen.» Solche Ziele können Kinder verstehen – und erreichen. Diese kleinen Erfolgserlebnisse sollten Eltern dann unbedingt auch erkennen und würdigen, fügt Branka von Kidster an.

Familiengespräche und Wunsch-Sammelbox

Den Start des neuen Jahres zelebrieren die Blogger-Mamas mit ihren Familien alle auf ihre eigene Art. Bei den Angelones und der Familie Rezan sind Ziele und Wünsche dabei ein wichtiges Thema am Familientisch. Kidster-Autorin Branka und ihre Familie formulieren an dem Abend jeweils gemeinsam zwei Vorsätze, die Sie im neuen Jahr in Angriff nehmen wollen. Dabei kann jeder seine Ideen einbringen. Brankas Vorschläge fürs 2020 sind ein regelmässiger Spieleabend und einen Smartphone-freien Tag.

Auch eine schöne Tradition haben die Angelones. «Für uns Italo-Schweizer hat Silvester eine grosse Bedeutung», erklärt Mama Rita. Darum hat die vierköpfige Familie auch ihren eigenen Brauch: Jedes Familienmitglied formuliert persönliche Wünsche, Vorsätze und Glücksmomente und schreibt (oder zeichnet) sie auf Zettelchen. Diese sammeln die Angelones in ihrer ganz eigenen Silvester-Box. «Am Ende des Jahres ist es immer ein tolles Erlebnis, die Zettel wieder hervorzuholen und gemeinsam die letzten Monate Revue passieren zu lassen.»

Das Jahr nochmals zu reflektieren, ist auch für Tamara von Mama mal drei wichtig. Sie macht das aber beim Schreiben: Ihr Blog hilft ihr, neue Ziele zu erkennen und abzustecken. Sie findet es aber wichtig, sich selbst nicht unter Druck zu setzen und nicht zu grosse Ziele zu definieren. «Wir sollten in kleinen Etappen denken», führt die Bloggerin aus. Solche Etappen sind erreichbar - und so geht es Schritt um Schritt aufs grosse Ziel zu. Einen guten Tipp, damit all die Vorsätze nicht vergessen gehen, hat die Mama auch: Tamara schreibt sie einfach auf und hängt sie an einen gut sichtbaren Ort wie zum Beispiel den Kühlschrank auf. «So hat man seine Ziele jeden Tag vor Augen.

Diese Ziele haben Mamas

Wünsche fürs neue Jahr haben alle der fünf Mütter. Während sich die Mama mal drei Familie vornimmt, sich mehr Ferien zu gönnen, sind die Pläne bei den Angelones schon konkreter. Die Familie will 2020 eine mehrwöchige Reise unternehmen. Dabei geht es nicht nur darum Ferien zu machen. Viel mehr ist das Ziel, gemeinsame Glücksmomente zu sammeln. Denn, so sagt Rita: «Solche Momente und Erinnerungen sind das, was eine Familie zusammenschweisst».

Miss Broccoli hat kein Ziel für die Familie gefasst, sondern für sich: Sie will sich mehr Zeit für sich selbst nehmen und sich öfter etwas Gutes tun. Auch die Mama Rocks Autorin nimmt sich selber in den Fokus, was die Jahresziele angeht: Sie will im neuen Jahr versuchen, nicht zu streng mit sich selber sein und akzeptieren, dass auch Tage mit schlechter Laune und zu wenig Schlaf zum Leben gehören.

Einen letzten Vorsatz fürs neue Jahr teilen alle der fünf Mamas. Es ist ein Versprechen, das sie jedes Jahr erneuern: Sie wollen ihre Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich unterstützen – an jedem einzelnen Tag, der noch vor ihnen liegt.