Himbeerblättertee in der Schwangerschaft fördert die Geburt

Himbeerblättertee gehört nicht zu den Teesorten, die im Alltag oft zu finden sind. Viele Frauen lernen ihn erst während der Schwangerschaft durch ihre Hebamme kennen.

Himbeerblättertee kann für eine schnellere Geburt sorgen.

Himbeerblättertee, der aus den Blättern der Himbeere gewonnen wirs, wird eine entbindungsfördernde Wirkung nachgesagt. Foto: alain grimplet, iStock, Thinkstock

Himbeerblättertee: Wirkung

Die Inhaltsstoffe der Himbeerblätter lockern die Beckenmuskulatur und den Muttermund. Dadurch macht er eine schnellere Geburt möglich. Dank der krampflösenden Wirkung entspannt sich die Gebärmutter, die Wehen sind etwas angenehmer. Zudem können Himbeerblätter den Beginn einer Geburt fördern. Himbeerblättertee ist in der Schweiz in Drogerien und Apotheken erhältlich. Dennoch empfiehlt es sich immer, ihn erst nach Rücksprache mit seinem Arzt oder seiner Hebamme einzunehmen.

Da Himbeerblättertee aufgrund seiner durchblutungsfördernden Eigenschaft in den Unterleibsorganen den Beginn einer Geburt begünstigen und auslösen kann, sollten Schwangere ihn nicht zu früh trinken. Um den geburtsstimulierenden Effekt der Himbeerblätter auszunutzen, wird empfohlen, ab der 37. Schwangerschaftswoche sieben Tage lang jeweils eine Tasse Himbeerblättertee zu trinken. Danach gilt es, eine Woche zu pausieren, um einen Gewöhnungseffekt, aber auch eine mögliche Überdosierung zu vermeiden. Ab der 39. Schwangerschaftswoche lässt sich die tägliche Dosis auf bis zu vier Tassen steigern.

Alternativen zu Himbeerblättertee

Wenn der berechnete Geburtstermin naht oder vielleicht sogar bereits überschritten ist, werden viele werdende Mütter ungeduldig und möchten gerne Wehen einleiten. Selbstverständlich sollte dies aber immer auf einem möglichst natürlichen und sanften Weg passieren.

Wer den Himbeerblättertee in seiner Wirkung unterstützen will oder bereits in den letzten Wochen so viel Himbeerblättertee getrunken hat, dass er nicht mehr schmeckt, kann auf weitere Möglichkeiten zurückgreifen, um sanft einen Geburtsbeginn zu begünstigen.

Eine Variante ist Sex in der Schwangerschaft, denn die Kontraktionen beim Orgasmus können Wehen auslösen. Eine sanfte Bauchmassage, Bewegung oder ein warmes, nicht zu heisses Bad können ebenfalls förderlich wirken. Einige Hebammen bieten auch Fussreflexzonenmassagen, Akkupunktur oder Homöopathie an. Koffein und scharfes Essen begünstigen Kontraktionen der Gebärmutter ebenfalls. In den Kliniken dagegen wird der Beginn einer Geburt oft mit einem Einlauf unterstützt.

Kritik an Himbeerblättertee

Die Wirkung des Himbeerblättertees wurde noch nie wissenschaftlich belegt – darauf weisen Kritiker immer wieder hin. Ingeborg Stadelmann, eine der bekanntesten Hebammen im deutschsprachigen Raum und Autorin des Buches «Die Hebammensprechstunde», wehrt sich auf den Internetseiten von Heilpflanzen-Info gegen solche Anschuldigungen: «Auf evidenzbasierte Medizin lasse ich mich nicht ein, wir Hebammen kommen aus der Erfahrungsmedizin und was seit Jahrzehnten erfolgreich ist, kann nicht falsch sein.» Martin Koradi, Betreiber dieses Internet-Portals und Dozent für Pflanzenheilkunde, sieht dies allerdings kritischer: «Tradition allein reicht nicht als Begründung, weil Tradition sich schon tausendmal geirrt hat. Die Medizingeschichte ist voll von Irrtümern, ebenso die Geschichte der Hebammenkunst.» Letzten Endes muss jede Frau für sich selbst entscheiden, ob sie Heilpflanzen vertraut oder nicht.

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