Die 27. Schwangerschaftswoche (27. SSW)

Für Ihr Baby wird es immer enger in Ihrem Bauch und es kann die Augenlider öffnen. Bei Ihnen wächst und verändert sich Ihre Brust. Sie bereitet sich auf das Stillen vor. Sicherlich machen Sie sich auch schon während der 27. Schwangerschaftswoche Gedanken über die Ernährung Ihres Kindes nach der Geburt.

SSW27: Informieren Sie sich schon jetzt ausführlich zum Thema Stillen.

Ihre Brust verändert sich in dieser Phase der Schwangerschaft und bereitet sich aufs Stillen vor. Foto: iStock, Thinkstock

Entwicklung Baby:
Licht und Schatten

Ihr Baby kann nun die Augenlider öffnen und seine Umgebung «sehend» erkunden. Auch der Teil des Gehirns, der für die visuelle Wahrnehmung verantwortlich ist, funktioniert nun. Ihr Kind kann zwar noch keine Details sehen, aber es kann Licht und Schatten ausmachen. Leuchtet man mit einer Taschenlampe auf den Bauch, reagiert das Ungeborene mit Strampeln und erhöhtem Herzschlag. Steht die Mutter im hellen Licht, schimmert die Gebärmutterwelt Ihres Babys rosarot. In manchen Entbindungsräumen sind deshalb die Wände rot gestrichen, damit sich das Neugeborene gleich heimisch fühlt.

Es wird nun immer enger für das Baby im Bauch und es dauert länger, bis es sich umgedreht hat. In dieser Woche ist Ihr Baby ungefähr 24 Zentimeter lang (Scheitel-Steiss-Länge) und wiegt um die 900 Gramm.

Veränderungen in der Schwangerschaft:
Die Brust verändert sich weiter

Ihre Brust verändert sich nun möglicherweise weiter. Vielleicht hat sich Ihr Brustwarzenvorhof schon eher in der Schwangerschaft dunkel verfärbt. Jetzt kann sich eventuell auch die Haut um den Brustwarzenvorhof dunkel verfärben. Warum dies so ist, ist nicht genau bekannt. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass das Baby dadurch die Brustwarze zum Trinken besser findet.

Wenn Sie jetzt auf dem Rücken liegen, kann es Ihnen unter Umständen sehr schlecht und schwindelig werden bis hin zu Herzrasen und Luftnot. Daran ist Ihr Baby schuld: Es drückt mit seinem Gewicht auf die grosse Hohlvene, die Vena cava, und behindert so den Rücklauf des Blutes zum Herzen.

Tipps für die werdende Mutter: Stillen oder nicht

Sicher machen Sie sich bereits jetzt ab und zu Gedanken über die Ernährung Ihres Babys nach der Geburt. Die meisten Mütter entscheiden sich dazu, ihr Kind zu stillen und folgen damit der Empfehlung von Hebammen und Ärzten. Es ist eine gute Idee, sich noch vor der Geburt schon ausführlich mit dem Thema Stillen auseinanderzusetzen, denn eine gute Vorbereitung kann Ihnen den Start erleichtern. Verschiedene Anlaufstellen können Ihnen viele nützliche Tipps zum Thema geben. Dazu gehören stillen.ch oder stillberatung.ch, aber auch Gespräche mit Müttern, Ihrem Frauenarzt oder Hebamme können Ihnen eine Hilfestellung geben.

Sollten Sie sich jedoch, aus welchen Gründen auch immer, gegen das Stillen entscheiden, so lassen Sie sich kein schlechtes Gewissen einreden.

Text: Julia Wohlgemuth

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