Wie Sie würzigen Bärlauch sammeln und verarbeiten

Es ist Bärlauchzeit: Überall durchzieht der typische Knoblauchgeruch die Wälder. Gehen Sie mit Ihren Kindern raus in die Natur, zum Bärlauch sammeln. Als Pesto zubereitet, geben sie den Mahlzeiten ihren einzigartigen würzigen Geschmack und entgiften den Körper.

Beim Bärlauch sammeln sollten Sie einige Regeln kennen

Wenn Sie beim Bärlauch sammeln ein paar Punkte beachten, steht einer selbstgemachten Pesto nichts im Wege. Foto: Ferumov, iStock, Thinkstock

Ein Ausflug in den Wald ist im Frühling immer beliebt. Vor allem Kinder sammeln gerne Pflanzen, um einen grünen Hexentrank daraus zu brauen. Wie wär’s dieses Mal mit einer geniessbaren Sauce? Wer mit seinen Kindern Bärlauch sammelt kann ganz leicht eine eigene Pesto daraus machen. Einige Punkte müssen Sie beim Bärlauch sammeln aber beachten, damit die Sammelaktion nicht im Spital endet.

Richtig Bärlauch sammeln

Grundsätzlich gilt die Regel: Nur so viel sammeln, dass der Bestand gesichert ist. Konkret heisst das, Sie sollten pro Pflanze höchstens ein oder zwei Blätter pflücken, damit sie überlebt. Besser ist es, die Blätter abzuschneiden oder mit dem Fingernagel abzuzwicken. Wenn Sie die Blätter heraus reissen geht unnötig viel von der Zwiebel kaputt. Für den Transport nehmen Sie idealerweise Plastiksäcke in die Sie ein paar Tropfen Wasser geben. Dann blasen Sie die Tüten auf und verknoten sie. So werden die Blätter nicht zerdrückt.

Bärlauch sammeln: Achtung ­– Der Bärlauch hat giftige Doppelgänger

Beim Bärlauch sammeln ist Vorsicht geboten

Bärlauch, Herbstzeitlose und Maiglöckchen im Vergleich. Foto: Toxologisches Zentrum Schweiz.

Damit Sie nach dem Bärlauch-Sammeln nicht im Spital landen, müssen Sie unbedingt einiges beachten. Die Blätter des Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen sind dem Bärlauch zum Verwechseln ähnlich und sie wachsen auch an ähnlichen Orten, sind aber giftig. Sie erkennen den Bärlauch am dünnen Stil der Blätter. Maiglöckchen und Herbstzeitlose wachsen direkt aus dem Boden. Am zuverlässigsten ist aber der Geruchstest. Richt das Blatt nach Bärlauch, ist es Bärlauch. Aufpassen müssen Sie, wenn Sie schon lange am Bärlauch sammeln sind und langsam die Hände nach Knoblauch riechen. So kann das Resultat des Geruchtests verfälscht werden.

Jährlich kommen Menschen mit Herbstzeitlosen-Vergiftungen ins Spital. In seltenen Fällen können diese Vergiftungen tödlich enden. Haben Sie nach einer Bärlauchmahlzeit Durchfall oder Bauchschmerzen, sollten Sie sofort das Toxologische Zentrum Schweiz an. Die Nummer ist 145.

Eigene Bärlauchpesto herstellen

Sie brauchen

  • 100 g Bärlauch
  • 150 ml Olivenöl
  • 50 g Pinienkerne
  • 50 g geriebener Parmesan
  • Eine Prise Salz
  • Leere Gläser

So geht es

Bevor Sie starten waschen Sie jedes gesammelte Blatt einzeln. Durch die gründliche Reinigung vermeiden Sie den Fuchsbandwurm. Trocknen Sie die Blätter mit Küchentüchern ab. Dann hacken Sie den Bärlauch klein und geben Pinienkerne, Parmesan, Salz und Öl hinzu. Nun kommt das ganze in den Mixer. Mixen Sie so lange, bis eine Paste entsteht. Kochen Sie die Gläser aus, um Keime abzutöten. Dann geben Sie das Bärlauchpesto in die Gläser. Zum Schluss träufeln Sie noch eine Schicht Olivenöl auf das Pesto, damit es länger haltbar bleibt. Sie können es nun drei bis vier Wochen im Kühlschrank aufbewahren oder für später einfrieren.

Bärlauchpesto macht sich nicht nur über Nudeln gut, sondern eignet sich auch für Schlangenbrot. Einfach einen Zopfteig machen, Bärlauchpesto einarbeiten und um den Grillstock wickeln.

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Tipp: Falls Sie das Pesto nicht so scharf haben wollen, können Sie die Bärlauchblätter vor dem Verarbeiten etwas dünsten.

Bärlauch als Medizin

Seit der Antike wird die medizinische Wirkung des Bärlauchs verehrt und gehört daher zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen Europas. Er enthält viele Antioxidantien und wirkt unter anderem entgiftend, senkt den Blutdruck und hilft gegen Hautentzündungen. Zudem kann er den Schlaganfall oder Herzinfarkt vorbeugen.

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