Ihr Kind, 18 Monate alt: Gelassen in der Trotzphase

Befindet sich Ihr anderthalbjähriges Kind schon in der Trotzphase? Wutanfälle bei Kleinkindern können spektakuläre Ausmasse annehmen. Wenn Sie verstehen, warum Ihr Kind sich weinend auf den Boden wirft, werden Sie hoffentlich besser damit umgehen können.

Ihr Kind, 18 Monate alt

In der Trotzphase kommt desöfteren mal ein Wutanfall vor. Foto: iStock, Thinkstock

Entwicklung Ihres Kindes: Termin zur Vorsorgeuntersuchung

Mit 18 Monaten versucht Ihr grosses Baby vielleicht schon einen Ball zu kicken, auch wenn ihm das noch nicht immer gelingt. Es kann auch sein, dass Ihr Kind einen sprachlichen Entwicklungssprung macht. Manche Kinder können mit anderthalb Jahren schon Zweiwortsätze sprechen.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Kind noch nicht so weit ist. In diesem Monat steht wieder eine Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Kinderarzt an. Er wird mit Ihnen gemeinsam herausfinden, ob sich Ihr Kind altersgemäss entwickelt.

In diesem Alter kann Ihr Kleines übrigens noch nicht vorausschauend denken. Wenn es etwas will, will es das sofort. Mit den Worten «gleich» oder «in fünf Minuten» kann es noch nicht viel anfangen. Nach und nach wird es das in den nächsten Monaten erst lernen.

Während Ihr zwölf Monate altes Kind noch hinter den Spiegel geschaut hat, um das Kind im Spiegel zu suchen, erkennt Ihr 18-monatiges Kind nun, dass es selbst das Kind im Spiegel ist. Eine beachtliche Leistung! Mit der Entdeckung des eigenen Ichs lernt Ihr Kind auch immer mehr, dass andere Menschen ebenfalls eigenständige Personen sind.

Tipps für Eltern: So überstehen Sie die Trotzphase

Dass Ihr Kind seinen eigenen Willen entwickelt, merken Sie schon seit Monaten. In der zweiten Hälfte des zweiten Lebensjahres kann der Gegensatz zwischen eigenem Willen und Realität bei Ihrem Kind recht dramatische Ausmasse annehmen. In der sogenannten Trotzphase neigen Kleinkinder zu Wutanfällen, bei denen sie lautstark ihren Unmut kundtun. In extremen Fällen werden manche Kinder sogar ohnmächtig.

Experten sehen den Begriff des Trotzanfalls meist kritisch, denn das Wort «trotzen» hat den Anschein, als würde sich Ihr Baby absichtlich daneben benehmen. Das ist aber nicht der Fall. Mit der Entdeckung des eigenen Willens kommt auch die Erkenntnis, dass der eigene Wille nicht immer mit dem Willen von anderen Menschen übereinstimmt. Das kann schmerzen. Kleinkinder müssen erst lernen, mit ihren starken Gefühlen umzugehen. Oft steckt hinter einem Wutanfall auch Frustration, weil Ihrem Kleinkind etwas noch nicht so gelingt, wie es das möchte.

Wie aber überstehen Sie diese Phase? Mit ganz viel Gelassenheit! Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Wenn Ihr Kind sich an der Supermarktkasse laut schreiend auf den Boden wirft und unbedingt die Schokolade will, kann es nicht immer leicht sein, gelassen zu bleiben. Versuchen sollten Sie es trotzdem. Geben Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass Sie seine Gefühle nachvollziehen können. Viel erklären müssen Sie dabei übrigens nicht. Ein beruhigendes Streicheln hilft mehr als lange Sätze, denn für Vernunft ist Ihr Kleines noch nicht alt genug. Auch strafen sollten Sie Ihr Kind nicht für den Wutanfall.

Helfen Sie Ihrem Kind in seinem Autonomiebestreben, indem Sie seine Wünsche respektieren und sie möglich machen, so oft es geht. Das heisst aber nicht, dass Sie aus Angst vor einem Wutanfall immer nachgeben sollten und beispielsweise die Schokolade an der Supermarktkasse kaufen. Ein paar Regeln sollten Sie schon setzen und sich daran halten. Aber wenn beispielsweise Ihr kleiner Hitzkopf unbedingt die Butter selbst aufs Brot schmieren möchte, dann lassen Sie ihn doch einfach mal machen. Und sagen Sie sich zum Trost: Es ist nur eine Phase, die irgendwann wieder vorbei ist.

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