Die 4. Schwangerschaftswoche (4. SSW)

Die Einnistung der bereits vielfach geteilten Zelle in die Gebärmutter erfolgt während der 4. Schwangerschaftswoche. Sie produzieren vermehrt Progesteron, sodass sich die Gebärmutterschleimhaut beruhigt. Es kann nun verstärkt zu Symptomen einer Schwangerschaft wie Übelkeit kommen.

Tipps bei Übelkeit: 4. Schwangerschaftswoche

Vielen Frauen wird in der Schwangerschaft übel. Foto: iStock, Thinkstock

Entwicklung Baby: Einnistung der geteilten Zelle

Der Keim hat jetzt seine Reise beendet und die Einnistung in die Gebärmutter findet in dieser Woche statt. Dabei kann es zu einer Einnistungsblutung kommen, die mitunter mit einer Menstruationsblutung verwechselt werden kann.

Die befruchtete Eizelle hat sich nun schon viele Male geteilt und der Keim besteht bereits aus mehreren Zellschichten, aus denen sich in wenigen Wochen die Organe und Körperteile des Babys entwickeln. Bereits zu diesem Zeitpunkt ist die genetische Programmierung des Kindes festgelegt. Ob Ihr Nachwuchs also eines Tages die blauen Augen der Grossmutter, die Nase der Mutter oder das Temperament des Vaters erben wird, ob es einmal die Veranlagung zum Schwimmchampion haben wird, all das steht jetzt schon fest.

Auch die Plazenta beginnt sich nun zu entwickeln, um das neue Leben bald mit Nährstoffen zu versorgen.

Am Ende der Woche ist der Winzling knapp einen Millimeter gross.

Veränderungen in der Schwangerschaft:
Produktion von Progesteron

Zu den Hormonen, die Ihr Körper nun ausgelöst durch die Befruchtung verstärkt produziert, gehört auch Progesteron (Gelbkörperhormon). Ein erhöhter Progesteronspiegel sorgt dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut beruhigt, sodass der kleine «Eindringling» von Ihrem Körper nicht etwa abgestossen wird, schliesslich handelt es sich um einen Fremdkörper, der aus fremdem Eiweiss besteht.

Tipps für die werdende Mutter: Hilfe bei Übelkeit

Vielleicht leiden Sie bereits jetzt oder innerhalb der nächsten Wochen unter Übelkeit, vielleicht gehören Sie sogar zu jenen Frauen, die bei der Erwähnung von «morgendlicher Übelkeit» neidisch seufzen, weil sie den ganzen Tag über Übelkeit verspüren. Trösten Sie sich: bei den meisten Schwangeren verschwindet die Übelkeit nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel und wird sogar als Zeichen für eine starke und gute Schwangerschaft gesehen (das heisst im Umkehrschluss aber nicht, dass Sie sich Sorgen machen müssen, falls Sie nicht unter Übelkeit leiden).

Text: Julia Wohlgemuth

Hier ein paar Tipps, die Ihnen ausserdem bei Übelkeit helfen können:



  • Essen Sie etwas, wie zum Beispiel einen Keks, trockenes Brot oder Trockenfrüchte, bevor Sie früh aufstehen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Blutzuckerspiegel nie zu niedrig wird, indem Sie regelmässig kleinere Snacks zu sich nehmen. Auch fünf kleinere Mahlzeiten anstelle von drei grossen können dabei helfen.
  • Trinken Sie viel.
  • Ingwer, entweder als Tee oder als kandierte Stücke, kann gegen das flaue Gefühl helfen.
  • Wenn möglich, vermeiden Sie Dinge von denen Sie wissen, dass Ihnen davon schlecht wird. Vermeiden Sie zum Beispiel die Parfümabteilung, wenn Ihr Magen empfindlich auf die Vielzahl von Parfümgerüchen reagiert.
  • Der Geruch einer frischen Zitrone kann dagegen von Übelkeit ablenken.
  • Übelkeit kann schlimmer werden, wenn Sie müde oder gestresst sind – ein guter Grund, die Beine hochzulegen.

Leiden Sie sehr stark unter Übelkeit, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Es besteht die Gefahr, dass Ihr Baby nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird, wenn Sie sich zu oft übergeben müssen.



 

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