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Polyhydramnion: Wenn sich zu viel Fruchtwasser ansammelt

Unter Polyhydramnion, auch kurz Hydramnion genannt, verstehen Fachleute zu viel Fruchtwasser, das sich in der Gebärmutter rund um das Baby bildet. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat!

Von Polyhydramnion spricht man, wenn sich in der Gebärmutter zu viel Fruchtwasser ansammelt.

Bei einem Polyhydramnion sammelt sich zu viel Fruchtwasser in der Gebärmutter an. Foto: lighty25, iStock, Thinkstock

Wenn eine Frau unter Polyhydramnion leidet, hat sich in der Gebärmutter überdurchschnittlich viel Fruchtwasser angesammelt. Von zu viel Fruchtwasser spricht der Arzt, wenn mehr als zwei Liter als Dauereinlage gebildet werden. Das Kind kann durch die Flüssigkeit kaum noch ertastet werden, seine Herztöne sind schwierig zu hören. Auch fühlt sich der Bauch der Schwangeren dick und prall an, er ist viel zu umfangreich für den jeweiligen Zeitpunkt der Schwangerschaft, und die Haut glänzt.

Ursachen oft ungeklärt

Ein Polyhydramnion kann verschiedene Ursachen haben. «Die Hälfte aller Fälle mit mildem Polyhydramnion ... bleibt ... ungeklärt», so Dr. med. Cora Vökt vom Universitätsspital Basel in einem Artikel über «Klinische Erkrankungen bei Neugeborenen» in der Fachzeitschrift «Gynäkologie». Eine milde Ausprägung der Polyhydramnion Symptome wird meist genau beobachtet, sie muss aber nicht unbedingt behandelt werden. Gelegentlich regelt sie sich von allein.

Die Polyhydramnion-Symptome können durch das Baby hervorgerufen werden. Normalerweise sorgt es selbst für den richtigen Fruchtwasserpegel, indem es regelmässig trinkt und Urin wieder ausscheidet. Vielleicht trinkt das Kind nicht genug Fruchtwasser, hat Schluckbeschwerden oder sein Körper kann das Fruchtwasser nicht verarbeiten. Ein Ultraschall prüft die körperlichen Ursachen.

Gestationsdiabetes: eine häufige Ursache von Polyhydramnion

Liegt ein Polyhydramnion vor, wird der Blutzucker untersucht. Denn eine Ursache der Erkrankung kann Diabetes oder Schwangerschaftsdiabates sein. Sobald sich die Blutzuckerwerte normalisieren, sinkt auch die Menge des Fruchtwassers.

Symptome lindern

Bei sehr starken Beschwerden muss die Mutter stationär im Spital unter Beobachtung bleiben. Bis dahin kann sie versuchen, durch viel Ruhe Atemnot zu verhindern, denn der Uterus drückt auf das Zwerchfell. Auch das Hochlegen der Beine ist sinnvoll, um Ödemen vorzubeugen. Schwangerschaftsleiden wie Sodbrennen und Verstopfung treten bei Polyhydramnion besonders häufig auf. Bei Sodbrennen helfen mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, bei Verstopfung eignen sich u.a. Trockenfrüchte, viel Flüssigkeit sowie Bewegung und Sport.

Methoden, ein Polyhydramnion zu behandeln

  • Medikamente veranlassen den Fötus, mehr Fruchtwasser zu trinken.
  • Durch eine Punktion kann überschüssiges Fruchtwasser abgesaugt werden. Allerdings ist solch ein Eingriff nicht immer einfach, ausserdem kann sich erneut mehr Fruchtwasser bilden als gewünscht.
  • Das Baby wird per Ultraschall auf körperliche Veränderungen untersucht. Gegebenenfalls werden die Wehen eingeleitet und, sofern möglich, das Neugeborene nach der Geburt operiert oder anderweitig behandelt.

Ein Polyhydramnion gehört auf jeden Fall in ärztliche Hände. Schwangere sind häufig unsicher, welche Veränderungen ihres Körpers normal und welche krankhaft sind, daher gilt zur Sicherheit: Im Zweifelsfall lieber einmal umsonst untersuchen lassen.

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