Die 14. Schwangerschaftswoche (14. SSW)

Haben Sie in dieser Woche einen Ultraschall, so kann Ihr Frauenarzt vielleicht schon erkennen, ob Ihr Baby ein Junge oder ein Mädchen ist. Möglicherweise bemerken Sie jetzt vermehrt vaginalen Ausfluss. Auch für eine verstopfte Nase kann die Schwangerschaft verantwortlich sein.

In der 14. SSW lässt sich das Geschlecht des Kindes schon oft bestimmen.

Ihr Frauenarzt kann per Ultraschall bereits das Geschlecht Ihres Kindes erkennen. Foto: Hemera, Thinkstock

Entwicklung Baby:
Junge oder Mädchen

Benötigen Sie für Ihr Kleines in einigen Monaten rosafarbene oder blaue Sachen? Falls Sie es schon vor der Geburt herausfinden wollen, kann ab der 14. Schwangerschaftswoche Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin beim Ultraschall das Geschlecht jetzt oft schon erkennen und Ihnen sagen, ob Sie einen Jungen oder ein Mädchen erwarten. Vielleicht ja auch beides!

Unabhängig vom Geschlecht sind nun Luft- und Speiseröhre, Kehlkopf und Stimmbänder bereits voll ausgebildet, bereit für den ersten Schrei nach der Geburt.

Ihr Baby fühlt sich im Fruchtwasser sehr wohl, besonders wenn Mama sich bewegt und es schön schaukelt. Bei einer Temperatur von 37,5 Grad Celsius ist es auch angenehm warm. Im Moment enthält Ihre Fruchtblase rund 100 Milliliter Fruchtwasser, in der 32. Schwangerschaftswoche wird dies rund ein Liter sein.

Der Fötus ist nun zwischen 8 und 11 Zentimeter lang (Scheitel-Steiss-Länge) und wiegt um die 50 Gramm.

Veränderungen in der Schwangerschaft:
Vaginaler Ausfluss nicht ungewöhnlich

Vielleicht bemerken Sie im 2. Trimester verstärkt vaginalen Ausfluss. Dies ist jedoch kein Anlass zur Sorge, sondern dient sogar zur Abwehr von Keimen, die sonst über die Scheide eindringen könnten. Wenn der Ausfluss aber eine grünliche oder gelbliche Farbe annimmt und unangenehm riecht, dann könnte es sich möglicherweise um eine Infektion im Scheidenbereich handeln, für die Sie in der Schwangerschaft besonders anfällig sind. Eine solche Infektion muss behandelt werden und Sie sollten Ihren Arzt kontaktieren.

Die Gebärmutter hebt sich in diesen Tagen bis über das Schambein hoch an. Ihrem Bauchumfang ist die Schwangerschaft nun auch immer deutlicher anzusehen.

Tipps für die werdende Mutter: Verstopfte Nase

Vielleicht gehören Sie zu den Frauen, die in der Schwangerschaft vermehrt unter einer verstopften Nase zu leiden haben. Das Hormon Progesteron sorgt für eine stärkere Durchblutung und erzeugt damit nicht nur einen rosigen Teint, sondern auch eine stärkere Durchblutung der Nasenschleimhäute, die dadurch anschwellen und die Atmung erschweren (genannt Schwangerschaftsrhinitis). Abhilfe ist nur bedingt möglich. Linderung kann durch ein feuchtes Raumklima erzeugt werden, auch Nasenspülungen mit Salzlösung oder Meerwassersprays können helfen. Von der Verwendung abschwellender Nasensprays wird jedoch abgeraten. Mehr Informationen zu Schwangerschaftsrhinitis finden sich auch auf pharmawiki.ch.

Text: Julia Wohlgemuth

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