Die 21. Schwangerschaftswoche (21. SSW)

Ihr Fötus hat in diesen Tagen wahrscheinlich schon einen richtigen Wach- und Schlafrhythmus. Währenddessen haben Sie in der 21. Schwangerschaftswoche vielleicht Probleme mit Sodbrennen oder Schwitzen. Ausserdem wird Ihr Frauenarzt Sie nun zum 2. Ultraschall der Schwangerschaft einbestellen.

SSW21: Im 2. Ultraschall werden Risikofaktoren wie die Lage der Nabelschnur untersucht.

Bei der 2. Ultraschalluntersuchung prüft Ihr Arzt das Herz und die weiteren Organe Ihres Babys. Foto: iStock, Thinkstock

Entwicklung Baby:
Herzklopfen

Das Herz Ihres Babys ist schwer beschäftigt: Es schlägt circa 150 Mal in der Minute. Das ist ungefähr doppelt so schnell wie Ihr eigener Herzschlag. Dabei transportiert es 100 Liter Blut am Tag.

Den Herzschlag der Mutter nimmt es als beruhigendes Klopfen im Hintergrund wahr. Nach der Geburt wirkt gleichmässiges Klopfen auf den Rücken beruhigend auf viele Neugeborene, da es sie an den vorgeburtlichen Herzschlag der Mutter erinnert. Das Gehör hört nun immer besser Geräusche von innen und aussen.

Wenn Sie Ihr Baby schon regelmässig spüren, haben Sie vielleicht bereits bemerkt, dass es mittlerweile einen einigermassen regelmässigen Wach- und Schlafrhythmus entwickelt hat. In den meisten Fällen ist dies noch entgegengesetzt zu Ihrem eigenen Rhythmus.

Der Fötus ist nun circa 18 Zentimeter lang (Scheitel-Steiss-Länge) und rund 400 Gramm schwer.

Veränderungen in der Schwangerschaft:
Sodbrennen und Schwitzen

Durch die bessere Durchblutung Ihrer Haut und durch die Tatsache, dass Sie und Ihr Baby viel Wärme produzieren, kommen Sie jetzt vielleicht leichter ins Schwitzen. Eine zwar etwas unangenehme, aber ungefährliche Begleiterscheinung der Schwangerschaft.

Leiden Sie jetzt vielleicht auch unter Sodbrennen? Der erhöhte Progesteronspiegel sorgt dafür, dass der Schliessmuskel zwischen Magen und Speiseröhre entspannt ist und Magensäure dadurch in die Röhre gelangt. Auch das wachsende Baby drückt Magensäure nach oben. Reduzieren Sie das unangenehme Brennen, indem Sie mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen und diese gut kauen. Nachts etwas erhöht schlafen, kann helfen. Ebenso sollten Sie sich nicht direkt nach einer Mahlzeit hinlegen, sondern möglichst erst ungefähr eine Stunde danach. Bestimmte Nahrung, wie gut gewürztes Essen, Schokolade oder Zitrusfrüchte, können zudem Sodbrennen fördern und sollten daher gemieden werden.

Tipps für die werdende Mutter: 2. Ultraschall

Zwischen der 20. und 22. Schwangerschaftswoche findet die 2. routinemässige Ultraschalluntersuchung statt. Bei diesem Ultraschall wird sich Ihr Frauenarzt das Baby genau anschauen und ob bestimmte Risiken oder Anomalien festgestellt werden können. Dabei wird er die Organe des Kindes, besonders das Herz, einer genauen Betrachtung unterziehen, ausserdem die Grösse und das Gewicht des Babys. Weiterhin kann er eventuelle Risikofaktoren aus der Lage und Struktur der Plazenta, von der Nabelschnur und des Fruchtwassers ableiten.

Text: Julia Wohlgemuth

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