Hausmittel gegen Müdigkeit in der Schwangerschaft

Müdigkeit in der Schwangerschaft kann viele Gründe haben. Gerade in den ersten Monaten ist der Körper einer schwangeren Frau vielen neuen Belastungen ausgesetzt. Hormonelle Veränderungen, die Bildung der Plazenta, die für das Baby lebenswichtig ist: Das alles fordert seinen Tribut. Wie Sie mithilfe Ihrer Hausapotheke die Erschöpfung mildern können, verraten wir Ihnen hier.

Müdigkeit in der Schwangerschaft ist ein übliches Symptom.

Anfangs, aber auch im Verlauf der Schwangerschaft ist Müdigkeit ein ständiger Begleiter. Foto: © hartphotography - Fotolia.com

Das hilft gegen Müdigkeit in der Schwangerschaft

Schwangere fühlen sich oft und meist schon morgens nach dem Aufstehen müde und ausgelaugt - und fallen abends dann schon früh wieder ins Bett.  Wenn der Geburtstermin näher rückt, kann sich dies ein bisschen bessern. Durch die starke Gewichtszunahme oder Bewegungen des Babys in der Nacht kann sich die Müdigkeit aber schon schnell wieder bemerkbar machen. Keine Sorge, das ist völlig normal. Mit den folgenden Tipps, können Sie aber auch etwas dagegen tun.

Nehmen Sie reichlich Nährstoffe zu sich

Um der Müdigkeit vorzubeugen, sollten sie stets genügend Nährstoffe zu sich nehmen. Sofern die Schwangerschaftsübelkeit nicht allzu ausgeprägt ist, sollte man darauf achten, ausgewogen und gesund zu essen. Frisches Gemüse, Obst und Eiweiss versorgen den Körper mit allem was er braucht und sorgen so für frische Energie. Viel Trinken schützt vor Austrocknung, die ebenfalls müde und schlapp machen kann.

Geben Sie Ihrem Körper was er verlangt: Ruhe

Wichtig ist: Die Müdigkeit darf nicht ignoriert werden. Schwangere sollten sich genügend Zeit nehmen, um sich auszuruhen und zu entspannen. Ein kurzes Mittagsschläfchen oder ein Nickerchen am Nachmittag schonen den Körper und verhelfen zu neuer Energie für den restlichen Tag. Es ist durchaus angebracht, ein paar der Haushaltspflichten an den Partner abzugeben oder die Kinder mal eine Zeit lang bei Oma und Opa abzuliefern, um etwas zur Ruhe kommen zu können. Aber auch schonende Bewegung bringt Sie in Schwung. Regelmässige Spaziergänge an der frischen Luft oder ein paar entspannende Gymnastik-Übungen verhelfen zu mehr Energie. Viele Schwangere schwören zum Beispiel auf entspannende Yoga-Übungen.

Löwenzahnblätter gegen Eisenmangel

Während der Schwangerschaft sinkt oft der Hämoglobinwert, weil es dem Körper an Eisen fehlt. Der Mediziner spricht bei einem extrem niedrigen Hämoglobinspiegel von Anämie. Dadurch kann es zu Müdigkeitserscheinungen kommen. Deshalb empfiehlt es sich auf solche Nahrungsmittel zu verzichten, welche die Eisenaufnahme beeinträchtigen. Dies sind zum Beispiel Kaffee oder Schwarztee, weil sie Gerbstoffe enthalten, ausserdem Limonaden, Fertiggerichte, Fast Food und Quark, weil sie Phosphate enthalten. Auch Rhabarber und Spinat, die Oxolateenthalten, erschweren die Eisenaufnahme  sowie die Sojaproteine und Phytine in Getreide, Rohkostform und Kleien. Zudem hemmen Eier die Eisenaufnahme.

Was die Eisenaufnahme hingegen fördert sind bitterstoffhaltige Arzneipflanzen wie zum Beispiel Wegwarten- und Löwenzahnblätter sowie Brennnesselkraut. Auch getrocknete Aprikosen, dunkelgrünes Gemüse und rotes Fleisch sind gute Eisenlieferanten, die zudem helfen können, Sodbrennen in der Schwangerschaft vorzubeugen.

Entspannendes Bad bei Schlafstörungen

Manchmal können auch Schlafstörungen in der Schwangerschaft auftreten. Dies rührt meist von ständigen oder heftigen Bewegungen des Babys im Bauch der Mutter her. Den meisten schwangeren Frauen fällt es mit wachsendem Bauchumfang auch einfach zusehends schwerer, eine bequeme Position im Bett zu finden. Da helfen Entspannungsbäder oder sanfte Aroma-Therapien, die leicht zuhause durchgeführt werden können. Mit ein paar Tropfen ätherischer Öle, beispielsweise Neroli, Geranie und Rose, kann man sich ein beruhigendes Bad einlassen oder den Raum leicht vernebeln. Wichtig ist, darauf zu achten, nicht all zu viel Öl zu verwenden. Auch Lavendelöl wirkt entspannend, sollte jedoch nur in den ersten Monaten der Schwangerschaft  und möglichst nicht täglich verwendet werden.

Auch Tees können Beruhigung verschaffen und bei Schlafstörungen in der Schwangerschaft helfen. Geeignet sind Tees oder Fertigpräparate aus Baldrianwurzel, Passionsblumenkraut, Hopfenzapfen, Orangenblüten, Melissenblättern oder Lavendelblüten. Auch Bachblütentropfen sind wirksam und beruhigen sanft.

Lassen Sie sich nicht verunsichern

Wenn Sie sich unsicher sind oder kein Hausmittel helfen will, holen sie sich am besten ärztlichen Rat oder konsultieren Ihre Hebamme. Gerade Hebammen haben oft gute Geheimtipps übrig. Die wichtigste Regel lautet aber: Verschiedene Mütter, brauchen verschiedene Heilmittel und verschiedene Dosierungen. Was Ihren Freundinnen als Schwangerschaftskur hilft, muss nicht unbedingt Ihnen helfen. Denn jede Schwangerschaft verläuft anders. Und das ist auch gut so. Ihre Schwangerschaft ist so individuell, wie Sie und Ihr Baby auch. Und Sie werden, wenn Sie auf sich, Ihr Kind und Ihren Körper hören, bald wissen, was für Sie beide gut ist.

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