Die 30. Schwangerschaftswoche (30. SSW)

In der 30. SSW baut das Baby mehr und mehr Fett auf. Der Babybauch behindert Sie nun vielleicht zunehmend und Sie haben Probleme beim Schlafen. Ihr Arzt wird bei Ihnen auf Symptome einer Schwangerschaftsvergiftung oder Präeklampsie achten.

Tipps zum Schlafen während Schwangerschaft: 30. SSW

Der grosse Bauch kann Ihnen eine bequeme Schlaflage erschweren. Foto: iStock, Thinkstock

Entwicklung Baby:
Rosiger Fötus

Das Baby ist weiterhin mit dem Aufbau von Fettpolstern beschäftigt. Damit kann es nach der Geburt die Temperatur selbst regeln und hat Energiereserven für die Umstellung von Mutterbauch auf das nachgeburtliche Leben. Der Körper wird runder und die Haut rosig. Es wiegt nun schon um die 1,3 Kilo und ist ungefähr 27 Zentimeter lang (Scheitel-Steiss-Länge).

Die Lanugobehaarung beginnt in diesen Tagen auszufallen. Bis zur Geburt ist davon meist nichts mehr zu sehen. Käme Ihr Ungeborenes in dieser Woche zur Welt, könnte es jetzt schon selbst atmen.

Veränderungen in der Schwangerschaft: Probleme beim Schlafen

Möglicherweise haben Sie jetzt Probleme, abends in den Schlaf zu finden. Der zunehmende Bauch macht es schwierig, eine bequeme Lage zu finden. Oft beginnt Ihr Kleines zu treten, wenn Sie ruhig liegen. Vielleicht halten Sie Gedanken über die grossen Veränderungen in Ihrem Leben zusätzlich wach und Blasendrang sorgt eventuell auch für Schlafunterbrechungen in der Nacht. Eine Tasse beruhigender Kräutertee oder warme Milch vor dem Schlafen gehen oder auch ein warmes Bad kann Sie in einschläfernde Stimmung versetzen. Kissen, die den Bauch abstützen, am Rücken oder zwischen den Beinen können für eine bequemere Schlafposition sorgen. Manche Frauen finden ein Stillkissen angenehm.

Ihre Brust wächst weiterhin. Vielleicht ist es wieder einmal an der Zeit für einen neuen BH, der genügend Platz bietet und breite Träger hat? Zum Ende der Schwangerschaft beginnt es bei manchen Frauen sogar schon aus der Brust zu tropfen.

Tipps für die werdende Mutter: Gefahr der Präeklampsie

Ihr Arzt untersucht regelmässig Ihren Blutdruck und den Eiweissgehalt in Ihrem Urin. Ist eines oder beides erhöht, kann dies auf eine Präeklampsie, auch Gestose oder Schwangerschaftsvergiftung genannt, deuten. Zu weiteren Symptomen können unter anderem Kopfschmerzen, Übelkeit, Schmerzen im Bauch oder auch Sehstörungen zählen. Meist tritt die Gestose im späteren Teil der Schwangerschaft auf. Rechtzeitig erkannt, lässt sich diese Krankheit meist gut behandeln und kann oft durch mehr Ruhe, Ernährungsumstellung und blutdrucksenkende Mittel in den Griff bekommen werden. Bleibt die Präeklampsie jedoch unerkannt, kann sie zu einer für Mutter und Kind lebensgefährlichen Eklampsie führen. Sind Sie von einer Schwangerschaftsvergiftung betroffen, so finden Sie vielleicht den Kontakt zum Verein der Betroffenen hilfreich.

Text: Julia Wohlgemuth

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