Die 36. Schwangerschaftswoche (36. SSW)

Ab der sechsunddreissigsten Schwangerschaftswoche nimmt Ihr Baby noch einmal stark an Gewicht zu. Vielleicht rutscht der Bauch durch Senkwehen nun nach unten. Falls Sie noch nicht damit begonnen haben, ist es jetzt sehr wichtig, dass Sie mit dem Beckenbodentraining starten.

Trainieren Sie nun so oft wie möglich Ihren Beckenboden.

Beckenbodentraining beugt Blasenschwäche vor und wirkt bei der Geburt unterstützend. Foto: iStock, Thinkstock

Entwicklung Baby:
Wonneproppen legt an Gewicht zu

Auch wenn Sie vielleicht das Gefühl haben, in Ihren Bauch passt überhaupt gar nichts mehr: In den letzten Wochen vor der Geburt legt Ihr Baby noch einmal kräftig an Gewicht zu. Bis zu einem halben Pfund in der Woche kann dies ausmachen. In dieser Woche wiegt Ihr nun nicht mehr ganz so Kleines um die 2,5 Kilo bei einer Gesamtkörperlänge von circa 48 Zentimetern.

Der Kopf vom Baby ist noch biegsam und flexibel, damit er besser durch den Geburtskanal passt. Erst im Laufe des ersten Jahres wachsen die Schädelknochen zusammen.

Veränderungen in der Schwangerschaft:
Beckenbodentraining nun wichtig

Vielleicht bemerken Sie nun Senkwehen. Wie der Name andeutet, senkt sich dabei Ihr Bauch nach unten. Das Baby gräbt sich mit dem Kopf in Ihr Becken, in Vorbereitung auf die baldige Geburt. Die gute Nachricht ist, dass der Druck auf Ihre Organe nun etwas nachlässt. Wahrscheinlich bekommen Sie jetzt wieder leichter Luft zum Atmen. Allerdings erhöht sich der Druck auf Ihren Beckenboden. Haben Sie bis jetzt noch nicht damit angefangen, sollten Sie nun mit Übungen zum Beckenbodentraining beginnen. Dies beugt einer späteren Blasenschwäche vor und ist ausserdem hilfreich bei der Geburt. Spannen Sie dafür alle Muskeln Ihres Unterleibs, vom Po bis zur Scheide, gleichzeitig für einige Sekunden an. Entspannen Sie die Muskeln und wiederholen Sie dies ein paar Mal.

Ist dies nicht Ihre erste Schwangerschaft, kann es sein, dass die Senkwehen erst ganz kurz vor der Geburt auftreten.

Tipps für die werdende Mutter: Geburtsbegleitung

Sicher haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wer Sie zur Geburt begleiten soll. Die meisten Schwangeren wünschen sich Ihren Partner dabei und auch für die Väter kann es ein besonderer Moment sein, bei der Geburt Ihres Kindes dabei zu sein. Ist dies jedoch nicht möglich, möchte der Vater nicht mitkommen oder hätten Sie vielleicht lieber weiblichen Beistand? Dann kommen natürlich auch eine gute Freundin oder nahestehende Verwandte in Betracht. Auch eine Doula, eine professionelle Geburtsbegleiterin, ist eine Möglichkeit. Und möchten Sie die ersten Momente mit Ihrem Kind mit niemandem teilen, dann müssen Sie sich auch von keinem etwas anderes einreden lassen.

Text: Julia Wohlgemuth

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