Facebook Pixel

4. Schwangerschaftswoche: Jetzt geht's los! Die Eizelle nistet sich ein

Die Einnistung der bereits vielfach geteilten Zelle in die Gebärmutter erfolgt während der vierten Schwangerschaftswoche. Sie produzieren vermehrt Progesteron, sodass sich die Gebärmutterschleimhaut beruhigt. Es kann nun verstärkt zu Symptomen einer Schwangerschaft wie Übelkeit und Stimmungsschwankungen kommen.

In der vierten Schwangerschaftswoche nistet sich die Eizelle ein.

In der vierten Woche geht's los: Die Einnistung beginnt, neues Leben entsteht. Bild: PeopleImages, Getty Images

4. Schwangerschaftswoche

Gegen Ende der 4. Schwangerschaftswoche (SSW) bringt ein Schwangerschaftstest Gewissheit. Die Blastozyste dockt nun an die Gebärmutterschleimhaut an und die Hormone in Ihrem Körper spielen verrückt.

Die nächste Menstruationsblutung setzt erst sieben Tage nach Beginn der 4. Schwangerschaftswoche (SSW) ein. Aus diesem Grund bemerken Frauen zu diesem Zeitpunkt meist noch keine Anzeichen einer Schwangerschaft. Während der Einnistung können Blutungen, wenn auch nur leichte Blutungen, auftreten, die dann von Frauen für die Periode gehalten werden.

Ihr Körper in der 4. Schwangerschaftswoche

Erst gegen Ende der 4. Schwangerschaftswoche (SSW) bringt ein Schwangerschaftstest Gewissheit, ob Sie tatsächlich schwanger sind. Das liegt daran, dass das Chorin, die Vorfrom der Plazenta, seit der Einnistung die Produktion des Schwangerschaftshormons HCG (humanes Choriongonadotropin), von der Blastozyste übernommen hat. Mit der Übernahme in dieser Woche der Schwangerschaft nimmt die Produktion des Hormons massiv zu. Die Werte verdoppeln sich im Verlauf der 4. Schwangerschaftswoche (SSW) und in den folgenden Wochen alle zwei Tage.

Der Wert im Urin der Frau ist durch diesen Anstieg für sensiblere Frühtests schon ein paar Tage vor dem Ausbleiben der Blutung messbar. Gewöhnliche Tests geben erst ab der 5. Schwangerschaftswoche (SSW) zuverlässige Auskunft.

Eine weitere wichtige Funktion des HCGs in der Schwangerschaft ist, ein Signal an die Gelbkörper zu verschicken, weiterhin Östrogene und vor allem Progesteron zu produzieren. Das Gelbkörperhormon Progesteron beruhigt die Gebärmutterschleimhat und sorgt dafür, dass sie die Blastozyste nicht abstösst.

Ausserdem werden Aufbau und Verdickung der Gebärmutterschleimhaut durch Progesteron geschützt und die Bildung neuer Einzellen sowie die nächste Periode verhindert. Eine letzte wichtige Funktion ist die Entwicklung eines Schleimpfropfs, der während der Schwangerschaft vor Infektionen im Vaginalbereich schützt.

Die Anzeichen dieser hormonelle Explosion gehen in dieser Woche der Schwangerschaft nicht unbemerkt am Körper vorbei. Symptome wie Übelkeit können durch den zunehmenden HCG-Spiegel bis zur 9. Woche der Schwangerschaft ausgelöst werden. Weitere Anzeichen der hormonellen Umstellung bei Schwangeren sind übermässige Müdigkeit, verstärkter Harndrang und Verstopfungen. Bis zum Ende des ersten Trimesters Ihrer Schwangerschaft können diese Symptome anhalten.

Etwa der Hälfte der Blastozysten ist es in den ersten Wochen der Schwangerschaft aufgrund von Chromosomenstörungen, Durchblutungsstörungen oder einem Mangel des Gelbkörperhormons nicht möglich, sich weiterzuentwickeln. Eine frühe Fehlgeburt ist daher keine Seltenheit. Diese bleibt jedoch meist unbemerkt, da Frauen von einer zu früh oder zu spät einsetzenden Menstruationsblutung ausgehen.

Die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter

Die befruchtete Eizelle nistet sich in die Schleimhaut der Gebärmutter ein. © iStock, Thinkstock

Die Entwicklung Ihres Babys im Bauch

Die Blastozyste hat Anfang der 4. Schwangerschaftswoche die Gebärmutter erreicht. Das ist jedoch nicht das Ende ihrer Reise und die Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut beginnt.

Gleichzeitig entwickelt sich die Blastozyste in einen inneren und äusseren Teil. Den Embryo und die Eihülle samt Fruchtwasser bildet später der sogenannte Embryoplast, also der innere Teil der Blastozyste. Der Trophoblast, der äussere Teil, wird zuerst zum Chorion und bildet anschliessend die Plazenta, auch Mutterkuchen genannt. Das Baby wird durch die Plazenta mit Nährstoffen versorgt. Ausserdem ist die Plazenta für die Produktion von wichtigen Hormonen wie HCG und Progesteron verantwortlich. Diese Hormone sorgen für den Erhalt der Schwangerschaft.

In dieser Woche der Schwangerschaft beginnt die Spezialisierung der Zellen des Embryos. Aus den dabei entstandenen drei unterschiedliche Zellschichten, entwickeln sich in den kommenden Wochen die Körperteile und Organe Ihres Babys.

Nerven, Gehirn, Schweissdrüsen, Nägel, Haar, Haut, Augen und Ohren des Embryos entwickeln sich aus der äusseren Zellschicht.

Für die Entwicklung von Herz, Blut, Gefässe, Milz, Nieren, Geschlechtsorgane, Muskeln, Knochen und tiefere Hautschichten Ihres Babys ist die mittlere Zellschicht verantwortlich.

Lunge, Bauchspeicheldrüse, Leber, Schilddrüse, die Harnwege und die Verdauung des Embryos werden von der inneren Zellschicht gebildet. Dieser Vorgang findet statt, obwohl der Embryo am Ende der 4. Woche der Schwangerschaft gerade einmal einen Millimeter gross ist.

Woche für Woche