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6. Schwangerschaftswoche: Jetzt spielen Ihre Hormone verrückt

Wahrscheinlich schwanken Ihre Gefühle nun zwischen Freude und Tränen. Schuld daran sind die Hormone, die Sie verstärkt produzieren. Ganz wichtig ist in der 6. Schwangerschaftswoche auch eine gesunde Ernährung für Sie selbst und für Ihr Baby.

Durch die Schwangerschaftshormone können Sie sich «fremdgesteuert» fühlen.

Starke Stimmungsschwankungen und Müdigkeit sind zurzeit völlig normal. Bild: demaerre, Getty Images

6. Schwangerschaftswoche

In der 6. Schwangerschaftswoche (SSW) entwickelt sich der Embryo sehr schnell und raubt der Mutter viel Energie. Auch ihre Hormone spielen in dieser Woche verrückt und das häufige Anzeichen für eine Schwangerschaft, die Müdigkeit, tritt ein.

Die körperliche Umstellung einer Schwangerschaft ist in der 6. SSW bzw. im zweiten Monat in vollem Gange. Ein Ziehen im Unterleib könnte sich bemerkbar machen, da die Gebärmutter, die nun so gross wie ein Apfel ist, stark durchblutet wird.

Ihr Körper in der 6. Schwangerschaftswoche (SSW)

Auch die Brüste der Frau verändern sich und Adern treten hervor. Sie sind empfindliche, werden schwerer und grösser. Die Brustwarzen wechseln ihre Form und kribbeln. Die Milchdrüsen werden durch die Hormone stimuliert, weshalb diese hormonelle Umstellung geschieht. Bereits während Sie schwanger sind bereiten sich Ihre Brüste darauf vor, das Baby ernähren zu können.

In der Frühschwangerschaft können unangenehme Symptome wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, ein Ziehen im Unterleib, Müdigkeit, häufiger Harndrang und Erbrechen auftreten.

In den ersten Schwangerschaftswochen ist die morgendliche Übelkeit typisch. Es empfiehlt sich viele kleine Mahlzeiten über den Tag anstatt der drei Hauptmahlzeiten zu essen. Ingwer oder Pfefferminztee können auch helfen. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und machen Sie bei auftretender Müdigkeit genug Pausen.

Um eine Dehydrierung und Schwächung zu verhindern, sollten Sie bei starkem Erbrechen über mehrere Wochen hinweg Ihren Arzt kontaktieren. Bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche klingen die Symptome für gewöhnlich wieder ab und der Organismus hat sich vollends auf den Fötus eingestellt.

Frauen, bei denen sich keine typischen Anzeichen einer Schwangerschaft bemerkbar machen, dürfen sich glücklich schätzen. Auch wenn eine Schwangerschaft vom Körper viel abverlangt, ist sie keine Krankheit und kann unter Umständen ohne Beschwerden verlaufen. Seien Sie gespannt auf die nächsten Wochen der Schwangerschaft und auf die bevorstehende Geburt.

Nun wächst das Herz des Embryos.

Beim dem vier Millimeter grossen Embryo wächst nun das Herz. © iStock, Thinkstock

Die Entwicklung Ihres Babys im Bauch

Ihr Baby hat in der 6. Schwangerschaftswoche (SSW) eine Grösse von etwa vier Millimetern erreicht und wiegt fast einen Gramm. Die stark gekrümmte From Ihres Kindes ähnelt nun einer Garnele. In den kommenden Wochen der Schwangerschaft wird eine Veränderung des Aussehens Ihres Kindes beim Ultraschall erkennbar sein und es wird noch um das Vierfache wachsen.

In der sechsten Woche bzw. im zweiten Monat der Schwangerschaft setzt der Herzschlag Ihres Babys endgültig ein. Das Herz kommt auf 110 bis 160 Schläge pro Minute und schlägt somit doppelt so schnell wie das der Mutter.

Die Entwicklung des Embryos schreitet in der sechsten Woche der Schwangerschaft dank der schnellen Zellteilung immer weiter voran. Kopf und Oberkörper des Babys bilden sich aus und der Kopf ist in Richtung des Oberkörpers geneigt. Dieser wird einige Zeit das grösste Körperteil Ihres Babys sein.

Arme und Beine sehen in dieser Woche der Schwangerschaft aus wie kleine Knospen und sind nun angelegt. Auch die Händchen werden ein paar Tage später sichtbar. Die Füsse Ihres Babys entwickeln sich erst später in der Schwangerschaft.

Ausserdem schreitet die Entwicklung des Gehirns voran. Die Vorstufe des zentralen Nervensystems bei Wirbeltieren, das Neuralrohr, ist nun überwiegend geschlossen und unterscheidet sich von Wirbelsäule, Gehirn und Rückenmark. Es ist eine Rückbildung der Schwanzsegmente des Neuralrohrs festzustellen.

Die Ausbildung und Vermehrung der Nervenzellen findet statt. Diese ziehen sich wie ein Netz über den ganzen Körper. Von Gehirn und Rückenmark werden Signale an die Muskeln gesendet, wodurch der Embryo bereits in der 6. SSW bewegungsfähig ist.

Der Embryo ist in der Gebärmutter der Schwangeren durch einen Stil mit dem Dottersack verbunden. Bis die Plazenta ausreichend ausgebildet ist, übernimmt der Dottersack die Aufgabe der Versorgung.

Woche für Woche