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Bärlauch-Saison! Wie und wo ihr jetzt mit Kindern Bärlauch sammeln könnt

Es ist Bärlauchzeit: Im März beginnen die würzigen Pflänzchen zu spriessen. Also nichts wie raus zum Sammeln. Denn sobald der Bärlauch zu blühen beginnt, ist die Saison wieder fertig. Fündig werdet ihr bestimmt im Wald oder auch entlang von Bächen. Aber Vorsicht beim Sammeln: Maiglöckchen und Herbstzeitlosen sehen sehr ähnlich aus, sind aber giftig! Mit unseren Tipps gelingt die Sammelaktion. 

Frau im Wald mit Korb voller Bärlauch

Auf zum Sammeln: Ab März spriesst in vielen Regionen der Bärlauch. Bild: GettyImages Plus, Zbynek Pospisil

Bärlauch sammeln: Das musst du wissen

Ab in den Wald! Derzeit kannst du den Spaziergang mit den Kinder nämlich gleich mit Bärlauch sammeln verbinden. Das macht nicht nur Spass, sondern beschert euch auch gleich einen feinen Zmittag oder Znacht!

Bärlauchzeit: Ab wann man Bärlauch sammeln kann

Ab März lässt sich in vielen Regionen der erste Bärlauch finden. Bis etwa Ende Mai wächst er meist in grossen Massen. Also nichts wie los. Denn wenn die Pflanze zu blühen beginnt, ist die Saison fertig. 

Wo du Bärlauch findest und pflücken darfst

Bärlauch wächst vor allem in schattigen Wäldern oder an anderen feuchten Stellen wie entlang von Bächen und Auen. Wenn du einmal fündig wurdest, musst du nur noch zugreifen. Die Pflanzen wachsen in grossen Massen und bedecken oft den ganzen Boden. Für den Eigenbedarf darfst du den Bärlauch überall auf öffentlich zugänglichem Gelände sammeln. 

Gewusst wie: 3 Tipps fürs Bärlauch sammeln

1 Auch wenn man kaum genug kriegen kann vom leckeren Bärlauch: Grundsätzlich gilt die Regel, nur so viel zu sammeln, dass der Bestand gesichert ist. Konkret heisst das, du solltest pro Pflanze höchstens ein oder zwei Blätter pflücken, damit sie überlebt.

2 Am besten schneidest du die Blätter ab oder zwickst sie mit dem Fingernagel ab. Wenn du die Blätter heraus reisst, geht unnötig viel von der Zwiebel kaputt.

3 Für den Transport nimmst du dealerweise Plastiksäcke, in die du ein paar Tropfen Wasser gibst. Dann bläst du die Tüten auf und verknotest sie. So werden die Blätter nicht zerdrückt.

Bärlauch Rezepte, die auch Kindern schmecken

🧑‍🍳 Für Kinder ist Bärlauch oft gewöhnungsbedürftig. Mit Spätzli, Schlangenbrot oder Tätschli kommt auch der Nachwuchs auf den Geschmack.

Fünf Rezeptideen für Familien mit Kindern gibt es hier

Bärlauch erkennen: Der Bärlauch hat giftige Doppelgänger

Damit der Bärlauch-Schmaus nicht unschön endet, musst du folgendes wissen: Die Blätter des Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen sind dem Bärlauch zum Verwechseln ähnlich und sie wachsen auch an ähnlichen Orten, sind aber giftig.

Beim Bärlauch sammeln ist Vorsicht geboten

Bärlauch, Herbstzeitlose und Maiglöckchen im Vergleich. Foto: Toxologisches Zentrum Schweiz.

Richtig reagieren im Notfall

Jedes Jahr kommen Menschen mit Herbstzeitlosen-Vergiftungen ins Spital. In seltenen Fällen können diese Vergiftungen tödlich enden. Haben Sie nach einer Bärlauchmahlzeit Durchfall oder Bauchschmerzen, sollten Sie sofort das Toxologische Zentrum Schweiz an. Die Nummer ist 145.

Keine Verwechslung: So erkennst du Bärlauch

Du erkennst den Bärlauch am dünnen Stil der Blätter. Maiglöckchen und Herbstzeitlose haben diesen nicht. Sie wachsen direkt aus dem Boden. Am zuverlässigsten ist aber der Geruchstest. Riecht das Blatt nach Bärlauch, ist es Bärlauch. Aber Achtung: Aufpassen musst du, wenn du schon lange am Bärlauch sammeln bist und deine Hände bereits den typischen Knoblauchgeruch angenommen haben. So kann das Resultat des Geruchtests verfälscht werden.

Gewusst? Bärlauch gilt auch als Medizin

Seit der Antike wird die medizinische Wirkung des Bärlauchs verehrt und gehört daher zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen Europas. Er enthält viele Antioxidantien und wirkt unter anderem entgiftend, senkt den Blutdruck und hilft gegen Hautentzündungen. Zudem kann er den Schlaganfall oder Herzinfarkt vorbeugen.