Die 1. Schwangerschaftswoche (1. SSW)

In der ersten Schwangerschaftswoche beenden Sie Ihre Menstruation und ein neues Ei wird im Eierstock zur Befruchtung bereitgestellt. Bereits jetzt können Sie mit Tabletten des Vitamins Folsäure für einen guten Start in die Schwangerschaft sorgen.

1.SSW: Ergänzen Sie Ihre Ernährung mit Folsäure-Tabletten.

Nehmen Sie bereits Folsäure-Tabletten zu sich, wenn Sie den Kinderwunsch hegen. Foto: iStock, Thinkstock

Entwicklung Baby: Eierstock stellt Ei bereit

Am Ende der ersten Woche unterscheidet sich Ihr Zyklus noch nicht von allen anderen: Sie haben Ihre Menstruation beendet und einer der beiden Eierstöcke stellt ein Ei zur Befruchtung zur Verfügung. Man spricht in dieser Woche von der Follikelphase.


 

Veränderungen in der Schwangerschaft:
Vorbereitung auf Einnistung

Ihr Körper bereitet sich wie in jedem Monat auf eine mögliche Schwangerschaft vor, indem eine neue Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird. Es kommt zur Produktion des Hormons Östrogen, das die neu gebildete Gebärmutterschleimhaut auf eine eventuelle Einnistung eines befruchteten Eis vorbereitet.

Tipps für die werdende Mutter:
Tabletten mit Folsäure von Anfang an

Schon zu diesem Zeitpunkt können Sie mit der Einnahme von synthetischer Folsäure dafür sorgen, dass Ihre Schwangerschaft einen guten Anfang nimmt. Ist Ihr Körper nämlich zu Beginn des neuen Lebens nicht genügend mit dem Vitamin Folsäure versorgt, besteht die Gefahr des «offenen Rückens» (Spina bifida oder auch Neuralrohrdefekt) und damit lebenslanger Behinderung beim Kind. Da Folsäure auch bei gesunder Ernährung nicht in ausreichender Menge durch Lebensmittel aufgenommen wird, empfiehlt man die zusätzliche Einnahme von täglich 0.4mg (oder 400 Mikrogramm) in Form von Tabletten oder Kapseln oder von Multivitaminpräparaten mit Folsäure. Idealerweise sollten Sie damit bereits 4 Wochen vor Empfängnis beginnen und dies auch unbedingt in den ersten 12 Schwangerschaftswochen weiterführen.

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, warum man denn von 40 Wochen Schwangerschaft spricht, obwohl man doch in den ersten zwei Wochen noch gar nicht schwanger ist? Da sich der erste Tag der letzten Menstruation einfacher bestimmen lässt, als der tatsächliche Tag der Empfängnis, geht man zur Vereinfachung von 40 Wochen Schwangerschaft aus, woraus sich der voraussichtliche Geburtstermin ableiten lässt. Wenn Ihr Frauenarzt beim Ultraschall die Grösse Ihres Babys misst, kann dieser Termin eventuell noch einmal korrigiert werden. All zu genau sollten Sie es mit dem Termin allerdings ohnehin nicht nehmen: die überwiegende Mehrzahl aller Babys ist unpünktlich.

Text: Julia Wohlgemuth

                                                                                          Nächste Woche

 

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