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Lustige Weihnachtsspiele

Das Weihnachtsfest bietet Familien viel Zeit zum gemeinsamen Spiel. Mit wenig Aufwand lassen sich diese lustigen und fantasievollen Weihnachtsspiele organisieren.

Mal warten Kinder sehnsüchtig auf die Bescherung, dann auf Besuch, schliesslich auf ihre Lieblingsspeise: Auch Weihnachten kann sich zwischendurch ziehen. Umso schöner, wenn du ein paar Spielideen parat hast, die Kindern und Erwachsenen Spass machen – und dabei niemanden überfordern.

Quick-Start: 10 Spiele nach Situation auswählen

Damit du schnell das passende Weihnachtsspiel findest, hilft dieser Kurz-Spickzettel. Wähle zuerst nach Alter und Gruppengrösse, dann nach Platzbedarf und Lautstärke – und erst danach nach Material.

Spickzettel mit Filtern

  • Alter: ab 3 | ab 5 | ab 8 | gemischt
  • Anzahl Kinder: 1–2 | 3–6 | 7+
  • Platzbedarf: Tisch | kleines Zimmer | Wohnzimmer
  • Lautstärke: leise | mittel | laut
  • Material: ohne | Haushalt | Bastelmaterial

Kleine Wohnung (Tisch/kleines Zimmer)

  • Weihnachtsschmuck erraten (auch «Ich sehe was, was du nicht siehst» am Baum): ab 3 | 5–15 Min. | Platz: klein | Material: Weihnachtsdeko | inklusive Variante: statt Farben auch Formen/Material (glänzend, rund, aus Holz) nennen
  • Wurstfinger: ab 5 | 5–10 Min. | Platz: Tisch | Material: Handschuhe, Streichholzschachtel | inklusive Variante: griffige Handschuhe oder dicke Fäustlinge, bei Bedarf grössere «Hölzchen» (z.B. Holzstäbchen) nutzen
  • Streichholz-Stapel: ab 6 | 10–15 Min. | Platz: Tisch | Material: Streichhölzer, Schachtel | inklusive Variante: statt Streichhölzer Wattestäbchen oder Holzstäbchen (weniger piksig)

Grosse Runde (viele Kinder/auch Erwachsene)

  • ABC der Weihnachts-Worte (DE: Weihnachts-ABC | FR: «Alphabet de Noël» | IT: «Alfabeto di Natale»): ab 8 | 10–20 Min. | Platz: Sitzkreis | Material: Papier/Stift oder mündlich | inklusive Variante: als Team spielen (2–3 Personen pro Team)
  • Musical Statues – Weihnachtsedition (DE: Stopp-Tanz | FR: «Statues musicales» | IT: «Statue musicali»): ab 4 | 10–15 Min. | Platz: Wohnzimmer | Material: Musik | inklusive Variante: statt «raus» einfach «Freeze-Punkt» sammeln, niemand scheidet aus
  • Baum schmücken als Zeitspiel (kooperativ): ab 3 | 10–20 Min. | Platz: beim Baum | Material: Schmuck | inklusive Variante: zerbrechliche Teile oben ausser Reichweite, unten robuste Deko

Viel Energie (aber drinnen machbar)

  • Rentier-Parcours: ab 4 | 10–15 Min. | Platz: Wohnzimmer | Material: Kissen, Malerkrepp, Stühle | inklusive Variante: Parcours breiter, Aufgaben anpassen (gehen statt springen)
  • Schneeball-Staffel: ab 4 | 10 Min. | Platz: Flur/Wohnzimmer | Material: Papierbälle, Löffel/Becher | inklusive Variante: statt Löffel ein Tablett, Tempo rausnehmen

Ruhig (Runterfahren vor dem Essen/abends)

  • Erbsen-Raten (Hütchenspiel mit Nussschalen): ab 5 | 5–10 Min. | Platz: Tisch | Material: 4 Walnusshälften, 1 Erbse | inklusive Variante: langsamer schieben, grössere Kugel statt Erbse
  • Ornament-Bingo: ab 4 | 10–15 Min. | Platz: Tisch/Baum | Material: Papier, Stifte | inklusive Variante: Bilder statt Wörter, auch für Nicht-Leser:innen
Wenn das Warten auf die Bescherung lang wird, helfen lustige Weihnachtsspiele.
Lustige Weihnachtsspiele lenken Kinder von der langen Wartezeit ab und versüssen die Weihnachtsszeit. Foto: Polka Dot, Jupiterimages, Thinkstock

Weihnachtsspiele: Streichholz-Spiele

Weihnachten ist das Fest der Kerzen. Deshalb lassen sich fast in jedem Haushalt ein paar Streichholz-Schachteln finden, mit denen spannende Weihnachtsspiele möglich sind. Wichtig: Streichhölzer sind kein Spielzeug für Kleinkinder. Wenn jüngere Kinder mitspielen, lass sie nur unter Aufsicht mitmachen und nutze lieber grössere, stumpfe Alternativen (z.B. Holzstäbchen).

Streichhölzer würfeln

Ziel dieses leichten Würfelspiels ist es, möglichst viele Streichhölzer zu sammeln.

Alter: ab 6 (mit Würfelerfahrung) | Dauer: 10–15 Min. | Platzbedarf: Tisch | Material: Würfel, pro Person ca. 20 Streichhölzer | Inklusive Variante: statt Streichhölzer grosse Stäbchen oder Trinkhalme; bei Rechenschwierigkeiten nur bis 3 würfeln (Würfel mit weniger Zahlen oder Karten)

Anleitung:

Pro Spieler benötigst du ungefähr 20 Streichhölzer, die du alle auf einen Haufen in die Mitte des Tisches legst. Das jüngste Kind beginnt zu würfeln. Die gewürfelte Augenzahl zeigt an, wie viele Hölzchen es sich nehmen darf. Dann geht es weiter im Uhrzeigersinn: Der nächste Spieler ist an der Reihe. Nach und nach häufen die Spieler unterschiedlich grosse Haufen mit Streichhölzern an. Sobald nur noch sechs Streichhölzer oder sogar weniger auf dem Tisch liegen, wird es besonders spannend: Derjenige Spieler bekommt die letzten Hölzer, dessen Würfel-Zahl die Menge der letzten Hölzer in der Mitte des Tisches genau trifft. Dann wird gezählt: Wer hat gewonnen?

Streichholz-Stapel

Bei diesem Spiel gilt es nicht, Streichhölzer zu sammeln, sondern sie loszuwerden. Und dafür brauchen die Spieler nicht nur Glück, sondern auch Geschick!

Alter: ab 6 | Dauer: 10–15 Min. | Platzbedarf: Tisch | Material: Streichholzschachtel, pro Person 10 Streichhölzer | Inklusive Variante: Stapel nicht auf die Reibefläche, sondern auf einen Untersetzer; bei feinmotorischen Schwierigkeiten dürfen zwei Hände benutzt werden

Anleitung:

Eine Streichholzschachtel wird in die Mitte des Tisches gestellt. Die Reibefläche zeigt nach oben. Wenn jeder Spieler zehn Hölzer erhalten hat, kann das Spiel im Uhrzeigersinn beginnen. Jeder Spieler darf nacheinander versuchen, bis zu drei Hölzer auf die Schachtel zu legen.  Je höher der Stapel, umso schwieriger die Aufgabe. Klar, dass hin und wieder Streichhölzer hinunter purzeln. Der betroffene Spieler muss diese hinunter gepurzelten Streichhölzer behalten und darf erst im nächsten Zug versuchen, sie wieder aufzustapeln. Wer zuerst keine Streichhölzer mehr hat, gewinnt!

Wurstfinger

«Wurstfinger» ist ein lustiges Tisch-Spiel, für das alle Spieler ein Paar Handschuhe brauchen.

Alter: ab 5 | Dauer: 5–10 Min. | Platzbedarf: Tisch | Material: Handschuhe, Streichholzschachtel | Inklusive Variante: Zeitdruck rausnehmen: Wer schafft es in 2 Minuten am meisten? Oder als Team: zwei Personen füllen gemeinsam eine Schachtel

Anleitung:

Jeder Spieler bekommt eine volle Streichholzschachtel, die er vor sich auf den Tisch schüttet. Wer kann – mit Handschuhen - als erster alle Hölzer wieder in die Schachtel legen? Gar nicht so leicht, wenn die Spieler folgende Regel beherzigen: Die Streichhölzer mit den Händen vom Tisch in die Schachtel zu fegen, ist nicht erlaubt!

Bewegungsspiele drinnen

Bewegung hilft vielen Kindern, Wartezeit und Aufregung besser zu regulieren – gerade an Festtagen. Damit es drinnen sicher bleibt: Räume Stolperfallen weg, lege rutschige Teppiche beiseite und halte eine klare Stop-Regel fest (z.B. «Stopp heisst sofort stehen»). 

Rentier-Parcours

Alter: ab 4 | Dauer: 10–15 Min. | Platzbedarf: kleines Zimmer/Wohnzimmer | Material: Kissen, Stühle, Schnur oder Malerkrepp | Inklusive Variante: Parcours als «Spaziergang» statt Rennen; Aufgaben wählbar (über eine Linie steigen, um einen Stuhl herumgehen)

So geht’s: Du baust einen Mini-Parcours: über «Schneehügel» (Kissen), unter «Rentierbogen» (Schnur zwischen zwei Stühlen durch), auf «Eisfelder» (Kreppband-Linien). Jedes Kind wählt 3 Stationen. Wer möchte, spielt mit Motto: «Wir liefern leise Geschenke» (nur auf Zehenspitzen) oder «Schlitten kaputt» (hüpfen auf einem Bein).

Schneeball-Staffel

Alter: ab 4 | Dauer: 5–10 Min. | Platzbedarf: Flur/Wohnzimmer | Material: zusammengeknüllte Papierbälle, Löffel oder Becher | Inklusive Variante: statt Staffel gegeneinander: gemeinsam versuchen, 10 Schneebälle nacheinander ohne Fallen ans Ziel zu bringen

So geht’s: Markiere Start und Ziel (z.B. zwei Kissen). Die Kinder transportieren einen Papier-Schneeball auf dem Löffel. Fällt er runter, wird er wieder aufgehoben und weiter geht’s. Für weniger Frust: lieber Teamziel («Schaffen wir 10 Läufe in 3 Minuten?») statt «Wer ist am schnellsten?».

Santa Says

Alter: ab 3 | Dauer: 5–10 Min. | Platzbedarf: klein | Material: keines | DE/FR/IT: «Santa sagt» / «Le Père Noël dit» / «Babbo Natale dice» | Inklusive Variante: Bewegungen zeigen statt nur sagen; langsamer Rhythmus

So geht’s: Eine Person ist Santa und gibt Anweisungen. Nur wenn «Santa sagt …» davor steht, wird die Bewegung gemacht. Ideen: «… mach eine Kerze» (Hände hoch), «… wackle wie ein Rentier», «… atme wie ein Schneemann» (tief ein, langsam aus).

Musical Statues – Weihnachtsedition

Alter: ab 4 | Dauer: 10–15 Min. | Platzbedarf: Wohnzimmer | Material: Musik | DE/FR/IT: «Stopp-Tanz» / «Statues musicales» / «Statue musicali» | Inklusive Variante: niemand scheidet aus; wer wackelt, macht einfach eine «Extra-Pose»

So geht’s: Musik läuft, alle bewegen sich. Stoppt die Musik, erstarren alle in einer Weihnachts-Pose (Engel, Tannenbaum, Geschenk). Du kannst auch Themenrunden machen: «Nur langsam wie Schneeflocken», «Nur in Zeitlupe».

Kooperative Teamspiele

Kooperative Spiele sind Gold wert, wenn viele Kinder zusammenkommen oder wenn Wettbewerb schnell Streit auslöst. 

Baum schmücken als Zeitspiel

Alter: ab 3 | Dauer: 10–20 Min. | Platzbedarf: beim Baum/bei Deko | Material: Weihnachtsbaumschmuck | Inklusive Variante: «unten robust, oben zerbrechlich»: Kinder wählen sichere Deko-Teile; wer nicht greifen mag, gibt Anweisungen («da noch ein Stern»)

So geht’s: Ihr stellt gemeinsam eine «Schmück-Challenge» ein, ohne zu hetzen: «Schaffen wir es, in 8 Minuten 12 Anhänger aufzuhängen und danach 2 Minuten zu bewundern?» Das Ziel ist Teamarbeit: jemand reicht, jemand hängt, jemand entscheidet über Farben.

Geschenke-Transport

Alter: ab 4 | Dauer: 10 Min. | Platzbedarf: kleines Zimmer/Wohnzimmer | Material: Kissen/leichte Päckli (auch leere Schachteln) | Inklusive Variante: Transportmittel anpassen (Tablett, Wäschekorb); Tempo frei wählbar

So geht’s: Ihr bildet Teams und transportiert «Geschenke» von A nach B, ohne dass etwas runterfällt. Erschweren kannst du es mit Regeln wie «Nur seitwärts gehen» oder «Eine Hand bleibt am Rücken». Kooperativ wird’s, wenn alle Teams zusammen ein gemeinsames Ziel haben («In 5 Minuten 20 Päckli rüberbringen»).

Puzzle-/Bau-Challenge

Alter: ab 4 (je nach Material) | Dauer: 10–30 Min. | Platzbedarf: Tisch | Material: Bauklötze, Kartenhauskarten oder Puzzle | Inklusive Variante: Rollen verteilen: Baumeister:in, Teile-Sucher:in, Stabilitäts-Checker:in

So geht’s: Ihr baut gemeinsam «den höchsten Weihnachtsbaum» aus Klötzen oder ein Kartenhaus als «Lebkuchenhaus». Ziel ist nicht Rekord, sondern Absprache: «Was brauchen wir, damit es hält?» Gerade für unterschiedliche Altersgruppen funktioniert Rollenverteilung sehr gut.

Bastelspiele

Basteln kann wunderbar beruhigen – aber nur, wenn es nicht in Perfektionsdruck kippt. Plane lieber kurze, überschaubare Einheiten. Laut BZgA, 2020, hilft es Kindern, wenn Erwachsene in stressigen Zeiten klare, einfache Optionen anbieten und Pausen ermöglichen.

Ornament-Bingo

Alter: ab 4 | Dauer: 10–15 Min. | Platzbedarf: Tisch/nahe beim Baum | Material: Papier, Stifte | Inklusive Variante: Bilder statt Wörter; gemeinsame Bingo-Karte für alle

So geht’s: Jede Person zeichnet eine 3×3-Liste mit Symbolen vom Baum (Stern, Kugel, Engel, Kerze, Zapfen). Dann wird abwechselnd ein Ornament gesucht: Wer es entdeckt, markiert es. Für weniger Wettbewerb spielt ihr als Gruppe gegen die Zeit: «Schaffen wir eine volle Reihe in 3 Minuten?».

Postkarten-Atelier

Alter: ab 3 | Dauer: 15–30 Min. | Platzbedarf: Tisch | Material: Karton, Stifte, Kleber, evtl. Sticker | Inklusive Variante: Vorlagen mit einfachen Formen; wer nicht schreiben mag, stempelt oder klebt

So geht’s: Ihr gestaltet gemeinsam Postkarten für Grosseltern, Nachbar:innen oder das Spital/Altersheim (nur wenn ihr das möchtet). Gib zwei bis drei Motive vor («Stern», «Tannenbaum», «Schneemann»), das reduziert Entscheidungsstress.

Guetzli-Deko-Challenge

Alter: ab 3 (unter Aufsicht) | Dauer: 10–20 Min. | Platzbedarf: Tisch/Küche | Material: Guetzli, Zuckerguss, Streusel | Inklusive Variante: auch ohne Zucker: mit getrockneten Früchten, Nüssen (nur wenn keine Allergien), oder «Deko nach Farben sortieren» statt essen

So geht’s: Setzt ein freundliches Motto statt Leistungsdruck: «Heute machen wir die buntesten Guetzli» oder «Wir dekorieren nur drei pro Person, dafür ganz gemütlich». Für manche Kinder ist es leichter, wenn du kleine Portionen bereitstellst und Zwischenschritte ansagst.

Weihnachtsspiele: Nuss-Spiele

Schon Nüsse geknackt? Baumnüsse schmecken nicht nur lecker, mit den Schalen lässt sich auch herrlich spielen. Achte bei kleinen Kindern wegen Verschluckungsgefahr auf sehr kleine Teile (z.B. Erbsen) und spiele solche Varianten erst ab einem Alter, in dem dein Kind Kleinteile sicher handhaben kann.

Erbsen-Raten

Vier Walnusshälften und eine Erbse werden für dieses Weihnachtsspiel gebraucht, das auch als «Hütchen-Spiel» bekannt ist.

Alter: ab 5 | Dauer: 5–10 Min. | Platzbedarf: Tisch | Material: 4 Walnusshälften, 1 Erbse | Inklusive Variante: langsamere Bewegungen; statt Erbse eine grössere Kugel (z.B. Filzkugel)

Anleitung:

Die Walnüsse werden nebeneinander auf den Tisch gelegt. Ein Spieler legt die Erbse unter eine Hälfte. Nun vertauscht er möglichst schnell mehrmals die Positionen der Walnuss-Hälften, indem er sie hin und her schiebt. Anschliessend darf jeder der anderen Spieler nacheinander raten, unter welcher Hälfte sich nun die Erbse befindet. Erst danach wird das Geheimnis gelüftet. Sieger ist, wer am häufigsten die Position der Erbse richtig rät.

Nuss-Tasten

Spannend ist dieses Suchspiel, für das verschiedene Nüsse benötigt werden, zum Beispiel Baumnüsse, Haselnüsse und Erdnüsse.

Alter: ab 6 | Dauer: 10–15 Min. | Platzbedarf: Zimmer | Material: verschiedene Nüsse | Inklusive Variante: statt Dunkelheit: Augenbinden nur für Freiwillige oder «mit Taschenlampe auf niedrigster Stufe»; wer nicht krabbeln mag, sammelt sitzend aus einer «Fühlkiste»

Anleitung:

Auf dem Boden werden Nüsse verteilt. Dann wird das Licht ausgeknipst – am besten auch die Weihnachtsbeleuchtung. Wenn es stockdunkel ist, dürfen alle Spieler hineinkommen und durch das Zimmer krabbeln, um die Nüsse einzusammeln. Eine Baumnuss zählt drei Punkte, eine Haselnuss zwei Punkte, eine Erdnuss einen Punkt. Wer hat am Ende die meisten Punkte?

Weihnachtsspiele: Kopfspiele

Weihnachtsspiele lenken von der Wartezeit auf die Geschenkli ab.
Manchmal ist das Warten auf die Geschenkli für Kinder unerträglich, kleine Weihnachtsspiele helfen. Foto: © jo?rn buchheim - Fotolia.com

Weihnachtsschmuck erraten

Schön ist es, sich gemütlich vor den Baum zu legen und ein weihnachtliches «Ich sehe was, was du nicht siehst» zu spielen, das sich ausschliesslich auf den Christbaumschmuck bezieht.

Alter: ab 3 | Dauer: 5–15 Min. | Platzbedarf: klein | Material: Baum/Weihnachtsdeko | Inklusive Variante: statt Farbe Hinweise über Form, Material oder Position («ganz oben», «neben der Lichterkette»)

Anleitung:

Dein Kind schaut auf den Weihnachtsbaum und sucht sich einen Weihnachtsschmuck aus, zum Beispiel einen grünen Engel-Anhänger, den du erraten sollst. Dann sagt es: «Ich sehe, was du nicht siehst, und das ist grün!» Nun versuchst du herauszufinden, welchen Baumanhänger dein Kind ausgewählt hat. «Meinst du den grünen Schal vom Schneemann?», «Ist es der grüne Glitzerstern?», «Vielleicht ist es der Engel oben im Baum» … Gewinner und Verlierer gibt es bei diesem Weihnachtsspiel nicht, nur ein gemütliches Miteinander.

Wer keinen Weihnachtsbaum aufgestellt hat, kann auch anderen Weihnachtsschmuck in der Wohnung wählen, um dieses weihnachtliche «Ich sehe was, was du nicht siehst» zu spielen. Oft lohnt sich auch ein Blick aus dem Fenster auf die vielen Weihnachtsdekorationen der gegenüberliegenden Häuser.

ABC der Weihnachts-Worte

Wer findet die meisten Weihnachtswörter, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen?

Alter: ab 8 | Dauer: 10–20 Min. | Platzbedarf: Tisch/Sitzkreis | Material: Papier und Stifte (oder mündlich) | Inklusive Variante: als Team spielen; bei Schreibschwierigkeiten: eine Person schreibt für alle, die Ideen kommen mündlich

Anleitung:

Die Spieler sitzen im Kreis. Der jüngste Spieler sagt laut ‹A‹, dann beginnt er, im Geiste das Alphabet aufzusagen. Der nachfolgende Spieler sagt nach einer Weile «Stopp!». Nun verrät der erste Spieler, bei welchem Buchstaben er angelangt ist. Zu diesem Buchstaben sollen nun möglichst innerhalb von zwei Minuten viele Wörter aufgeschrieben werden, die mit Weihnachten zu tun haben. Bei «E» ergeben sich zum Beispiel Engel, Edelmarzipan, Ente, Erzengel, Elch … Wer am Ende die meisten Worte gefunden hat, hat gewonnen.

Inklusiv spielen

Feiertage bringen oft viele Reize mit sich: Besuch, Geräusche, Erwartungen, ungewohnte Abläufe. In der Entwicklungspsychologie gilt als gut belegt, dass klare, vorhersagbare Strukturen und kindgerechte Pausen Selbstregulation unterstützen. 

Visuelle Regeln

  • Zeig statt nur sagen: Mach die erste Runde als «Probe» und spiele dann erst richtig.
  • Mini-Regelkarte: Drei Symbole reichen: Start, Stopp, Pause.
  • Wahlmöglichkeiten: «Möchtest du zuschauen, mitspielen oder die Musik bedienen?» Das verhindert Druck.

Lautstärke und Pausen

  • Lautstärke-Ampel: Grün = normal sprechen, Gelb = flüstern, Rot = Pause.
  • Kurze Runden: Lieber 2×7 Minuten als 1×20 Minuten.
  • Ruhige Ecke: Ein Kissen, ein Buch, Kopfhörer oder ein Fidget kann helfen, ohne dass jemand «aus dem Spiel» fällt.

Varianten bei Motorik, Hören oder Sehen

  • Motorik: Aufgaben wählbar machen (gehen statt springen, mit zwei Händen stapeln).
  • Hören: Bei Musikspielen zusätzlich visuelle Signale (Licht an/aus, Handzeichen) nutzen.
  • Sehen: Bei Suchspielen ertastbare Materialien, klare Kontraste und gute Beleuchtung wählen (statt stockdunkel).

Wenn die Stimmung kippt

Manchmal reicht ein kleiner Auslöser, und aus Spass wird Streit oder Tränen – besonders, wenn Kinder müde, hungrig oder überreizt sind. Dann hilft nicht «sich zusammenreissen», sondern Runterfahren. 

Runterfahr-Spiele (3–5 Minuten)

  • Schneeflocken-Atmung: Alle pusten eine imaginäre Schneeflocke langsam durch den Raum (lang ausatmen).
  • Kerzen zählen: Zusammen bis 10 zählen und dabei die Hände wie Kerzen hochhalten, beim Ausatmen langsam «auspusten».
  • Leise-Detektiv: Eine Minute lang so viele leise Geräusche wie möglich finden (Uhr ticken, Heizung, Wind).

Klare Stopps, ohne zu beschämen

Du kannst ruhig und knapp bleiben: «Stopp. Wir machen eine Pause.» Dann biete zwei Optionen an: trinken/essen, oder kurz alleine in die ruhige Ecke. Erst wenn wieder Ruhe da ist, lohnt sich ein Gespräch darüber, was gerade zu viel war.

 

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